Noch 3½ Semester vom Abitur entfernt

Noch 3½ Semester vom Abitur entfernt
Der Weg zum Abitur ist für alle gleich: 1 ½ Jahre Schule überstehen heißt es noch und wenn ich so drüber nachdenke, sind es wohl die längsten, aber auch am schnellsten umgehenden Semester. Dazu muss ich sagen, dass die vergangenen Monate die entspanntesten waren, die ich je erlebt habe. Natürlich war der normale Schulstress inklusive enormen Leistungsdruck und Klausurenstress da, aber wenn man das alles richtig angegangen ist, konnte man das alles als entspannt ansehen.
ERSTES SEMESTER
Das erste Semester ist bei mir eine reinste Katastrophe gewesen. In der sogenannten Voroberstufe sollten wir auf das Niveau der Oberstufe vorbereitet werden, was leider nicht der Fall war. Jede Klausur hatte am Anfang einen Durchschnitt von 4-6 Punkten, was etwa einer normalen 4 entspricht. Plötzlich musste man so viel weiter denken, mehr machen und mehr Leistungen erbringen, als in der Mittelstufe. Die Lehrer waren strenger, kontrollierten mehr und der Hausaufgabenberg wuchs. Wer einmal keine Hausaufgaben gemacht hat, der konnte die nächste Stunde nicht mitarbeiten und saß dementsprechend nur rum. Zuhause hieß es dann: nacharbeiten! Plötzlich hieß es auch nicht mehr zwei Stunden für alle Hausaufgaben, sondern zwei Stunden für ein, zwei Hausaufgaben.
Im Unterricht stieg das Niveau ebenso an: Wer nicht mitarbeitete, der hatte verloren.
Neben Sophokles und Kleist haben sich vor allem das Thema Macht und Herrschaft, sowie Crime and Punishment in den Fächern eingeschlichen und die Stunden bis man bei der Französischen Revolution ankommt fühlten sich an wie Jahre! Auch musste ich mich mit ätzendenen Lehrern herum schlagen und dem PGW-Unterricht, den ich nehmen musste, um in S3 und S4 mit 34 Stunden glücklich sein zu können. 
ZWEITES SEMESTER
Im zweiten Semester hat man sich mehr oder weniger schon an das herrschende Niveau gewöhnt und wusste, was einen erwarten würde. Dass man nicht mehr zwei Tage vorher anfangen konnte, für die Klausur zu lernen, wurde uns bewusst und meine ersten Lernhefte wurden angelegt.
Neben Modernisierung in Geschichte, Architektur in Kunst, musste ich mich außerdem mit Grammatik in Englisch, Menschenbilder in Religion und Stochastik in Mathe außeinander setzen. Und glaubt mir, diese Themen ziehen sich und machen bis auf Architektur wenig Spaß - vor allem Stochastik. Ich habe bei diesem Thema nie durchgeblickt.
Die letzte Klassenfahrt - unsere Profilreise - wurde geplant, ebenso wie ein Profilpullover wurden geplant, mit denen wir im dritten Semester starten würden. Die Sommerferien war plötzlich viel zu lang, denn ich wusste: bald ist es geschafft!
Gerade das zweite Semester ist für mich eine Katastrophe gewesen, weil sich mein Freund von mir getrennt hatte und ihn jeden Tag bis zu seiner Abibefreiung in der Schule sehen zu müssen lindert nicht gerade den Herzschmerz. Und obwohl ich wirklich Liebeskummer hatte, stieg ebenso der Ehrgeiz plötzlich auch gute Noten schreiben zu wollen.

DRITTES SEMESTER
Am Anfang des dritten Semesters wuchs der Druck auf uns Schüler enorm. Plötzlich wurde uns allen bewusst, dass wir nicht mehr weit vom Abitur entfernt sind und haben uns noch mehr angestrengt. In der Mitte des Semesters haben viele meiner Freundinnen, Klassenkameraden und auch ich gesagt, dass wir nicht mehr können, dass wir fertig mit den Nerven sind und auch dem Niveau nicht mehr gerecht werden können. Es hört sich doof an, aber um den Druck von sich abwenden zu können, ohne das neuer entstand, haben viele angefangen den Unterricht zu schwänzen. Natürlich bürgt das auch ein gewisses Risiko mit sich, aber es war das einfachste, um den letzten Berg Hausaufgaben abarbeiten zu können, um den nächsten anzugehen.
Am Anfang des dritten Semesters hieß es für mich: Lehrer- und Kurswechsel. In acht verschiedenen Kursen haben wir neue Lehrer oder gar neue Kurse bekommen und das betraf uns, als kleinstes Profil, natürlich als einzige. Die ersten Wochen waren eine pure Verwirrung und niemand wusste überhaupt irgendwas. Übrigens war auch unsere Profilfahrt und wir sind nach Barcelona geflogen. Wohin wir fliegen wurde natürlich abhängig von den profilgebenden Fächern entschieden. Bei uns ist es Barcelona statt Venedig geworden und unser Programm bestand aus Museen, Stadttouren, Sehenswürdigkeiten und vielen Audioguids. Damit waren wir im übrigen auch das einzige Profil, was geflogen ist, denn viele sind mit dem Bus gefahren.
In diesem Semester stolpert man übrigens von einer Klausur in die nächste und Projekte türmen sich. Ab September bis zu den Herbstferien im Oktober gab es die Klausurenphase für die ersten Klausuren, ab November starteten die nächsten Klausuren und diese wurden eher selten in den Januar verlegt. Eher selten wird übrigens hier eine Vorabiklausur geschrieben. Wir hatten das Glück, dass wenigstens Kunst hier schon geschrieben wurde und wir im vierten Semester somit eine Langzeitklausur weniger hatten, auf die wir uns vorbereiten mussten. Wenn man im dritten Semester genug Schlaf bekommen hat, glich es einem Weltwunder. Tatsächlich habe ich mir aber im September noch einen Nebenjob gesucht, was viele als Riskant angesehen haben. Aber da ich seit der 11. Klasse nebenher arbeite, war das für mich gar kein Problem. Es benötigt nur eine gute Planung - empfehlen würde ich es trotzdem nicht, wenn ihr nicht drauf angewiesen seid.

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