No Joy: Mal was anderes

No Joy: Mal was anderesNo Joy
„Creep“

(Grey Market)
Zäsuren im Leben werden ja gern von Äußerlichkeiten begleitet – neue Frisur die Dame, Schnauzer oder ab desselben der Herr, ganz wie es gefällt. Jasamine White-Gluz und Laura Lloyd, seit 2009 gemeinsam unter dem reichlich motivierenden Namen No Joy unterwegs, haben sich nach vielen Jahren bei Mexican Summer und Topshelf ein neues Label gesucht und veröffentlichen nun bei Grey Market – um das zu feiern, gibt es gleich eine neue EP. Und einen etwas anderen Sound: “Creep” enthält vier Stücke, die allerdings nur noch schwerlich unter dem Etikett Shoegazing zusammenzufassen sind. Nimmt man sich zum Beispiel “Tearing Apart The Dark”, dann darf man das auch ruhig mal Metal nennen, dann macht auch die giftgrüne Typo auf der Plattenhülle wieder Sinn. Natürlich haben sie noch etwas Dreampop im Programm, gerade die Single “Califone” gibt sich ja recht geschmeidig – nur sind diese Töne, zumindest auf der 12”, in der Minderheit, beim Rest geht es eher härter zur Sache. Beim Rausschmeißer “Fluorescent Dread” wird es dann ganz wild, auf Industrial-Klänge war man zugegebenermaßen nicht so recht vorbereitet. Wird spannend, wo die Reise in Zukunft hingeht, Langeweile ist jedenfalls kaum zu erwarten. https://nojoy.bandcamp.com/

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