Nina Blazon: Ascheherz

Von Esdeh


Summer weiß nicht wer sie ist, oder woher sie kommt. Ihren Namen hat sie sich aus einem Theaterstück erwählt. Sie weiß nur, dass sie nicht lange an einem Ort verweilen darf, denn sonst findet sie der Blutmann, der ihr nach dem Leben trachtet. Als sie einen geheimnisvollen jungen Mann trifft, beschließt sie gemeinsam mit ihm ins Nordland zu gehen. Der Anblick des Landes löst Erinnerungen bei Summer aus und sie weiß, dass sie hier schon mal gewesen ist. Langsam kehren auch andere Fragmente in ihr Gedächtnis zurück und Summer weiß, dass sie einmal die Liebe kannte, eine Liebe die sie verloren hat.
Ich habe "Ascheherz" von Nina Blazon als Hörbuch gehört. Gelesen wird es von Nina Petri, was sehr gut passte.Ich habe irgendwo gelesen, dass "Ascheherz" in der gleichen Welt spielt wie "Faunblut", das ich ebenfalls kenne. Schon nach dem ersten Buch hatte ich nur sehr weniger Informationen über diese Welt und war eher verwirrt. "Ascheherz" hat hier leider auch nicht viel mehr Klarheit gebracht und ich hätte diese Verbindung von alleine auch nicht erkannt.Die Grundidee von "Ascheherz" ist dabei aber interessant. Es geht im weitesten Sinne um Leben und Tod und den Übergang von dem einen ins andere. Nina Blazon hat dazu einige sehr nette Ideen, die für fantastische Augenblicke sorgen.Dadurch, dass jedoch Summer keine Erinnerungen hat und der Leser immer nur so viel weiß wie die Hauptfigur, fällt die Orientierung hier sehr schwer. Über viele Kapitel hinweg hatte ich keine Ahnung, worauf das hier hinauslaufen soll und auch später konnte ich manches nicht so richtig nachvollziehen. "Ascheherz" bleibt also der verwirrenden Linie treu, die schon „Faunblut“ bei mir hinterlassen hat. Für eine vermeintlich dystopische Fantasywelt gibt es hier einfach zu wenige Informationen die einen Gesamtüberblick ermöglichen. Ich wurde daher unterhalten, aber auch zu sehr im Dunkeln gelassen um dieses Hörbuch wirklich genießen zu können.Empfehlen kann ich "Ascheherz" daher nur bedingt und eher an Leser/Hörer ab ca. 13 Jahren, die auch schon mit "Faunblut" gut zurechtkamen. Wer genau wie ich damit Probleme hatte, dem rate ich eher ab.
So habe ich bewertet:

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