Nicht verwandelbar

Nicht verwandelbarMaps
„Vicissitude“

(Mute)
James Chapman ist ganz offensichtlich – zumindest in musikalischer Hinsicht – ein extrovertierter Mensch. Unter dem Projektnamen Maps hat er gerade bei Mute sein drittes Album veröffentlicht und wie auch bei den vorangegangenen Platten sollen die enthaltenen Stücke nach eigener Auskunft allesamt als Klangbilder seiner Gemütszustände und Befindlichkeiten verstanden werden. Und deshalb darf man weiterhin philosophieren, dass es um das Gemüt des Mannes aus Northhampton nicht eben schlecht bestellt sein kann, denn was man bisher von ihm zu hören bekam, war zum Großteil recht harmonischer und sanftmütiger Dreampop. Wenn „We Can Create“ (2007) und „Turning The Mind“ (2009) noch einige Shoegazing-Anleihen im Repertoire hatten, so ist das vorliegende Werk nun gänzlich synthetischen Ursprungs, samtweiche Melodiebögen, behutsam klackende Beats und Drumloops, ganz so wie man sie von Antony Gonzalez (M83) oder auch den Still Corners kennt. Wobei das Gefälle, beginnend beim durchaus kraftvollen „A.M.A.“ bis hin zum Fadeout des Abschiedsschluchzers „Adjusted To The Darkness“ recht groß ist. „Built To Last“ erinnert ein wenig an die Pet Shop Boys, an das bravouröse „It Will Find You“ vom Debüt können allerdings nur das Titelstück („No limitations here, we embrace what we fear“) und das trockene „I Heard Them Say“ anknüpfen. Gegen Ende verliert sich das Album leider etwas zu sehr in flaumiger Flächigkeit, schön anzuhören bleibt es dennoch. Für die Zunkuft sollte er sich beim Albumtitel aber selbst besser beim Wort nehmen - 'Vicissitude' ist eine englische Umschreibung für 'Wandel'. https://thisismaps.wordpress.com/

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