News from “Cuba Street”, Neuseeland-Zyklus von Michael Kirmes-Seitz

News from “Cuba Street”, Neuseeland-Zyklus von Michael Kirmes-SeitzTRAVELLER`S THEME

Durch den Boden senkrecht
einen Blick werfen
auf die andere Seite.
Das Meer soll hier nicht
so salzig sein
mit transparenten Flügeln
und Wesen aus einer
Fremden Welt.
Vögel mit Bärten
die viele Sprachen sprechen
und sich nicht
dreinreden lassen.

Keine Wellenwarnung
vor Seelenverkäufern
sondern vor gierigen
Wasserjägern und Fischräubern.
Es ist nicht damit getan
das Ohr auf die Schiene
zu legen, um das Herannahen
des Wasserberges vorauszuahnen.
Eine Stadt mittlerer Größe
gleitet vorbei
welche die Seefahrer
in Sicherheit wiegt.

Die Leuchtbojen
veranstalten ein Picketing
auf den Schaumkronen
aus Empörung über
die Eitelkeit der Kapitäne
denen es gleichgültig ist
dass das Meer in seiner Unschuld
immer die Falschen bestraft.
HATAITAI BREAD SHOP

Ein Stück rostiges Eisen
aus dem Bug eines Schiffes geschnitten
getauft auf den Namen “Spider”
nicht schnell genug, um
den Gefahren des „Cabo de la Arac…“
zu entkommen, weit weg
als Beute aufgebracht
und an einer Betonwand angelandet.
Die Metallsprossen führen
direkt zu Traversen
an denen die Erinnerung
fest gemacht hat.

Der Tag spielt auf
mit einhundert Dezibel
für die Parade der Durchreisenden.
Es lebe das Freiheitsfieber
der Harlekinade
die sich unbeschwert
auf ihre Weise Luft macht
in einem Defilee
der Nimmermüden.
Sprechblasen skandieren:
Bao! Zapp! Pow! Wow! -
wie ein Gitarrenriff
auf das Moment der Scheiterns.

Die Relais nehmen Fahrt auf
ziehen die Wurzel
aus dem Unbekannten
das in den unterirdischen Zisternen
mit laufenden Motoren
aus seinen Auftritt lauert.

HOUGHTON BAY

Grün soweit das Auge reicht
Azur bis in die Bergspitzen
Hügel ineinander verkeilt
Tiefebenen ineinander verfugt
zu Teppichen auf denen
jeder falsche Schritt genügt
um die Unvernunft
an ihrer schwächsten Stelle zu treffen.

In einem offenen Käfig
werden Kassiber deponiert
welche die Möwen
in alle Himmelsrichtungen
davontragen und Geheimnisse
auffliegen lassen
als Echo auf eingefahrene Wege
die ihr Ziel leugnen.

KARAKA BAY

Gebäude wie verschachtelte Türme
an die Hügel gepresst
hier lernen die Häuser
den aufrechten Gang
unter Bäumen hinweg
um der Schwerkraft
ein Schnippchen zu schlagen.

Alle Treppen scheinen direkt
in die Wolken zu führen
zu einem Präludium
der Windorgel.
Unter Blättern versteckt
sich der Tau
immer auf der Suche
nach neuen Fluren.

Die See hat den Strand gefüllt
wie die Schalen
der grünlippigen Muscheln.
Auf einem fliegenden Wellenteppich
schwebt Kinderlachen
über die Gischt
Kräftemessen mit
der Leichtigkeit.
Gegen den Wind zu stürmen
bleibt Sache der Brandung.

NEWS FROM CUBA STREET

Das Lachen klingt
nach Freudentränen
nach Liedern
die von weit her herüber wehen.
Marionetten tanzen über das Pflaster
und locken mit karibischen Nächten
weil der Minister den Bürgermeister
einen Clown genannt hat.
Der Holzvogel lässt sich
von dem vorbeistreunenden Magier
nicht aus der Ruhe bringen
obwohl goldene Sterne
auf seinem Zylinder blitzen.

Auf elektronischen Karten
werden Selbstgespräche geführt.
Ungefragt vernetzen sich
Silben zu unvollständigen Sätzen
während die Augen an eine
matte Scheibe gekettet sind.

Ein Kunstfälscher bietet
schwarze Blumen feil.
Zur Feier des Tages
liest die Weinhändlerin
den Gästen die Zukunft
aus einem perlenden Sektkelch.
Seitdem der Wirt
das Zeitliche gesegnet hat
klingelt die Kasse
ohne Rücksicht auf Verluste.

ON THE ROAD

Nach Brooklyn ist es nicht weit
aber die Feuerleitern
klettern hier nur über zwei Etagen.
Bob ist nicht Josua;
Bob riskiert Kopf und Kragen.
Josua hat ein Ohr für die Geldbeutel
seiner jungen Kundinnen
die ihm jedes seiner Worte
von den Lippen ablesen
die er aus Tarotbildern
und Zaubersteinen liest
seit ein paar Jahren schon.

Bob jongliert mit schweren Messern
und einem Herzen aus Stahl
seit fünfundzwanzig Jahren
„On the road“ für ein paar Scheine
ohne sich den Hals zu brechen.
Josua ist nicht Bob;
Weissagen im Lotussitz
auf „Nummer sicher“ gehen
gute Aussichten voraussagen
für Gesundheit, Geld und
wahre Liebe:
Nein, natürlich keinen wie Bob
Aber auch keinen wie Josua.

„Ich möchte
ich wünsche
du kannst
du tust!“
Der Abzählreim
des Zweifels.

Auf Bob wartet kein Weib
in glänzend blauem Kleid
und auf Josua keine
farbige Tänzerin
die ihn zwei Häupter überragt.

Auf Bob wartet der Tag
an dem Beine und Arme
müde werden oder ihn
die Schwerkraft besiegt.
Josua kann steinalt werden
mit großen Versprechungen
für ein kleines Glück.

IN-BETWEEN

Wanderung durch flaches Gewässer
keine Spuren, die bleiben
behutsam Schritt für Schritt gehen
um Vermutungen auszuweichen
die heran gespült werden
und hoffen, dass sie vom Sog
wieder mitgerissen werden.
Das Aussehen verändert sich
um rätselhaft zu erscheinen.

In den Zwischenzeiten
den Maßstab finden für die Dinge
die unvergleichlich sind
und das Unfassbare
dem Zufall überlassen.

TOKONGAWHA POINT

Stein des Weisen, dessen scharfes Profil
der Pazifik in den Felsen geschnitten hat
und dessen Botschaft lautet:
im Winter werde ich den Meeren
Sand in die Augen streuen
und sie im Sommer
mit sprühendem Funkeln blenden.
Wettlauf in der Sandspur
der Eisenmänner bis an die Willensgrenze
zwei Kilometer durch das Wasser
neunzig Kilometer auf dem Endlosband
und mehr als zwanzig Kilometer weit
einen Fuß vor den anderen setzen.

Die Wellenreiter von Wellington
welche an Stöcken auf schmalen Brettern
über das Meer laufen
oder geduckt auf die Brandung lauern
bevor sie dem Strand entgegen fliegen.
Über ihren Köpfen surfen die Luftakrobaten
die den Wolken einen Strich
durch die Rechnung machen möchten.
Nebelberge, verführerisch vergänglich
aber voller Zorn.

Vom Land her reihen sich Würfel an Würfel
in den Bergen ducken sich die Dächer.
Für die Fährleute, die mit ihren Booten
vor der Küste kreuzen, bedeutet es
mit dem Ankerwurf Abschied zu nehmen.

FRENCH BREAD

Vive la France!
Vive la Revolution!
Gleich neben dem Pyánáh
Ein Name, der so exotisch klingt
dass man es auf der Zunge zergehen lassen muss
mit einer Füllung
aus Feigen, Rosinen und Walnüssen
als hätte sie der Meister gebacken
der dem Halbmond
den Schrecken genommen hat,

French Café
fleur bleue
Vier mal Vier im Quadrat
auf den Eiffelturm
auf  Notre Dame
auf die Marseillaise
auf das Quartier Latin
Salut!

Wer vermisst die Seine
wenn an der Waterfront
ein Hauch von Paris
die Wogen glättet.
Hier wäre der Glöckner
der „Grand Nation“
machtlos gegen das Völkergemisch
hier wäre sein Knüppel
in den Vorortbezirken
nur ein brüchiger Stock.

French Café
fleur rouge
Vier mal Vier im Quadrat
schwarz wie Afrika
braun wie Samoa
bunt wie Happy Valley
weiß wie die Farbe
der Unschuld.
Violà!

Die befreiten Gebiete der Cuba Street
die das Unnütze leben
und das Undenkbare fordern
Neuseeland als Neuland
das denen gehört
die es nie besessen haben.

OFF-POEM

Wenn nichts mehr geht
Geht alles drunter und drüber
Nichts bleibt, wie es ist.
Bleibt alles so, wie es ist,
geht nichts mehr
oder alles geht drunter und drüber
wie dem auch sei:
sei es wie es ist
nichts ist mehr so, wie es war
wenn nichts mehr geht.

Marx ist tot
Cheeseburger is back.

CITY REBELS

Willkommen in der
Nuklearfreien Zone
hier treffen Dich nur
die ultravioletten Strahlen
die unsichtbar durch
das Ozonloch brechen.
Hier rollen die Frachter
ihre Ölteppiche aus
und die Seekrieger
treiben die Fische an Land.

Ein Tableau von Greenpeace
gegen eine neue Umweltsünde
und dann kommen drei Mann
mit schwarzen Tafeln auf dem Rücken
irgendetwas gegen Rassismus
oder so vielleicht
doch es geht eigentlich nur
um ein Spiel der Schwarzkappen
im Auftrag der National Bank.
Kopf, Hände und Daumen hoch!
Seit wann spielen Banker Rugby
die sich doch sonst auch nicht
die Finger schmutzig machen.

Lass alles raus
es ist ohnehin nicht viel
was Du zu verlieren hast.
Hier gibt es garantiert um das
was der Mensch zum Leben
am allerwenigsten braucht.
Collapse, Relax!
Sie den Tatsachen ins Auge
schau in der See der Fabeln
fische Dir die besten Brocken raus.
„Weil es zu regnen beginnt
Ist die Revolution verschoben“
sagt einer mit Rasta-Locken
der es wissen muss.

HAVANA COFFEE WORKS

Mit dem Schiff sind es
ein paar Wochen vielleicht
bis zur Zuckerohrinsel
wo sie Meringue tanzen
und auf bessere Zeiten hoffen.
Nichts zieht die Vögel
nach Guantanamo Bay
was so unbeschwert klingt
wo aber alles, was Recht ist
hinter Gittern sitzt und
mit Füßen getreten wird.
In zehn Minuten und sieben Sekunden
ist der Café de Cuba fertig
sagt der Wirt und gibt zu bedenken
dass die Uhren für die Wartenden
umso langsamer schlagen
je schneller die Zeiger drehen.

GOLDEN BAY

Das Meer weicht zurück
dort, wo die Berge sich aufbäumen
um sich später zurückzuholen
was verloren scheint
Wettlauf und Kräftemessen
als Maß aller Dinge.

Steine, ins Wasser geworfen
Verschmelzen zu Inseln
der Wald ringt der Brandung
ein Versprechen ab.
Bis dahin gilt es
Haltung zu bewahren.

Tiefe Einschnitte sind kein Makel
sondern ein Vermächtnis.
Der Wind lässt es sich nicht nehmen
seine Segel zu setzen.
Zwischen Landzungen
liegen Untiefen auf der Lauer
um Beute zu machen.

Wo die Natur reich ist
ist auch der Mensch nicht arm
wo die Natur verarmt
hat sich der Mensch bereichert.
AWAROA

Hier trennen nur wenige Stufen vom Paradies
Hier sind die gefragt, die nichts einzuwenden haben
gegen die Wiederentdeckung früherer Einsichten.
Hier hat der das Sagen, der nichts zu sagen weiß
oder das Wort ergreift für die
die sprachlos geworden sind.
Das Gesagte behält seine Gültigkeit
auch, wenn es immer wieder
gesagt werden muss.
Lieder und Lautmalerei
Rauschen und nicht Verstummen.
Es ist mit hohen Erwartungen und
unvorhergesehenen Ereignissen zu rechnen.
Kreaturen aller Elemente vereinigt Euch!
Übt Euch in Unbescheidenheit
die sich auf keinen Handel einlässt.

ANCHORAGE

Vor der Küste, an der
die Wälder ins Meer wachsen
und das Land von Granitquadern
auf Händen getragen wird
ist alles in Bewegung.
Der Kugelfisch will nicht Trophäe sein
sondern Spielverderber
der sich nicht in die Karten schauen lässt
weder von der Riesenschnecke
die den Sand der Dünen aufsaugt
noch von dem rätselhaften Wesen
mit den drei Herzen.

Stühle rücken am Oberdeck:
Es wird das Lot gefällt
auf einer schiefen Ebene
um beim Einbruch der Dunkelheit
auf die Sterne zu warten
die zur Ungewissheit beitragen.

Wie mag es denen ergangen sein
die keine Erklärung dafür hatten
warum es immer die Schuldlosen waren
die vom Zorn der Gezeiten getroffen und
zwischen Längen- und Breitengraden
hin- und hergerissen wurden
während die Lockvögel
mit einem Stück Gouda
zufrieden sind und sich
mit einem langsamen Walzer
in Sicherheit wiegen.

PLAYHOUSE

Kein Kinderspiel, sondern bitterer Ernst
Welttheater mit vertauschten Rollen -
wer spielt und wer hat verspielt.
Risse im Wolkenvorgang:
Das Stück vom guten Boden
und dem schmutzigen Land.
Bunte Girlanden am kleinen Theater
von Picton: Heute ausverkauft.
Gedränge an der Kasse.
Reservierte Plätze für Gegenspieler.
Lieder und Verse über
Verlust und Landnahme
als Bühnenspektakel
einer ungeschriebenen Geschichte
und Tänzen wie Feuer und Eis.

LYALL BAY

Die Haifischbar im zweiten Stock
nur über steile Stiegen erreichbar
um über jeden Sturmangriff erhaben
zun sein und mit großen Augen
die jeder Veränderung festhalten
Zuflucht
Versteck
Brückenkopf
Treffpunkt.
Die Glücksmaschinen schütten
keine Gewinne mehr aus
die Fische an den Wänden
zeugen vom Triumph des Anglers
der mit seinem Latein
am Ende ist.
Geschäftigkeit in vielen Sprachen
und magische Zeichen
in die Haut gebrannt
zum Schutz vor bösen Stimmen.

Gespräche über die Forderung
der Vogelfreien
nach Aufhebung des Eigentums
wie zu der Zeit als keiner etwas
besitzen musste, weil alles
allen gehörte.

SUTHERLAND CRESCENT

Wenn der Wind aufkommt
fegen die Bäume den Äther
und ihre Äste
wehen emsig hin und her.
Das Dach des Nistplatzes
trotzt dem Ansturm
auch wenn seine Bewohner
das Weite gesucht haben.
Jetzt heißt es auch
für die fliegenden Fische
Ruhe zu bewahren.
Es ist kein Frage von Schwäche
Kräften ausgeliefert zu sein
von denen man sich
nicht befreien kann.

NEWTOWN

Hey, man!
Wir spielen den Reggae
weil wir die Underdogs
von Neuseeland sind.

Ein neues Lied und alte Gesichter
von dem, was Männer lieben:
Helme natürlich und schnelle Autos
Panzer aus Patronenhülsen
ein durchlöchertes Cello
Propeller und Brillen
Aluminiumkoffer und Geigenkästen
aber keine kleinen Schritte
und keine Gegenfragen.

Frage lieber den Maler
mit den Filzstiftzeichnungen
als Straßengalerie.
Was will uns das Bild sagen?
Schwarzes Meer
schwarzer Himmel
schwarze Möwen
und eine leere Büchse.
Solange es nicht regnet
ist alles okay.
Follow me,
aber dreh Dich nicht um.
Hey man,
nimm´s leicht
bleib cool
sonst ist es nicht zu ertragen
denk aber auch an die
mit den schwarzen Bärten.

Wer fürchtet sich
vor dem grauen Alltag
Gründe gäbe es genug.
Drei Schritte weiter
ein Stück “Cuba libre”
ein Espresso, ein Kaffee
ein Lächeln im Vorübergehen.

Liegt hier ein Irrtum vor
wer hat wen betrogen
und schlimmeres nicht verhindert?

Sich den Berg hochziehen lassen
bis zu den ersten Stufen der Himmelsleiter
der Rest geht fast wie von selbst.

MOUNTAIN VIEW

Von ganz oben
Erdnähe und Weitsicht
je größer der Abstand
umso kleiner die Wirklichkeit
zwischen den Weiten unter
und über dem Horizont.
Bühne für großes Kino
eine Brücke schlagen
oder eine Lichterkette
zwischen Nord und Süd
ins Reich der Delphine.
Gruppenbild mit Braut
am Zauberberg für das
ganz große Versprechen.
Der frühe Mond steht Kopf
weil die Sonne
die Seiten gewechselt hat.

FLATWHITE

Morgenkaffee mit Blumen
in weißem Braun
arabische Musik und Müßiggang
Gespräche zwischen den Stühlen
und von Telefon zu Telefon.
Was wäre wenn, ohne die digitalen Kästen
die alles wissen, aber nichts
von sich aus preisgeben.
Uhrenvergleich: Die magische Fünf.
Fünf Minuten zu früh
oder fünf Minuten zu spät.
Eine neue Zeitrechnung
Solange nicht Entscheidendes passiert
lässt sich auch das Ungeschehene
nicht messen.
Fotos zwischen Blättern versteckt
wechseln zwischen Wunschbildern
und Enthüllungen.
Plötzlich wird das schwarze Gold
aus der Tasse gefegt
der Wind mag keine Überraschungen.

CLEARWATER

Trotz aller Einwände
will sich niemand
von des Rätsels Lösung
abbringen lassen.
Immer neue Verkleidungen
dienen dazu
Irrtümer zu verschleiern
und Widersprüche
zu verschlüsseln.

Verabredungen werden getroffen
Bündnisse geschlossen
Das Nichtssagende
nach Hinweisen zu durchforschen
bleibt ohne Ergebnis.
Am Weg ändert sich nichts.

WATERFRONT

Hafenstädte haben es in sich
kein Platz für eine Verabredung
sondern Dreh- und Angelpunkt.
Sie werfen keinen Blick zurück
sondern sichern der Ankömmlingen
freies Geleit zu
wenn diese ihre Neugier
nicht im Zaum halten können.
Die Waren, die früher einmal
begehrt waren
werden heute nicht mehr gebraucht.
Die Ausbeute hat sich
in die Köpfe verlagert
und verdichten sich
in riesigen Containern.

Nicht weit von den Piers
hat sich ein alter Brauch
in eine Liturgie verirrt.
Die Schamanen haben sich
zurückgezogen und die
Weissagungen zählen die Stunden
bis die Dunkelheit
endgültig über ihnen hereinbricht.
Jeder grußlose Abschied
ist ein Neubeginn.

CAFFE L´AFFARE

Bühne frei für Dame mit Moccacchino
und einen Panacotta Pancake
der auf der Zunge zergeht.
Blinde Scheinwerfer
geben den Ton an.
Hinter den Kulissen wird geerntet
was das Zeug hält.
Ein Gast hat sein Gesicht
mit Verletzungen geschmückt
als Ausgleich für entgangene Heldentaten.

Warten auf Szenenwechsel
die Stunde der Freibeuter
und das Stichwort für die Abreise.
Der Beifall tobt sich aus
zum Abschied und zur Erinnerung
an ein unverhofftes Lächeln
und Freundlichkeit ohne Berechnung.

Copyright: Kabarett “SinnFlut”, Michael Kirmes-Seitz, Februar 2012

Auszug aus der Publikation “Wenn Eisenrössern Flügel wachsen”



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