New York City Marathon 2017 – Teil 1: Pre-Marathontage in New York

Der New York City Marathon ist ein außergewöhnliches internationales Ereignis. Menschen aus aller Welt reisen nach New York, um 42,195km bzw. 26,2 Meilen durch die 5 Stadtbezirke der Vorzeige-Metropole der westlichen Welt zu laufen. Im folgenden ersten Teil unseres Blogposts zum New York Marathon berichten wir von unseren Eindrücken vor dem New York Marathon.

Wir haben lange auf diesen Marathon hingefiebert. Mittlerweile haben wir schon diverse Marathons auf dem Buckel. Von den Major Marathons sind wir bereits den Berlin Marathon mehrfach gelaufen. Unsere Rennberichte von diesem Jahr, aus 2015 und 2014 kannst du hier nochmal nachlesen. Auch den Tokio Marathon können wir bereits als gelaufen verbuchen. Auch darüber haben wir ausführlich hier im Blog berichtet. Den größten Marathon der Welt waren wir allerdings noch nicht gelaufen.

New York als Stadt an sich ist schon etwas besonderes. So zumindest ist unsere ganz persönliche Empfindung. New York hat seine eigene Aura. Diese Stadt vibriert. 24/7. Und das lieben wir.

Der Prolog - Marathonmesse und eine außergewöhnliche Marathonaura

Am Freitag Vormittag erreichten wir Manhattan. Obwohl wir beide New York schon kennen, war es mal wieder ein Aha-Moment in diese Welt der Wokenkratzer, des geschäftlichen Treibens und der Interkulturalität einzutauchen. Auch wenn sich die Zeiten ein wenig geändert haben, verspricht diese Stadt immer noch unbegrenzte Möglichkeiten. Hier glaubt man immer noch an die Geschichte des Tellerwäschers, der zum Millionär wird.

Nachdem wir unser Hotel unmittelbar am Empire State Bulding bezogen hatten, führte uns unser erster Weg zur Marathonmesse. Die Abholung der Startunterlagen war schnell erledigt, da es einfach unfassbar viele Ausgabestellen gab. Hier musste wirklich keiner lange warten.

Normalerweise organisiert man sich die Anreise zu einem Marathonstart ja selber. Beim New York Marathon bewegt man sich jedoch in anderen Dimensionen. Bereits vor einigen Monaten mussten wir uns entscheiden, ob wir mit einem der offiziellen Busse oder mit der Fähre zum Marathonstart anreisen wollen. Eine eigene Anreise nach Staten Island ist vom Veranstalter aus logistischen und sicherlich auch aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen. Da wir unsere Startplätze auf unterschiedlichen Wegen bekommen hatten waren wir leider weder im selben Startblock einsortiert, noch war eine gleiche Anreise eingeplant.

Während sich der erster Teil von allein erledigte, da ein gemeinsamer Start ohne Probleme möglich ist, wenn sich alle Läufer*innen im am weitesten hinten liegenden Startblock einsortieren, war das Transportproblem schon gravierender. Jedoch wurden wir auch hier positiv durch die Support Crew überrascht. Ein Wechsel zu einer gemeinsamen Anreise war ohne Probleme möglich. Bereits 15 Minuten nach Betreten der Marathonmesse hatten wir die Startnummern in der Hand und unsere „Probleme" waren gelöst.

261 Fearless - die große Ikone Katherine Switzer

Von der Messe aus ging es dann für uns direkt weiter zum Adidas Store auf der Fifth Avenue. Denn hier stand eine Podiumsdiskussion mit Katherine Switzer an. Wie Du vielleicht bereits in unserem Blogbeitrag zum Berlin Marathon 2017 gelesen hast, sind wir begeistert vom Club 261 Fearless. Darum haben wir uns entschieden die Organisation in Zukunft stärker zu unterstützen. Wie, Warum und Wo wird derzeit noch fleissig geplant. Sobald alles in trockenen Tüchern ist, verraten wir es Dir natürlich auch hier in unserem Blog.

Die internationale Organisation 261 Fearless ermutigt Frauen zum Laufen. Katherine Switzer, die erste Frau, die offiziell einen Marathon gelaufen ist, ist die Schirmherrin von 261 Fearless und eine unglaubliche Inspiration. Mit mittlerweile 70 Jahren hat Katherine immer noch eine Fitness, von der die meisten jungen Menschen nur träumen können. Um es vorwegzunehmen: Katherine ist den New York Marathon ganz entspannt in 4:48 Stunden gelaufen.

New York City Marathon 2017 – Teil 1: Pre-Marathontage in New York

Bei dem 261 Fearless Event in New York wurde sehr deutlich, dass das Thema Frauen im Ausdauersport in den USA deutlich präsenter ist, als in Deutschland. Der Laden war bis oben hin voll und die Begeisterung der Menschen war mehr als zu spüren. Katherine Switzer ist in der amerikanischen Sportwelt eine Prominente. Im National Museum of American History in Washington, welches wir nach dem Marathon besucht haben, wird sie als eine der wichtigsten Personen für den amerikanischen Sport genannt.

Der Tag vor dem Marathon: Shakeout Run im Central Park

Auch wenn man am Tag vor dem Marathon großes Herumlaufen vermeiden sollte, haben wir uns an diese Faustregel in New York nicht gehalten. Denn wir wollten die Stadt weiter genießen und den Flair New Yorks aufsaugen. Müde Beine beim Start am nächsten Tag nahmen wir somit in Kauf.

Am Morgen fuhren wir mit der Subway zum Central Park. Unser letztes Läufchen vor dem Marathon wollten wir vor Ort des Zielbereichs absolvieren. Außerdem, wenn man schon mal in New York ist, ist es ja geradezu ein Muss im Central Park eine Laufrunde zu drehen.

Hier fand zur selben Zeit der USATF 5k Championship Run statt. Dies ist ein 5-Kilometerlauf, der sich aus dem traditionellen Friendshiprun, wie man ihn von großen Marathonveranstaltungen kennt, entwickelt hat. Bei den Major Marathons in Berlin und Tokio geht es beim Lauf am Tag vor dem Marathon darum, dass die Marathonläufer*innen sowie ihre Angehörigen aus aller Welt sich gemeinsam laufend auf den anstehenden Marathon einstimmen. In New York hat sich dieser Lauf zu einem eigenen, hochgradig besetztem 5-Kilometerlauf entwickelt. Hier gehen Profiläufer*innen an den Start, die nicht am nächsten Tag beim Marathon teilnehmen. Dies liegt wohl hauptsächlich daran, dass der Lauf hochdotiert ist und gleichzeitig die amerikanische Meisterschaft über 5km darstellt.

Den traditionellen Lauf bei dem Jedermann/Jedefrau startet, gibt es trotzdem auch. Diesen Dash-to-the-Finish-Line Lauf absolvierten dieses Jahr über 10.000 Läufer, trotz $50 Startgeld. Wir haben uns im Vorfeld allerdings dagegen entschieden, an diesem Lauf teilzunehmen. Wir wollten am Tag vorher etwas flexibler sein, da wir ja noch nicht wussten, ob wir unsere oben genannten Probleme gelöst bekommen, oder nach Alternativen suchen müssen.

So liefen wir unsere eigene kleine Runde durch den Central Park. Pünktlich zum Zieleinlauf der Pro-Athleten und Pro-Athletinnen trabten wir zum Zielbereich des 5km-Rennens. Die Stimmung auf den Tribünen war gigantisch und die Gänsehaut, die wir bei dem Gedanken an volle Tribünen am Folgetag beim Marathonzieleinlauf spürten, war schon fast gruselig. Eine nicht endende Schlange von Läufer(n)*innen begleitete uns während unserer lockeren Runde durch den Central Park. Auffällig war hier, dass viele Läufer*innen unterwegs waren, die sicherlich nicht am Folgetag beim Marathon an der Startlinie stehen würden. Wir hatten den Eindruck, dass viele Angehörige der Marathonis am Start waren. Eine schöne Idee für all die mitreisenden Supporter, um auch ein wenig das Feeling des aktiven Einlaufens ins Marathonziel mitzuerleben.

Da es für uns bei unserem Läufchen nur darum ging, ein wenig die Beine auszuschütteln, machten wir auch die ein oder andere Fotopause, aus der ein paar schöne Bilder entstanden sind.

Am frühen Samstag Abend sind wir dann nochmal zur Marathonmesse gegangen. Von da aus haben wir uns auf die Suche nach einem netten Italiener zum obligatorischen Carboloading gemacht. In einer Ecke von New York in die sich wohl nur wenige Touristen verlaufen, haben wir dann auch einen tollen Italiener gefunden und bei Pizza und Pasta konnten wir uns perfekt auf den Marathon einstimmen.

More to Come: Unser Racebericht

Wie bereits zu Beginn angekündigt, passen nicht all unsere Eindrücke in einen Blogpost. Im zweiten Teil unseres Berichts zum New York Marathon erfährst Du alles zum Marathontag selber: Die Anreise, der Vorstartbereich, der Marathonlauf an sich und der Ziel- und Afterracebereich. Dieser Blogpost ist nur ein Vorgeschmack zum eigentlichen Renntag. Wir haben vieles erlebt: Eine Busfahrt zum Startbereich zu einer Zeit, wo New York tatsächlich noch schlief, eine schier unendliche Warterei mit Kaffee, Bagels, Powerbars und Co, ein absolut eindrucksvolles Rennen mit Dauerlächeln, unerwartetem Zuschauersupport, Schmerz und einem gemeinsamen Happy End und sehr viel Stau nach dem Rennen. Du darfst also gespannt auf Teil 2 unseres Blogbeitrags zum New York Marathon 2017 sein!


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