Neverdead – Review

Der Announcement-Trailer zu Konami’s Action Spiel Neverdead zeigte viel Potential, dass der Titel mit seinem unikatem Spielprinzip, nahezu unsterblich zu sein, frischen Wind in die scheinbar triste Spiele-Szene zu bringen und eine spaßige Alternative neben den ganzen “0815-Spielen” darstellen könnte.

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Neverdead – Story

Die Story ist schnell erklärt, allzu anspruchsvoll ist diese nämlich nicht. Ihr spielt den unsterblichen Dämonentöter Bryce, der sich mit gelegentlichen Jobs bei einer Art Geheimdienst durch schlägt. Bei diesen Jobs handelt es sich um die Vernichtung von Dämonen. An seiner Seite befindet sich die allzu sterbliche Arcadia, die Bryce immer wieder zum disziplinierten “Arbeiten” zwingen muss, da dieser sich nicht wirklich um seine Mitmenschen oder Zivilisten schert. Interessanter als die Story sind jedoch die Dialoge der beiden, die parallel zum Spielgeschehen ablaufen. Diese sind mit schwarzem Humor bestückt und verursachen das ein oder andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht.

NeverDead-Screen

 

Neverdead – Gameplay

In Neverdead spielt ihr aus der 3rd Person Sicht und metzelt mit zwei Schusswaffen oder mit einer Butterfly-Klinge durch Massen von Dämonen. Das Gameplay zeichnet sich wie der Name schon vermuten lässt, dadurch aus das ihr unsterblich seid. Eine Anzeige, die euch bewusst macht wie nah ihr dem virtuellem Sterben seid, werdet ihr anders als bei den meisten Spielen bei Neverdead nicht finden. Wenn der Held Schaden nimmt, stirbt er nicht sondern verliert seine Gliedmaßen oder gleich alles außer den Kopf. Aufgenommen werden die verlorenen Körperteile durch das darüber Rollen oder durch eine kurze Regeneration. Ganz unsterblich ist Protagonist Bryce jedoch nicht. Der Game-Over Bildschirm erscheint dann, wenn Bryce einen Schuss in den Kopf bekommt oder dieser schlichtweg von einem Dämonen verschlungen wird. Da eure Partnerin Arcadia nicht unsterblich ist, müsst ihr diese beschützen, das stellt aber keine wirklich Aufgabe da, weil sich die Gegner meist auf euch konzentrieren und wenn Arcadia wirklich mal dem Tode nahe auf dem Boden liegt, wird sie durch einmaliges Drücken auf einen Knopf eures Gamepads wieder topfit und schießt munter weiter. Das Auslöschen der Gegner ist zu Anfang spaßig, wird aber leider aufgrund weniger Gegnertypen und einem einfach gestricktem Kampfsystem nach kurzer Zeit langweilig und monoton. Zudem werden die Schießeinlagen durch zerstörbare Nester, die unaufhörlich Dämon ausspucken, unnötig in die Länge gezogen. Abwechslung bieten hier die Geschicklichkeitspassagen, in denen ihr z.B. als rollender Kopf Gebiete erreichen müsst um Türen zu öffnen, damit ihr eure Mitstreiterin nicht alleine gelassen wird. Erfahrungspunkte die man durch das Töten von Dämonen und einsammeln von roten XP-Sammlerstücken bekommt, kann man gegen Fähigkeiten, wie höherer Schaden von Kugeln eintauschen. Die Areale in denen sich das Helden-Duo umher treibt sind linear aufgebaut und ähneln sich im Aufbau einander häufig. Schön ist aber, dass die Umgebung zum Größtenteils zerstörbar ist, wodurch man seine Gegner auch mal mit runter fallenden Statuen oder ähnlichem zerquetschen kann. Ein weiterer Grund zum Aufregen ist oft die Kamera die träge wirkt und nicht selten in den unpassendsten Situationen schlecht ausgelegt ist.

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Neverdead – Grafik & Musik

Grafisch ist das Spiel nett mehr aber auch nicht, wobei die wenigen Zwichensequenzen sehr schön an zu sehen sind. Das Design der Gegner ist wohl am besten als skuril zu beschreiben. Da gibt es Hundeartige Wesen mit riesen Mäulern oder auch vierbeinige Monster mit Sicheln als Kopf, die alle danach Lüsten euch in den Tod zu schicken. Ruhige und langsame elektronische Beats wechseln sich mit schneller Gitarrenmusik während den Kämpfen ab die gut zur hektischen Atmosphäre passt.

neverdead

Fazit:

Aus dem vorhandenen Potential machte Entwickler Rebellion Developments leider weniger als es möglich gewesen wäre. Die relativ kurze Spielzeit wird durch zu große Gegnermassen, monotone Kampfeinlagen und wenigen Gegnertypen oft unnatürlich in die Länge gezogen. Sympathisch wird das Spiel allerdings durch seine beiden Hauptcharaktere. Der Humor der Dialoge, kam wirklich gut bei mir an und Humor in Spielen ist ja so eine Sache für sich. Spieler die dieser Art trashigen schwarzen Humor nicht abgeneigt sind, werden ihren Spaß mit den beiden haben. Trotz der unübersehbaren Mängel ist Neverdead allerdings kein kompletter Flop, da es kurzfristig schon Spaß macht sich durch durchgeknallt designte Dämonen zu fräsen und einen mit blauem Blut behafteten Pfad der Zerstörung hinter sich zu lassen und Spaß ist bei Spielen schließlich die Hauptsache. Sei er auch nur kurzweilig.

 

Weitere News über NeverDead findet ihr hier.


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