Neulich im Supermarkt: Die Erdbeere

Neues aus den Dilemmata der bewussten Konsumentin.

“Da steh ich nun ich arme Thorin und bin so klug als wie zuvor”. So habe ich mich gestern im Supermarkt gefühlt, als ich vor der Obsttheke stand. Erfreut habe ich zunächst festgestellt, dass es nun auch endlich Erdbeeren aus Deutschland und nicht mehr nur Früherdbeeren aus Spanien gibt. Diese kaufe ich nicht, seitdem es da diesen WWF-Skandal gab, dass die Erdbeeren unter fürchterlichen Arbeitsbedingungen und mit superschlechten Einflüssen auf die Umwelt angebaut werden. Ungesund sollten sie auch noch sein…

Neulich im Supermarkt: Die ErdbeereNun gab es gestern allerdings sowohl Bio-Erdbeeren aus Italien und die besagten (Nicht-Bio-)Erdbeeren aus Bruchsal in Deutschland. Was mache ich als bewusste Konsumentin? Ich muss zugeben, selbst mir als Mensch, der sich viel mit den Untiefen der Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt, ist das in diesem Fall nicht klar. Nehme ich die regionale Alternative, mit dem Vorteil, dass weniger CO2 beim Transport anfällt, oder die Bio-Alternative, bei der ich sicher sein kann, dass die Böden nicht mit Pestiziden belastet werden und dadurch auch wieder CO2 eingespart wird? Und dann das Plastik: Beide Erdbeeren stehen dort in einer Plastikschale. Aber während die deutsche Regional-Erdbeere ohne weitere Verpackung auskommt, braucht die Bio-Erdbeere noch eine zusätzliche Plastiktüten-Verpackung…

Ich habe mich für die “Regio-Erdbeere” entschieden. Zwar nicht bio, aber weniger Transport und Plastik. Ist das nun “Bio-Sein 2.0″? Was würdet ihr machen?

Herzlich, Eure Katha

ps: Lecker sahen beide aus. Also das Geschmacksargument kann man hier nicht zücken.


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