Neues aus Guttenberg – Abi futsch

Neues aus Guttenberg – Abi futschUnser Freier, Verzeihung, Freuherr, nein Freiherr von und zu Guttenberg ist nach seinem Doktortitel nun wohl auch noch sein Abi los. Grund, der unadelige, sorry, untadelige Adelsspross hat abgeschrieben. Wie immer in seinem Leben stand auch diesmal ein windiger Deal dahinter. Tatort, das Ignaz-Günther-Gymnasium im tiefbayerischen Rosenheim, Leistungskurs Geschichte.

Der Gutti, gar nicht doof, musste während der Abiprüfung dringend mal für kleine Astronauten und ließ sich dann vom Waschraum aus per Walky Talky von einem Kommilitonen coachen, der mit dem zweiten Gerät in der städtischen Bücherei saß. Henning Voßkuhl, ein ehemaliger Mitschüler, will dies zumindest genau gesehen und gehört haben. Um auf Nummer Sicher zu gehen, versicherte sich der umtriebige Abiturient zudem der Schützenhilfe seiner Mitschülerin Veronika Pfannleitner (heute Lotze). Sie sollte ihn abschreiben lassen, er würde ihr im Gegenzug ihre weitere Ausbildung finanzieren. Hier ihr Statement, ins Deutsche übersetzt: „Zuerst wollte ich ja nicht, denn wenn das aufgeflogen wäre, hätte auch ich in der Bredouille gesessen. Aber der Karl Theodor hatte mir versprochen, dass er mir meine Ausbildung an der Landfrauenschule finanziert wenn ich ihn abschreiben lasse und da habe ich mich eben dazu bereitgefunden. Und danach, meinen Sie, der hätte sein Wort gehalten? Nichts davon, ausgelacht hat er mich der .“

Der Rest ist schnell gesagt. Beim Vergleich der beiden Abitursarbeiten fielen dann die üblichen Plagiatsstellen auf, auf denen wortgleich der Text der geprellten Mitschülerin übernommen worden war. Herbert Pirkl, der Rektor des Gymnasiums, gibt sich empört. Es bestände überhaupt kein Zweifel daran, dass hier Handlungsbedarf bestände. Sollte der Lügenbaron sich sein Abitur erschwindelt haben, müsse es ihm entzogen werden. Da sprächen die “Richtlinien eine klare Sprache.“ Nun, der Papi wird’s schon richten.

Soviel zu einem ehemaligen Vorzeigepolitiker, Publikumsliebling, der mitsamt seiner Familie nach Amiland umsiedeln musste, um weiteren Peinlichkeiten zu entgehen. Da mag es auch nicht verwundern, dass der adelige Replikator heute an der Spitze des US- Think Tanks “Center for Strategic and International Studies“ (CSIS, dt.: Zentrum für internationale und strategische Studien) seine Karrierestudien fortsetzt.

Langsam fragt man sich, gibt es diesen Mann überhaupt, oder ist er eine Halluzination?

Quellennachweis und weiterführende Links:



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