Networking leicht gemacht

Natürlich sind Jobportale bei der Stellensuche sehr hilfreich, doch die meisten Stellen werden durch und dank «Vitamin B» vergeben. Leute aus verschiedenen Arbeitsbereichen zu kennen und interessante Kontakte zu pflegen, kann Sie nicht nur im Berufsleben voranbringen, sondern erweitert auch Ihren Horizont. Manchen fällt es schwer, bei Events solche Bekanntschaften zu machen, doch mit ein paar simplen Strategien schaffen es auch die introvertiertesten von uns, nützliche Kontakte zu knüpfen.

1. Niemand ist unwichtig

Wenn Sie sich auf eine Networking-Gelegenheit wie eine Eröffnung oder ein anderes Event vorbereiten, indem Sie sich überlegen, wen Sie gezielt ansprechen möchten, kann das ein guter Anfang sein. Es ist hilfreich zu wissen, welche Unternehmen vertreten sein werden und sich über die Neuigkeiten in der Branche zu informieren. Vermeiden Sie es aber, gezielt CEOs oder sonstige Vertreter der Firmen anzusprechen, wenn Sie diesen unbekannt sind. Vor allem wenn Sie noch ein Networking-Küken sind, kann das zu unangenehmen Situationen führen. Verhalten Sie sich natürlich und sprechen Sie die Leute an, die Ihnen einfach sympathisch erscheinen. Es ist besser, Sie lernen den Untergeordneten eines wichtigen CEOs kennen, als dass Sie sich unbeholfen und scheinbar ohne guten Grund oder Einladung dem CEO selbst vorstellen. Sie haben bessere Chancen auf eine reibungslose Kontaktaufnahme mit dem CEO, wenn dessen Untergeordneter Sie diesem vorstellt, denn so baut sich zwischen Ihnen ein Vertrauensverhältnis auf.

Für ein effizientes Netzwerken würde ich Ihnen aber raten, den Rang der Personen auszublenden. Lassen Sie von der Idee los, dass die Qualität Ihres Netzwerks von der Stelle derer, die Sie kennen, abhängt. Authentische Bekanntschaften mit KMU-Angestellten und eher rangniedrigeren Personen werden Ihnen viel länger bleiben, als eine kurze Begegnung mit einem „hohen Tier“. Sie können nie wissen, wem Sie behilflich sein können und wer einmal zufällig an Sie denkt, wenn eine Stelle unbesetzt ist. Verwerfen Sie die Einstellung, dass Sie jetzt Ihren neuen Chef treffen werden und suchen Sie sich lieber Bekanntschaften mit Menschen, mit denen Sie gerne zusammenarbeiten würden.

2. Der frühe Vogel fängt den Wurm

Schon während des Studiums oder sogar noch früher können Sie interessante Menschen kennenlernen und sich mit ihnen anfreunden. Achten Sie darauf, wer aus Ihrer Kollegengruppe am motiviertesten ist und am meisten Engagement zeigt. Oft erkennt man schon in der Schule, wer zielorientiert vorgeht und womöglich ein interessanter Kontakt sein könnte. Sie müssen auch nicht beste Freunde werden, aber sich hin und wieder mal zu melden, kann Ihnen nicht schaden.

3. Fragen als Gesprächseinstieg

Meine persönliche Taktik, wenn es darum geht, eine fremde Person anzusprechen, ist es, ihr eine Frage zu stellen. Um mir eine Frage auszudenken reicht ein Blick. Hält die Person etwas in der Hand, so kann ich fragen, woher sie dieses Objekt hat und wo ich es mir auch holen kann. Trägt sie einen Pin oder ein T-Shirt mit einem Slogan drauf, dann frage ich, was genau sie mit dieser Aussage verbindet und ob sie sich für etwas einsetzt. Hat die Person zum Beispiel eine ausgefallene Frisur, dann kann ich ihr ein Kompliment machen und fragen, wie sie auf diese spezielle Idee gekommen ist, oder ich mache die Bemerkung, dass ich selbst kaum etwas mit meinen Haaren anfangen kann. Sobald ich die Antwort gehört habe, sehe ich an der Mimik und Gestik der Person, ob sie mit mir sprechen will oder am liebsten in Ruhe gelassen werden möchte. Wenn Letzteres der Fall ist, dann höre ich mir die Antwort an, nicke zustimmend, lächle, sage vielleicht «Danke» oder zucke mit den Schultern und wünsche ihr noch einen schönen Abend und viel Spass. Wenn die Person offen reagiert, gehe ich auf ihre Antwort ein und erzähle, was ich zu diesem Thema meine. Nach ein paar Minuten stelle ich mich vor und strecke ihr meine Hand hin – et voilà, ich habe eine Bekanntschaft gemacht. Dies bringt uns weiter zum nächsten Punkt…

4. Zwei Köpfe sind besser als einer

So ein grosser Event kann einschüchtern, aber wenn Sie einen Kollegen dabeihaben, sieht es gleich viel einladender aus. Zu zweit können Sie «wingman» spielen und einander Ihren Bekannten vorstellen. Am besten nehmen Sie also einen Arbeitskollegen mit, der viele Leute kennt oder in der gleichen Branche wie Sie tätig ist. Achten Sie darauf, nicht zu sehr am Kollegen zu kleben. Der Kollege verschafft Ihnen zwar einen reibungslosen Zugang zu einer neuen Bekanntschaft, doch das Gespräch mit der jeweiligen Person müssen Sie selbst führen.

5. Kein Pardon

Wollen wir uns nicht immer aus Höflichkeit für nichts entschuldigen? Dies lassen Sie am besten sein, denn Sie wollen einen selbstbewussten Auftritt haben. Bitten Sie nicht um Entschuldigung, wenn Sie jemanden ansprechen – legen Sie einfach los!

6. Persönlich werden

Das Ziel des Networkings ist es, eine authentische Kollegenschaft zu machen und das heisst, dass jegliche Künstlichkeit vermieden werden soll. Interessieren Sie sich aufrichtig für die Arbeit ihres neuen Kontaktes. Fragen Sie nach, wie sich die neuen Mitarbeiter eingelebt haben oder ob das neue Produkt bei der Kundschaft gut angekommen ist. Mit banalen Fragen wie «Wie geht es?» kommen Sie eher uninteressiert und unpersönlich an. Wenn Ihnen nichts einfällt, können Sie auch auf allgemeinere Themen wie die Einführung von Google for Jobs oder sonstige relevante Neuigkeiten ausweichen. Formulieren Sie Ihre Fragen aber unbedingt mit einer persönlichen Note und auf den Gesprächspartner zugeschnitten.

7. Kann ich Ihnen helfen?

Das Wichtigste für ein erfolgreiches Networking ist die richtige Einstellung, nämlich «Wie kann ich wem helfen?». Überlegen Sie sich, welche Fähigkeiten oder welches Wissen Sie haben. Haben Sie einen Traum oder ein Projekt, für welches Sie noch Verstärkung brauchen? Erzählen Sie davon! Erwähnen Sie nebenbei, wo Ihre Stärken liegen oder wofür Sie sich gerade einsetzen oder interessieren und bieten Sie Ihre Hilfe an. Wenn Ihr Gesprächspartner zum Beispiel von seinem Projekt erzählt, überlegen Sie, wen Sie noch kennen, der sich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt. Bringen Sie dann diese Personen in Kontakt. Dies können Sie zum Beispiel per Mail eine Woche nach dem Event machen.

8. Keep in Touch

Das Event ist vorbei und jetzt kommt es drauf an, ob es sich auch gelohnt hat.

Das Prinzip des Networkings ist nämlich, dass Ihre Bekannten sich genauso für Sie interessieren und gerne mit Ihnen arbeiten möchten, wie Sie mit ihnen. Am besten schreiben Sie jetzt die Mails, die Sie versprochen haben. Wenn Sie nichts versprochen haben, können Sie den Link zu einem Artikel schicken mit den Worten «Weisst du noch, wie wir beim Event XY besprochen haben? Dieser Artikel hat mich gleich daran erinnert.» Oder laden Sie jemanden zu einer Runde Tennis ein oder fragen Sie, ob jemand Zeit für einen Kaffee hat, denn zufällig sind Sie gerade in der Gegend…


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