NATO – Blamage in Bengasi

NATO – Blamage in BengasiEs ist kaum zu glauben, was derzeit im Netz vor sich geht. Die Rebellen in Bengasi geraten zusehends in die Defensive, der dortige Regierungssitz wurde gestürmt und die Mainstreampresse hüllt sich in absolutes Schweigen. Ebenso das Netz. Es tauchen so gut wie gar keine Fundstücke auf, die belegen, was derzeit tatsächlich in Libyen geschieht. Dort scheint sich das Blatt derzeit endgültig zu Gunsten Gaddafis zu wenden.

Mit der Ermordung von Rebellengeneral Abdel Fatah Younis durch Futterneider in seinen eigenen Reihen, scheint das Schicksal der Rebellen vorerst besiegelt. So berichtet Lizzie Phelan aus Tripolis:

  • Bestätigt: Der größte Volksstamm in Libyen, die Warfalla (Pro-Gaddafi) marschieren nach Bengasi. Libysche bewaffnete Kräfte berichten in Bengasi zu sein. Es gibt auch Berichte, dass der TNC selber Al Kaida anwies Younis zu töten. Deshalb haben sein Sohn und sein Stamm ihre Treue zu Gaddafi bekundet. Die grüne Fahne soll wieder gehisst sein über den Kasernen von Bengasi. Heute große Feier in Tripolis.

und weiter:

  • Alles fällt auseinander. Rebellen bestätigen, dass Younes von Islamisten getötet wurde. Der Rebellenrat NTC ist aus Benghazi geflohen und die Kommunikation in der Stadt ist gekappt. Die NATO-Anhänger bringen sich angeblich gegenseitig um. Letzte Nacht soll es bereits Feiern in Tripolis gegeben haben.“ Quelle: Hinter der Fichte

Der österreichische Krisenreporter Karl Wendl beschreibt die Situation wie folgt:

  • „Als ich vor drei Wochen zum ersten Mal im Kampfgebiet war, lag die Frontlinie bei Ras Lanuf, Kilometer vor Sirte. Ich wohnte im Hotel ‘Ras Lanuf’, in Frontnähe – kein Internet, kein Telefon, sonst ging alles. Inzwischen zog die Front zweimal über das Hotel hinweg – keine Fenster mehr, die Zimmer sind noch bewohnbar. Als ich gestern wieder ins ‘Ras Lanuf’ wollte, kam mir der Journalisten-Treck entgegen. Rückzug. Flucht.“

Was also tut sich da in Libyen? Das Rebellenheer beherbergt einige tausend ebenso enthusiastische wie auch grausamen Kämpfer. Denen gegenüber stehen mehrere Millionen Gaddafi treuer, libyscher Zivilisten, die seit den Angriffen auf den Mittelmeerstaat allesamt unter Waffen stehen. Sie sind fest entschlossen, ihr Land und ihre Bodenschätze gegen die Rebellen und Marionetten westlicher Konzerne zu verteidigen und sei es mit ihrem Leben. Die Libyer als das reichste Volk Afrikas verehren Gaddafi und denken nicht daran, ihren Wohlstand an Ölmagnaten und Spekulanten abzutreten. Hinzu kommen die Soldaten der libyschen Armee, die zur Unterdrückung des eigenen Volkes von westlichen Diensten bestens ausgebildet wurden und sich nun stattdessen auf Seiten der libyschen Zivilbevölkerung schlagen. Entscheidend für ihren Erfolg war ein Strategiewechsel im Umgang mit den Natotruppen.

Saadi al Gaddafi, einer der Söhne Gaddafis, hatte als Führer der Regierungstruppen die Taktik geändert. Er war es, der die schweren Infanterie- und Panzerverbände gegen kleine, zivil gekleidete Kommandos ausgetauscht hatte. Während die Panzer und Panzerwagen den alliierten Kampjets ein leichtes Ziel boten, sind die kleinen, wendigen und äußerst schlagkräftigen Regierungstrupps aus der Luft nicht länger von den Rebellen zu unterscheiden. Dementsprechend können die westlichen Aggressoren den Rebellen nicht länger den Weg freibomben ohne dabei auch diese zu töten, wie bereits mehrfach geschehen. Zudem sind die Rebellen militärisch nicht ausgebildet und unterliegen keiner klaren Befehlshierarchie. Jeder tut, was er gerade für richtig hält. Gegen die gut koordinierten Angriffe der Gaddafigetreuen sind sie daher chancenlos, egal wieviele Bomben westliche Truppen dort abladen. Dies ist der Grund, aus dem gerade eine Stadt nach der anderen an Gaddafi zurückfällt.

Gemessen an der Ausrüstung als auch der Truppenstärke stecken Gaddafis Kämpfer die Rebellen ungefähr zehn mal in die Tasche, so US-Generalstabschef Mike Mullen am Donnerstag vor dem Streitkräfte-Ausschuss des Abgeordnetenhauses. Die wichtigste Unterstützung jedoch erhalten sie von den Stämmen Libyens. Und dies steht in direktem Zusammenhang mit der Ermordung von General Younis. Der zu den Rebellen übergelaufene, ehemalige libysche Innenminister Younis war auf Befehl des ehemaligen libyschen Justizministers und heutigen Rebellenchefs Mustafa Adul Jalil unter Arrest gestellt worden. Wie es heißt, wurde er mit zwei Begleitern zu einer Anhörung nach Bengasi gebracht. In einem der Vororte der Rebellenhochburg wurden er und seine beiden Begleiter, ein Oberstleutnant und ein Oberst, entkleidet, gefoltert, ermordet und verscharrt. Der Auftrag hierzu stammte offenbar von dem CIA nahen Exil-Libyer und Rebellenanführer Khalifa Hifter, der einen Sündenbock benötigte für den gründlich misslungenen Nato- Angriff auf Brega.

Der Schuss ging nach hinten los. Bei der Begräbniszeremonie brach der Sohn des toten General Younis, Ashraf, weinend und schreiend zusammen, als der Leichnam in den Boden gesenkt wurde und – eine überraschende und riskante Sache in einer Stadt, die als erste Gaddafis Herrschaft vor fast sechs Monaten abstreifte – flehte hysterisch um die Rückkehr des libyschen Staatschefs, um Stabilität zu bringen.

Younis war Mitglied des mächtigsten und einflussreichsten Stammes von Libyen, dem Stamm der Warfalla. Seit seiner Ermordung in Bengasi ist deren Anführer Sheik Ali ernsthaft verägert. Hatte er sich zuvor von Gaddafi abgewandt, so kämpft er nun zugleich als Kopf sämtlicher anderer libyscher Stämme gegen Al Quaida und die Rebellen in Bengasi.

So haben die Stämme der Warfalla, der Awagier, der Obeidi und der Sabedat inzwischen den Flughafen von Bengasi als auch den Hafen unter ihre Kontrolle gebracht, um zu verhindern, dass die für zahllose Massaker verantwortlichen Nato- und CIA-Agenten sich gen Westen absetzen. Viele von ihnen wurden bereits verhaftet, weitere fliehen auf dem Landweg in Richtung Ägypten. Dazu mussten sie erst einmal an den Stämmen der Aldzhuazi und der Ababeydat vorbei gelangen, die nahe des bengasischen Hotels Tebesti ihrerseits die Rebellen in Bedrängnis bringen. Neben zahlreichen Rebellen wurden auch viele französische Söldner festgenommen, die Stadt Ajdibia wurde befreit genauso wie das Krankenhaus, die Militär-Akademie und der Flughafen von Misrata. 190 Rebellen sollen dabei laut Reuters ihr Leben verloren haben.

Der NATO scheint dies alles ausgesprochen peinlich zu sein. Sogar die TV- Anlagen in Tripolis ließ sie durch weitere Bombardements zerstören, damit nur ja niemand erfährt, dass sie gerade im Begriff sind, richtig schwer den Hintern voll zu bekommen. Auch unsere Konzernmedien scheinen unter Schock zu stehen und schweigen sich aus, solange sie nicht, wie sonst üblich, das Gegenteil von dem verbreiten, was wahr ist. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich das jüngste aller völkerrechtlichen Verbrechen endlich seinem Ende nährt und die NATO- Staaten ihre aggressive Rolle als vermeintliche Weltpolizei ein für alle mal an den Nagel hängen müssen.



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