Nahrungsergänzungsmittel: Können sie auch gegen Stress helfen?

Manchmal scheint es fast so, als gäbe es für jedes körperliche Leiden ein passendes Nahrungsergänzungsmittel: Müdigkeit, Verspannungen, Kopfschmerzen und sogar Stress sollen sich durch die kontrollierte Einnahme von bestimmten Stoffen bekämpfen lassen. Aber klappt das wirklich?

So wirken Nahrungsergänzungsmittel

In vielen Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel eine durchaus sinnvolle Erweiterung der täglichen Ernährung. Viele Menschen ernähren sich nicht ausgewogen. Das heißt: Das, was sie täglich essen, setzt sich nicht im empfohlenen Maßen aus den vom Körper benötigten Nährstoffen wie Mineralstoffen, Spurenelemente, Vitaminen etc. zusammen. Insbesondere der Zeitmangel vieler Menschen ist ein Grund dafür: Sie wollen vor allem schnell essen und greifen dabei auf fertig zubereitete oder verarbeitete Nahrung zurück. Darin fehlen aber wichtige benötigte Nährstoffe.

Stress kann in diesem Sinne wie ein Multiplikator wirken. Einerseits sorgt konstanter Stress für einen veränderten Nährstoffhaushalt - gestresste Menschen sollten etwa in besonderem Maße auf ihre Vitaminzufuhr achten - andererseits ist Stress auch oft der Grund für die mangelhafte Ernährung. In so einem Fall können hochwertige Nahrungsergänzungsmittel effektiv gegen Stress helfen. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente unterstützden den Körper, mit dem Stress umzugehen.

Bei richtiger Anwendung bleiben klassische Stresssymptomatiken wie etwa Kopfschmerzen, Antriebslosigkeit und Gereiztheit dann aus. Die Zufuhr der dringend benötigten Nährstoffe ist vor allem dann eine empfehlenswerte Option, wenn die Betroffenen keine Möglichkeit haben, ihre Ernährung langfristig umzustellen.

Was hilft gegen Stress?

Um herauszufinden, welche und wie viele Nährstoffe der Körper bei akuter Stressbelastung braucht, muss man verstehen, wie Stress entsteht: Bei Stress bildet unser Körper größere Mengen des auch als „Stresshormon" bekannten Stoffes Cortisol. Dieser Stoff reguliert viele Prozesse, unter anderem kann er den gesamten Energiestoffwechsel des Körpers beeinflussen. Der „Stressmodus" unseres Körpers erlaubt es uns, längere Zeit ohne Essen zurechtzukommen oder wach und aktiv zu bleiben, auch wenn wir beispielsweise unter Schlafmangel leiden.

Zum Problem wird das, wenn der Stressmodus ein Dauerzustand ist. Dann verbrennt der Körper über lange Strecken viel mehr Nährstoffe, als wir ihm zuführen können - früher oder später drohen Schlappheit, Müdigkeit, Depressionen oder ebenso ernsthafte körperliche Beschwerden. Die kontrollierte Zufuhr von Nährstoffen kann helfen, diesen Kreislauf zu harmonisieren. So können Nahrungsergänzungsmittel, die speziell gegen Stress helfen, tatsächliche eine sinnvolle Gegenmaßnahme darstellen, denn sie zögern den Zeitpunkt des definitiven Ausbrennens ein Stück hinaus.

Generell sollte das aber nicht zum Anlass genommen werden, den Dauerstresszustand aufrechtzuerhalten, denn dieser kann auch langfristige Folgen wie etwa Diabetes oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems zur Folge haben. Wer jedoch, wie die meisten Menschen, nur hin und wieder mal ein paar stressige Tage oder Wochen bewältigen muss, in denen zudem kaum Zeit für eine ausgewogene Ernährung bleibt, für den sind Nahrungsergänzungsmittel, die gegen Stress helfen, eine optimale Wahl.