Nächster Halt: Fruitvale Station

Erstellt am 30. April 2014 von Ziemlichbestefilmkritiken
30. April 2014  |   Verfasst von Michael

Habt ihr schon mal was von diesem Film gehört? Wahrscheinlich so wenig wie ich und wenn doch, dann kennt ihr euch in der Filmszene eher gut aus. Klar, Nächster Halt: Fruitvale Station hat den ein oder anderen Preis abgesahnt und wurde durch den bekannten Schauspieler Forest Whitaker unterstützt, aber trotzdem wird der Film hierzulande wohl kaum eine große Rolle spielen. Das wiederum ist sehr schade, da es sich um eine wahre Begebenheit handelt und das Thema ziemlich brisant ist. Nichtsdestotrotz habe ich mir den Film angeschaut und war, so viel kann ich schon jetzt verraten, begeistert.

Inhalt:

Oscar Grant (Michael B. Jordan) ist ein verurteilter Drogen- und Waffenbesitzer, der erst vor kurzem aus der Haft entlassen wurde. Er muss wieder von ganz vorne anfangen, auch wenn das mit seiner Vergangenheit einfacher gesagt als getan ist. Dennoch nimmt er sich am Silvestermorgen 2008 vor, ein besserer Sohn, Mann und Vater zu werden und sich von Grund auf zu ändern. Doch am Neuhjahrstag werden die Pläne schon wieder über den Haufen geworfen, da er in eine Schlägerei an der Fruitvale Station gerät, in welche sich auch die Polizei einmischt…

Fazit:

Es ist nicht das erste Mal, dass ich in einer Kritik darüber spreche, wie sehr ich Filme über wahre Begebenheiten mag. Doch dieses Mal ist es ein wenig anders. Hier kann ich einfach nichts von “mögen” schreiben, denn das wäre der falsche Ausdruck an der falscher Stelle. Nächster Halt: Fruitvale Station ist nämlich die Geschichte über einen Mann, der rassistischen Polizisten über den Weg läuft und mit diesen in Konflikt gerät.

Mich hat nicht nur die Geschichte sehr interessiert, sondern auch der Trailer direkt angesprochen. Nicht nur dass die Geschichte traurig ist, sondern auch dass der Film diese Stimmung und dieses Gefühl dem Zuschauer so gut vermittelt, ist schon einzigartig. Kennt ihr das? Die erste Szene verrät im Prinzip schon das Ende, doch glauben will man es nicht. Im Prinzip habe ich mich den ganzen Film über erwischt, wie ich die Dinge hinterfragt habe, die Oscar tut und getan hat, nur um herauszufinden, ob das Geschehene hätte verhindert werden können. Zudem leidet man nicht nur mit ihm, sondern auch mit seiner Freundin Sophina (Melonie Diaz), die in der Nacht ebenfalls bei Oscar ist.

Ich will jetzt aber nicht viel mehr schreiben, da ich euch sonst vielleicht zu große Hoffnungen mache, oder euch in eine Richtung lenke. Ich denke das sollte nicht passieren, denn den Film muss man möglichst ohne jede Vorahnung betrachten. Ich für meinen Teil habe aber ein nahezu perfekten Film gesehen, der es auch endlich mal schafft, nicht sensationsgeil zu wirken und sich dadurch unnötig in die Länge zieht. Vielmehr ist Nächster Halt: Fruitvale Station ein 85 minütiges Erlebnis, dass man auf jeden Fall gesehen haben muss, nur um sich mal wieder vor Augen zu führen, dass Rassismus auch heute noch im Alltag auftreten kann.

Michaels Wertung zu Nächster Halt: Fruitvale Station:


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