Nachrichten vom 22. März 2012

Erstellt am 22. März 2012 von Goteborgtown
Schweden - Politik
Während es in Schweden bisher üblich war, dass der Vorsitzende einer Partei, der von seinem Amt zurücktritt, auch seinen Platz im Parlament aufgibt, zeigt Håkan Juholt, dass dies für ihn nicht in Frage kommt. Nach seinen Aussagen wurde er von den Region Kalmar als Repräsentant gewählt und wird dieses Amt auch bis zum letzten Tag ausüben. Auch seinen Monatslohn in Höhe von 144.000 Kronen, also 29.000 Kronen mehr als sein Nachfolger Stefan Löfven, finden der Sozialdemokrat für angemessen.
Schweden - Politik/Recht
Obwohl die schwedische Regierung eben erst einen Vorschlag über die Verschärfung des Waffengesetzes vorlegte, ist die Justizministerin Beatrice Ask bereits dabei einen weitergehenden Vorschlag auszuarbeiten. Sie will, unter anderem, auch den Waffenhandel mehr einschränken, selbst wenn dies im Widerspruch zur allgemeinen Politik der Regierung steht, die selbst Waffenlieferungen an Diktaturen, die Massenmord begehen, befürwortet.
Schweden - Politik/Recht
Wie zu erwarten, wurde gestern vom Parlament das Gesetz zur Datenspeicherung mit breiter Mehrheit befürwortet. Die Entscheidung wird allerdings von vielen Seiten kritisiert, da die Polizei sechs Monate Speicherzeit für zu gering hält und die Gegner darauf hinweisen, dass schon heute einige schwedische Provider ihren Geschäftskunden einen nicht verfolgbaren Anschluss anbieten und Mobiltelefone auch in anderen Ländern gekauft werden können um die Feststellung des Anwenders zu verhindern.
Schweden - Ausbildung
Der schwedische Kultusminister Jan Björklund möchte in Zukunft private Elitehochschulen für die Lehrerausbildung in Schweden zulassen und damit die Lehrerschicht in unterschiedliche Klassen einteilen, was der Gewerkschaftsverband auf das Äußerste kritisiert, da gegenwärtig die bestehenden Ausbildungsplätze an den Hochschulen schon nicht besetzt werden können. Nach den Gewerkschaften müssen Lehrer besser bezahlt werden, damit die Ausbildung wieder interessant wird und nicht die Gruppe der Lehrer unterschiedlich ausgebildet werden.
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