Nachrichten vom 14. Februar 2014

Erstellt am 14. Februar 2014 von Goteborgtown

Schweden - Ausbildung
Der Vorsitzende der Sozialdemokraten Schwedens, Stefan Löfven, verspricht bei einem Wahlgewinn den Lehrern des Landes eine „Kompetenzversicherung“ zu bieten, die nach ersten Schätzungen Kosten in Höhe von 400 Millionen Kronen pro Jahr verursachen wird. Alle Lehrer sollen nach dieser Idee die nötige Fort- und Weiterbildung erhalten um den bestmöglichen Unterricht bieten zu können. Wie diese Kompetenzversicherung aussehen soll und welche Möglichkeiten den Lehrern geboten werden, will Löfven mit den Gewerkschaften der Lehrer aushandeln.
Schweden - Arbeitswelt
Obwohl die schwedische Regierung offiziell die Politik verfolgt in ganz Schweden Arbeitsplätze zu schaffen um auch das Land mit kleineren Gemeinden überleben zu lassen, rät das Arbeitsamt des Landes allen Jugendlichen in ländlichen Gebieten sich eine gute Ausbildung, möglichst in einer Stadt, zu beschaffen und dann dorthin zu ziehen wo es auch Arbeitsplätze gibt, nämlich in die Städte. Schon heute ist die Landflucht unter Jugendlichen bedeutend, aber da sich Industrie nun nahezu ausschließlich in der Umgebung der schwedischen Städte ansiedelt, wird sich dieser Trend die nächsten Jahre noch beschleunigen.
Schweden Recht
Noch bevor die schwedische Justizministerin heute einen Vorschlag zur Gesetzesänderung zu Kinderehen einbringt, wird dieser Vorschlag bereits von der nationalen UN-Gruppe kritisiert, da der Vorschlag zahlreiche Lücken aufweist, da zwar die Eheschließung unter Kindern in Schweden dabei verboten wird, jedoch Kinderehen aus anderen Ländern immer noch offiziell anerkannt werden können und unter einigen wenigen Voraussetzungen sogar in Schweden geschlossene Kinderehen gut geheißen werden können. Nach der UN muss jede Art von Kinderehe, auch durch Prokuration und im Ausland, in Schweden unter Strafe gestellt werden.
Schweden/Stockholm - Immobilien
Da die Handelskammer in Stockholm der Meinung ist, dass der mangelnde Wohnraum in der schwedischen Hauptstadt eine wirtschaftliche Bremse darstellt, insbesondere der Wohnungsmangel in zentralen Gebieten, legte die Handelskammer nun eine Studie vor nach der 35 städtische Verordnungen den Fortschritt Stockholms behindern. Nach der Handelskammer gibt es genügend Bauplätze in guter Lage, wobei die Voraussetzung dazu lediglich ist, dass der Lärmschutz reduziert wird, in Schutzgebieten gebaut werden darf und ein Teil der Grünflächen dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden.

Schweden - Umwelt

Das Problem mit der Hautkrankheit von Lavaret und Lachsen im Kalixälven, das bereits Anfang Januar des Jahres bekannt wurde, ist mittlerweile auch bis in die Hanöbucht vorgedrungen und betrifft nun auch den Dorsch. Das Veterinärmedizinische Institut steht nach wie vor vor einem Rätsel und vermutet, dass der Pilzbefall und die Hautprobleme der Fische auf Umweltgifte zurückzuführen sind, auch wenn die bisherigen Analysen keinerlei Erklärung zu dieser Fischkrankheit bieten können.
Schweden - Gesellschaft
Nachdem immer mehr Schweden jeden Moment ihres Lebens mit einem Foto in den sozialen Medien dokumentieren wollen, hat sich nun die schwedische Fitnesskette Friskis & Svettis in Stockholm dazu entschlossen das Fotografieren in den Umkleidekabinen grundsätzlich zu verbieten. Mehrere der Kunden hatten sich bereits beschwert, dass sie im Hintergrund der „Portraits“ nackt oder kaum bekleidet zu sehen waren. Der Respekt vor anderen verliert mit der Publikationssucht vieler Schweden jede Bedeutung.
Schweden - Gesellschaft
Nach den Zahlen des Statistischen Amtes, die die Journalisten von Sveriges Radio analysierten, hat sich in Schweden die Anzahl der Personen, die allein mit den Zinsen ihres Vermögen ein ruhiges Leben führen können, während der letzten zehn Jahr von rund 10.000 Personen auf 28.000 Personen erhöht, ein Wachstum, das in Schweden weitaus schneller von sich geht als in nahezu allen anderen Ländern und auch ein Index dafür ist, dass Reiche in Schweden immer reicher werden. Als Ursache sieht man nicht nur die Aktiengewinne, sondern auch die Tatsache, dass in Schweden Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer abgeschafft wurden, was insbesondere die reiche Schicht Schwedens begünstigt.
Schweden - Gesellschaft
Auch wenn Prinzessin Madeleine ihr Kind auf eigenen Wunsch in den USA zur Welt bringen wird, hat sich der königliche Hof in Schweden entschieden das Protokoll so durchzuführen als sei Madeleine in Schweden und das Kind im Schloss geboren, denn das Kind wird auf digitale Weise dem schwedischen Ministerpräsidenten und der Öffentlichkeit gezeigt, das Parlament wird zusammentreten um über den Namen und Titel des neugeborenen Mädchens informiert zu werden, es werden die bei königlicher Geburt vorgesehenen Böllerschüsse abgegeben und in der Schlosskirche wird der traditionelle Gottesdienst abgehalten, auch ohne das Kind.
Weitere Information stehen der Presse unter Pressedienste und Presseinformationen zur Verfügung.

Copyright: Herbert Kårlin