Nachbetrachtung und ein schneller Salat

Von Kuechenschabe
Ein schneller Salat deswegen, weil uns leider gleich nach der Ankunft der Alltag wieder hat: Eine Stunde nach dem Heimkommen fällt der Kater von der Terrasse, schreit wie am Spieß und kann nicht mehr laufen. Und so sitzen wir anstatt gemütlich bei einem Glas Wein, nach der Reise gleich mal beim Tierarzt (gottseidank Freunde von uns, sonst wär's um acht Uhr abends wahrscheinlich schwierig geworden).
Die Bänder im Hinterhaxerl sind gerissen, der Kater bleibt beim Tierarzt, wird montags operiert und wir fahren traurig nach Hause.
Zuhause stellt sich dann nach einiger Zeit doch leichter Hunger ein. Und so gibts einen improvisierten, schnellen Salat, mit Zutaten quer durch Europa. Mit Käse aus Frankreich, eingelegtem Meerfenchel (fonoll marí - Mitbringsel meiner Eltern aus Mallorca) und Avocado aus Spanien, bunten Bio-Tomaten und Sfilacci aus Italien.
Den Meerfenchel haben wir zum allerersten Mal gekostet. Er schmeckt knackig, leicht säuerlich, herb und leicht zitronig. Schön bunt ist der Salat, ein bisschen aufheiternd und schnell gemacht (schließlich ist es inzwischen fast zehn Uhr abends und wir haben seit dem Frühstück im Hotel so gut wie nichts gegessen). Rezept braucht man keins.
Einfach einen guten, cremigen Ziegenkäse nehmen, einige Tomaten klein schneiden, eine Avacado dazu, etwas Meerfenchel (Kapern wären ein guter Ersatz) untermischen.
Die Marinade hab ich mit einem Esslöffel Ahornsirup, zwei Esslöffeln Estragonessig, vier Esslöffeln Haselnussöl, Salz und Senf gerührt (die Sfilacci gab's für die Fleischtigerin, man könnte das Ganze auch einfach ohne Fleischbeilage anrichten).

Rügen hat aus ausgesprochen gut gefallen, wir sind viele ganz unterschiedliche Strände entlanggewandert, haben sehr viel Fisch gegessen, Sanddornprodukte verkostet. Sind auf der Suche nach Fossilien mit interessanten Menschen ins Gespräch gekommen - und unsere einzigen zwei versteinerten Seeigel hat natürlich der Mitkoch gefunden!

Weingut von Karl Friedrich Aust in Radebeul

Auf der Heimreise machten wir einen kurzen Abstecher nach Radebeul, um die autochtone Rebsorte, den Goldriesling zu verkosten (und zu kaufen). Dann blieben wir noch zwei Tage in Weimar (Stencilbilder aus Weimar bei der Schabenfreude), bevor es endgültig nach Hause ging.

Marktplatz in Weimar


Sehr ruhig ist so ein Haus ohne Katze ...