Mythos Soldat – Männer in Uniform Teil 2

Frauen lieben Männer in Uniform. Warum? Vielleicht strahlen Männer in Uniform Sicherheit aus, Tradition, Männlichkeit. Vielleicht liegt es aber auch an der romantischen Vorstellung, die wir mit Soldaten und Matrosen verbinden.

Mythos Soldat – Männer in Uniform Teil 2Mythos Soldat

Es herrscht Panik. Doch er sitzt Schützengraben und starrt Löcher in die Luft. Ein Kamerad wird von einer Kugel getroffen und sinkt zu Boden. Doch er ist unfähig sich zu rühren oder ihm zu helfen. Seine Gedanken drehen sich nur um sie. Er hat sie erst kurz vor dem Krieg kennen gelernt. Wenige Wochen später wurde er eingezogen. Er schwört sich: Wenn ich hier lebendig wieder rauskomme, dann werde ich mein Mädchen heiraten.

Der Zweite Weltkrieg war grausam. Zwischen 60 und 70 Millionen Menschen sind gestorben. Städte wurden zerstört, Familien getrennt. Und doch kommen heute bei dem Blick auf ein Foto eines Soldaten mit seiner Frau romantische Gedanken in uns auf. Wir denken an Liebespaare. Getrennt durch den Krieg. Ein Schwangere, die wartet und betet, dass ihr Liebster den Krieg überlebt. Einen Soldaten, den nur der Gedanke an seine Geliebte am Leben hält.

Der Josef-Schulz-Mythos

Wenn wir ehrlich sind, dann wissen wir, dass ein Soldat im Zweiten Weltkrieg da war, um den Gegner zu vernichten. Doch wir glauben gerne daran, dass das Gute im Menschen siegt und sich die Feinde weigern auf den anderen zu schießen.

Ein Beispiel dafür ist der Josef-Schulz-Mythos. Angeblich hat sich ein Soldat namens Josef Schulz 1941 geweigert die jugoslawischen Geiseln zu erschießen. Er wird von seinen Landsleuten erschossen und geht als Märtyrer in die Geschichte ein. Obwohl mehrere Straßen nach ihm benannt wurden und es sogar Josef-Schulz-Denkmale gibt, ist man sich heute sicher, dass es den besagten Mann gar nicht gab.

Die Besatzungskinder

Auf den ersten Blick etwas seltsam scheint die Geschichte der Besatzungskinder. Viele der einheimischen Männer sind im Krieg gefallen und haben ihre Frauen alleine gelassen. Nicht selten verliebten sich diese in der Nachkriegszeit in einen Soldaten der Besatzungsmacht. Kinder, die aus dieser Liebe unter Feinden hervorgehen, werden als Besatzungskinder bezeichnet. Als wäre es nicht kompliziert genug, dass die Frau ein Kind mit dem Feind zeugt, der ihren Mann auf dem Gewissen hat ... natürlich muss auch bedacht werden, dass viele Besatzungskinder durch sexuelle Gewalttaten gezeugt wurden. Erst seit 2008 ächtet der Sicherheitsrat der Vereinten Nation diese Taten als Kriegsverbrechen.


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