Mythen vom Cholesterin

Von Astrid Kirchmeier @AKirchmeier

Soll man den Cholesterin künstlich senken ?

Cholesterinsenker sind eines der beliebtesten Themen unter Medizinern und Pharmakologen. Aus Angst vor Herzinfarkten und Schlaganfällen wird der Cholesterinspiegel mit Hilfe von pharmazeutischen Medikamenten auf ein Niveau gesenkt, das als wissenschaftlich korrekt festgelegt wurde.

Was oft unbeachtet bleibt: Cholesterin ist eines der wichtigsten Fette.

Ein lebenswichtiges Lipid, und zwar als existenzieller Bestandteil der Zellmembran. Es wirkt dabei mit, dass die Zellhaut stabil bleibt, und dass lebenswichtige Stoffe in eine Zelle eingeschleust werden können. Außerdem ist es die Vorstufe der Gallensäure und verschiedener Hormone. Schließlich soll es nachneueren Forschungen wichtig sein für die Herzleistung.

Daran erkennt man, dass man mit pauschaler und radikaler Senkung des Cholesterinspiegels nicht nur Vorteile hat.

Denken wir noch ein Stück weiter: Ein erhöhter Cholesterinwert im Blut ist in der Regel die Folge von Stoffwechselstörungen. Man kann es auch so sagen: Dass das Cholesterin im Blut zirkuliert, ist sozusagen eine Notmaßnahme des Körpers.

Folglich ist die einfache Herabsetzung des Cholesterinwertes eine sehr umstrittene Sache. Man erkennt daran, dass man nicht nur die Gefäße im Auge haben darf, ohne zu riskieren, dass möglicherweise ganz andere Folgen eintreten, wenn man einfach nur den Cholesterinwert betrachtet.

Der Facettenreichtum des menschlichen Organismus verbietet eigentlich aus ganzheitlicher Sichtweise eine einseitige Einflussnahme auf nur einen Laborwert.

Etwas anderes ist es, wenn wir mit der Ernährung oder mit natürlichen Mittel den Cholesterinspiegel beeinflussen. Hier steht nicht im Vordergrund, den Wert auf ein bestimmtes Niveau zu drücken, sondern dem Körper zu helfen, sich selbst zu regulieren. Denn dieser weiß am besten, was für ihn gut ist – unabhängig von am „grünen Tisch“ definierten Werten.