[MyInterview] Siegfried Langer steht Rede und Antwort

Nach langer, langer Zeit habe ich endlich mal wieder ein Intervie geführt und dieses Mal hat Siegfried Langer meine Fragen beantwortet. Vor kurzem durfte ich sein Buch "Alles bleibt anders" lesen, und auch sein neues Buch habe ich schon hier liegen. Da "Alles bleibt anders" nicht ein "normales" Buch ist, das man mal zwischen durch liest, war es mir wichtig, eine Fragen beantwortet zu bekommen!

[MyInterview] Siegfried Langer steht Rede und Antwort

via siegfriedlanger.de


Hallo Herr Langer, vielen Dank dass Sie sich die Zeit für das Interview nehmen und vor allem auch noch mal danke für das tolle Rezensionsexemplar.
Aber jetzt geht’s ans eingemacht, ich möchte Antworten:
Mediencircus: Warum eine Geschichte mit dem Nationalsozialismus?
Herr Langer:Das Thema beschäftigt mich bereits, seitdem ich im Schulunterricht zum ersten Mal mit ihm konfrontiert wurde. Gleichzeitig stellte ich mir seitdem Fragen wie „Wie hättest du in dieser Zeit agiert und reagiert?“ oder „Welche Rolle hättest du eingenommen?“Nachdem ich 1996 vom Allgäu nach Berlin gezogen war, intensivierte sich das noch, da ich das Gefühl habe, dass hier in der Hauptstadt jeder Backstein Geschichte ausstrahlt.
Mediencircus: Wie um Himmels willen kommt man auf so eine Geschichte?
Herr Langer:Das Dritte Reich hat erschreckend lange durchgehalten und jede Sekunde war eine Sekunde zu viel.Doch was wäre, wenn es den Alliierten damals nicht gelungen wäre, die Welt von den Nazis zu befreien?Dieser Frage ging ich nach. Ich recherchierte. Diesbezügliche Aufzeichnungen z. B. von Albert Speer sind vorhanden.Auf keinen Fall wollte ich eine 'schwere' Geschichte daraus machen. Ich wollte auch kein Sachbuch schreiben, sondern einen Spannungsroman - ohne erhobenen Zeigefinger, aber zum Nachdenken anregend.
Mediencircus: Wie stehen sie selbst zu dem Thema Nationalsozialismus?
Herr Langer:Ich bin dankbar, dass ich nicht fünfzig Jahre früher auf die Welt gekommen bin.Und: Bei allen Problemen, die eine Demokratie mit sich bringt, bin ich glücklich, dass ich in einer leben darf.
Mediencircus: Warum gibt es kein „Happy End“?
Herr Langer:Das schien mir bei meiner Aufarbeitung des Themas unangebracht.Aber es gibt ja zumindest ein 'versöhnliches Ende'.
Mediencircus: Glauben Sie, dass es wirklich möglich sein wird, durch die Zeit zu reisen?
Herr Langer:Ich kann es mir nur ganz schwer vorstellen.Andererseits, hätte ich vor fünfhundert Jahren auf der Erde gelebt, hätte ich mir wahrscheinlich auch nicht vorstellen können, dass wir einmal einen Mitmenschen zum Mond schicken können.
Mediencircus: Wenn Sie jetzt durch die Zeit reisen könnten, wo würden sie am liebsten hin reisen, und vor allem warum?
Herr Langer:Darüber habe ich in der Tat nun lange nachgedacht.So gerne ich selbst Zeitreise- und Parallelwelt-Romane lese, lebe ich tatsächlich sehr stark in der Gegenwart. Ich bin froh, im Hier und Jetzt zu sein.Wenn es allerdings nur um einen Besuch ginge und ich dafür nicht extra Latein lernen müsste, würde ich mir gerne mal das bunte Treiben im antiken Rom ansehen.Das stelle ich mir spannend vor.
Mediencircus: Wie schwer war es, den ersten Roman zu veröffentlichen und ein bisschen bekannt zu machen?
Herr Langer:Sehr schwer.Ich habe zwei Jahre gebraucht, um einen Verlag zu finden, und in der Zeit 70 Absagen einkassiert, fast ausschließlich Formschreiben.Letztendlich bin ich dann im Kleinverlag Atlantis gelandet, der verständlicherweise überhaupt kein Geld für Werbeaktionen hatte. Dafür hatte er aber sofort einige Rezensionsexemplare verschickt, vorrangig an Internetportale und Magazine innerhalb der Science Fiction-Szene. Überraschend schnell hatte ich dann mehrere gute Rezensionen, vorrangig im Internet, und der Roman entwickelte sich durch 'moderne Mundpropaganda' zu so etwas wie einem Geheimtipp.Die Verkaufszahlen sind für einen Kleinverlag inzwischen äußerst respektabel. 
Mediencircus: Wie wichtig waren Freunde und Bekannte beim Schreiben?
Herr Langer:Als Testleser sehr wichtig.Ich bin sehr dankbar für die vielen Rückmeldungen.
Mediencircus: Wie sind Sie überhaupt zum Schreiben gekommen? Bzw. Warum schreiben Sie?
Herr Langer:Zum einen, weil ich Spaß dran habe, und zum anderen, weil ich Leser unterhalten möchte, anspruchsvoll unterhalten.
Mediencircus: Was möchten Sie noch erreichen? Haben Sie bestimmte Ziele vor Augen?
Herr Langer:Die letzten anderthalb Jahre liefen ganz vorzüglich für mich. Mein zweiter Roman Vater, Mutter, Tod ist ja gerade eben als Spitzentitel bei List erschienen und für den dritten habe ich vor wenigen Tagen einen Vertrag unterzeichnet. Er wird im Frühjahr-/Sommerprogramm 2012 ebenfalls bei List veröffentlicht.Wenn es so weiterläuft, wäre ich schon sehr zufrieden.
Mediencircus: Wenn Sie ihren Lesern eines Ihrer Bücher empfehlen sollten, welches wäre das, und warum?
Herr Langer:Ach, lesen Sie beide!In ihrer Art und im Genre sind sie verschieden, aber ich verspreche Ihnen, dass Ihnen sowohl Alles bleibt anders als auch Vater, Mutter, Tod gefallen werden.Ja, ansonsten bin ich ein äußerst bescheidener Mensch! :-)
Mediencircus: Beschreiben sie sich selbst in 3 Worten.
Herr Langer:Bescheiden (das wissen wir ja bereits).Selbstbewusst (kommt vermutlich auch rüber).Und fröhlich und optimistisch bin ich auch. Ich lass mich nicht so schnell unterkriegen.Können wir in der Fragestellung die Anzahl von Worten ändern? :-)
Mediencircus: Sind ihre Bücher und Geschichten alle rein fiktiv, oder findet man auch versteckt Informationen über Sie selbst?
Herr Langer:Sie sind rein fiktiv.Da ich beim Schreiben alles dem Plot und der Dramaturgie unterordne, findet sich Privates nur dann, wenn es in den Kontext passt, aber es ist Privates drin, ja.
Mediencircus: Welches ist Ihr Lieblingsbuch, dass Sie nicht selbst geschrieben haben?
Herr Langer:Ich habe einige Lieblingsbücher, aber wenn ich mich für eines entscheiden muss, dann ist es das: Der Name der Rose von Umberto Eco.Es vereint Anspruch und Unterhaltung in vorbildlicher Art und Weise.
Mediencircus: Zum Schluss stellt sich noch die Frage, wie geht es mit Ihnen weiter, bzw. was haben Ihre Leser in Zukunft von Ihnen zu erwarten? Auf was können sie sich freuen?
Herr Langer:Jetzt erstmal auf Vater, Mutter, Tod und danach auf den nächsten Thriller 2012, der hoffentlich nicht der letzte sein wird.
Mediencircus: Wollen Sie zum Abschluss Ihren Lesern noch etwas sagen?
Herr Langer:Ich freue mich immer sehr über den Besuch meiner Homepage www.siegfriedlanger.de und über Rückmeldungen zu meinen Romanen.
Danke für das Interview!
Ich möchte mich noch mal für das Buch bedanken, ich habe es wirklich gerne gelesen. Und auch vielen Dank für das nächste Buch, das hier schon in meinem Regal steht und hoffentlich bald von mir gelesen wird!

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