Müllmenschen: Arbeiten und Leben in Braunschweig 2030! Sieht so die düstere Zukunft aus?

Das Leben der Anderen: Arme, Arbeitslose, Jugendliche ohne Job, Kinder, Rentner und nicht nur in Braunschweig? Unweit von Braunschweig-City liegt die größte Müllkippe Niedersachsens. Arbeitsplatz und Zuhause für viele Hundert Menschen. Ausser dem Atommüllager in der Asse. Hier kann im Umkreis von 20 Kilometern niemand mehr leben.

Müllmenschen: Arbeiten und Leben in Braunschweig 2030! Sieht so die düstere Zukunft aus?

Bild pixabay


Wer in den Armenvierteln Braunschweigs scheitert, dem bleibt als allerletzte Zuflucht nur die Deponie " Albabeet ". Mit bloßen Händen und oft barfuß durchsuchen die Bewohner die riesigen Müllberge nach Verwert- oder Essbarem. Als der 14-Jährige Braunschweiger zur Arbeit geht, neben ihm ein 80-Jähriger Rentner in Begleitung von drei ehemaligen Hartz-IV-Empfängern, sind die Hunde, Krähen und Füchse schon da. Im Morgengrauen hocken die Aasfresser bereits scharenweise im Müll und rupfen an den Kadavern zweier toter Katzen und Lebensmittelresten der sogenannten " Wohlstandsgesellschaft ".
Der letzte Rest vom Schützenfest
Den sich nähernden Jungen nehmen sie kaum war. Am Horizont rollen Dutzende Lastwagen heran, die breite Staubwolken hinter sich herziehen. Der kleine Junge läuft blitzartig los, hechtet barfuß durch ein Meer von Holzbrettern, Blechbüchsen und Pappkartons. Er will der Erste sein, wenn die Trucks wieder mehrere Tonnen Müll abkippen. " Wenn du dich beeilst, findest du die besten Sachen ", erklärt er stolz, als er eine halbe Stunde später hustend aus einer dunklen Staubwolke hervortritt und zwei prall gefüllte Abfallsäcke davonschleppt.

Müllmenschen
Der Junge, über dessen schmalen Schultern ein gefälschtes Eintracht-Trikot schlabbert, kennt sich aus auf der größten Müllkippe Niedersachsens. Sie ist sein Zuhause. Die Luft ist stickig, verraucht und stinkt süßlich-faul. Er nimmt das schon lange nicht mehr war. Bei der Suche nach weggeworfenen Lebensmitteln muss man besonders schnell sein. Müllmenschen werden Leute wie er genannt. Sie leben und arbeiten dort, wo der Abfall der Stadtbevölkerung landet. 

Gefährlicher Kampf ums Überleben
Wie viele es sind, können auch die Behörden und Jobcenter nicht ermitteln. Angeblich sollen es mehr als 10.000 sein, die meistens davon früher Hartz-IV-Empfänger. Für sie gibt es in der Stadt kein Geld, kein Essen und kein Dach über dem Kopf. Deswegen durchwühlen sie Tag für Tag den aufgetürmten Abfall nach allem, was man irgendwie verwerten kann. Dafür bekommen sie von Händlern ein paar Cents. Flaschen und Dosen sind gut,  die wird man immer los. An normalen Tagen verdient er mit zehn Stunden Knochenarbeit kaum mehr als zwei Euro. Tag für Tag geht es nur ums Überleben. Bei der Arbeit kann jeder falsche Schritt, jede unüberlegte Handbewegung tödlich enden. Blutvergiftungen und Infektionen gehören auf der Müllkippe zum Alltag.

Die Müll - Mafia: Profit mit " schmutzigen " Geschäften 
Ein staubiger Feldweg am Rande der Deponie, hier hausst die Familie in einer der vielen Holz- und Wellblechhütten oder Bruchbuden aus Papier und Karton. Aus denen der Geruch von faulem Essem und Fäkalien dringt. An Hygiene ist kaum zu denken, schon garnicht an fließendes Wasser oder Strom. Im Winter sind warme Abfälle die einzige Wärmequelle. Dennoch klingt der Knabe beinahe dankbar, wenn er über sein Zuhause spricht: " Weil wir für die Mafia arbeiten, lässt man uns hier wohnen ".

Mindestlohn gilt hier nicht
Mit der Mafia meint er jene Leute, die das Geschehen auf der Müllkippe organisieren und kontrollieren. Die " Dons " von der ehrenwerten Energie-, Entsorgungs- und Abfallwirtschaft, Lobbyisten und Politiker aller Kolleur. Sie sollen mittlerweile ein Vermögen verdient haben - mit schmutzigen Geschäften im doppelten Sinne. Denn profitabel erscheint der Handel mit dem Abfall vor allem dank der Müllsammler, den denkbar billigsten Arbeitskräften.

Alles nur Vision? Oder doch schon teilweise Realität? Nacht für Nacht durchsuchen heute schon tausende Menschen Abfallbehälter, Flaschen- und Müllcontainer in deutschlands Städten. Damit sie nicht verhungern, müssen sie zu den "Tafeln". Was meinen Sie?
Arbeiten und Leben in Braunschweig

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