Müll reduzieren in der Küche Teil 3.

Vor kurzem bin ich auf dem Blog Hundertsand über den Beitrag “Mülltüten vermeiden” gestolpert und habe mir gedacht, das wäre doch ein Thema, über das ich in meiner Serie “Müll reduzieren” auch unbedingt noch ein paar Worte verlieren möchte.

Menschen kaufen Müll

Es gibt ganz viele Menschen, die Müll kaufen und das wörtlich, denn sie kaufen Müllsäcke. Das sind Plastiksäcke, die nur dafür produziert werden um Müll zu sein!

Für den Müll produziert

Für den Müll produziert

Bioplastik ist keine Alternative

Auch Bioplastik ist gerade für Mülltüten keine Alternative, denn auch diese werden nur für den Müll produziert. Jede Plastiktüte, die nicht für den Müll produziert wird ist meiner Meinung nach ein Gewinn für die Umwelt.

Meine Alternativen

Ich möchte Dir heute meine Alternativen zeigen, wie ich mit der Müllproblematik umgehe. Die Lösungen sind sehr einfach und effektiv.

Altglas und Altmetall

In meiner Küche steht ein 3fach Abfalleimer. Im ersten Kübel wird Altglas und im zweiten Kübel das Altmetall gesammelt. Damit der Transport zur Sammelstelle einfacher erfolgen kann, sind in den beiden Kübeln Stofftragetaschen in geeigneter Größe.

Um das Altglas oder das Altmetall zum Container zu bringen, braucht Herr Widerstand daher nur die Innentasche zu nehmen. Manche werden meinen, das ist unnötig, da könnte er ja gleich den Kübel nehmen.

Aber nein, das ist nicht so! Die Abfallcontainer sind doch ein Stück weit weg und wir bringen daher den Müll immer dann weg, wenn wir gerade eine Erledigung außer Haus haben. Diese beiden Taschen können winzig klein zusammengelegt werden und sind daher perfekt dafür geeignet.

Falls doch einmal etwas schmutzig wird, können die Stofftaschen gewaschen werden. Auch das ist für uns ein wichtiges Argument für die zusätzliche Stofftasche.

3 Eimer in einem

3 Eimer in einem

Altpapier

Unser Altpapier wird in einem Korb gesammelt, der im WC steht. Alles hat nun mal nicht in der Küche Platz und ich finde das WC ist ein wunderbarer Ort um Altpapier zu sammeln. Natürlich braucht Altpapier keinen Müllsack, das ist eh klar, denn Papier macht zum Glück keinen Schmutz.

Seitdem sich auf meinem Postkasten der Aufkleber “bitte kein unadressiertes Werbematerial” befindet, braucht es ganz schön lange bis der Kübel voll ist.

Biomüll

Der Biomüll ist natürlich so ein Kapitel für sich. Für diese Müllart habe ich schon sehr viel ausprobiert. Vom originalen Biokübel in braunem Plastik über alte Eisdosen und noch vieles mehr. Jede Art von Plastikbehälter wird vom Biomüll mit der Zeit angegriffen, verfärbt und einfach eklig finde ich. (Abgesehen davon, dass Plastik mittlerweile eh nicht mehr in meiner Küche sein darf.)

Derzeit verwenden wir jede Art von Abfallkarton (z.B. von Reis oder Nudeln) bzw. Papiersäcke (z.B. von Mehl oder Zucker) etc. Natürlich weicht das Papier mit der Zeit ein wenig auf, aber wir haben so viel Biomüll, dass wir diesen sowieso jeden Tag wegbringen müssen.

unser Biomüll von gestern

unser Biomüll von gestern

Die von mir angestrebte und meiner Meinung nach perfekte Lösung ist ein Edelstahltopf mit Deckel. Das hat den Vorteil, dass im Sommer auch die Fruchtfliegenplage kein Thema ist. Edelstahl lässt sich ausgesprochen gut reinigen und der Deckel hat wirklich viele Vorteile.

Derzeit warte ich gerade darauf, dass ein geeigneter Topf im Kostnixladen zu finden ist.

Mein Biomüllbehälter steht offen in einem Eck meiner Arbeitsfläche. Da er so häufig benötigt wird, muss er einfach griffbereit sein.

Plastikmüll

Unseren Plastikmüll konnte ich in den letzten 1 1/2 Jahren sehr deutlich reduzieren. Um den Plastikmüll zu sammeln, verwende ich Plastikmüll.

Eines der wenigen Produkte, die ich nicht ohne Plastikverpackung kaufen kann, ist WC-Papier. Rund 1 x pro Monat fällt eine Plastikverpackung an. Diese verwende ich um meinen Plastikmüll zu sammeln. Meist reicht die eine Packung aus um den gesamten Plastikmüll vom Monat aufzunehmen. Viel mehr fällt bei uns nicht an.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu sagen, dass man keine im Handel üblichen Plastiksäcke (“Einkaufssackerl”) verwenden soll. Diese sind viel zu wertvoll um direkt nach einmaligem Gebrauch im Müll zu landen. Lieber sollte man diese mehrmals weiter verwenden.

Ich persönlich bekomme schon seit ganz vielen Jahren keine Plastiksäcke mehr, weil ich immer eine Einkaufstasche mit habe, um meine Einkäufe nach Hause zu tragen.

Der Sack mit dem Plastikmüll hängt neben dem Tretabfalleimer auf dem Knauf einer Lade unter meinem Kühlschrank. Nachdem ich kaum noch Lebensmittelverpackungen aus Plastik habe, kommt es zu keinem unangenehmen Geruch durch den Plastikmüll. Sollte doch einmal eine verschmutzte Plastikverpackung haben, reinige ich diese bevor ich sie in den Müll werfe (natürlich mit Brauchwasser um die Umwelt nicht noch mehr zu belasten).

so sieht es im Recyclinghof aus

so sieht es im Recyclinghof aus

Restmüll

Der Restmüll wird im 3. Kübel des 3teiligen Abfalleimers gesammelt. Nachdem der Restmüll immer trocken ist, wird der Kübel nicht verschmutzt und benötigt daher keinen Schutz.

Das Abfuhrintervall der Restmülltonne beträgt 4 Wochen. Mein Eimer in der Küche fasst rund 10l, das ist echt nicht viel, und wir bekommen ihn innerhalb dieser 4 Wochen kein einziges Mal voll!

Die Restmülltonne fasst übrigens 120 l, wir würden rein rechnerisch statt einer Mülltonne pro Monat nur 1 Mülltonne jährlich benötigen. Leider kann man das mit der Gemeinde nicht aushandeln.
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Im Index Müll reduzieren findest Du eine Übersicht über alle bisherigen Beiträge zum Thema Müll reduzieren.


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