MS Casanova Teil 2 – Frühstück in der Saarschleife

Von Claus Blohm @kreuzfahrtcheck

Ja, da ist Sie wieder unsere Kreuzfahrtdirektorin, die mich freundlich darauf aufmerksam macht „Wir sind übrigens gerade in der Saarschleife“ und was mache ich, sitze bei Frühstück! Aha deshalb bin fast alleine.  Beginnen wir heute mit ein paar technischen Daten.

Info: MS Casanova, Baujahr 2001, Flagge Schweiz, 96 Passagiere, 27 Mann Crew, Länge 103,5 Meter, 9,70 Meter breit, Tiefgang 1,30, Höhe über dem Wasser 6,90, 2 Motoren MAN je 1400 PS, Geschwindigkeit Talfahrt 21 km/h und Bergfahrt 12 km/h.

Im ersten Teil der Reise auf Saar und Mosel passieren wir 16 Schleusen.

Internet: An Bord der MS Casanova gibt es kein Internetangebot. Ist das schlimm? Nein natürlich nicht. Wir sind schließlich im Urlaub und es kann durchaus erholsam sein, wenn man mal nicht ständig erreichbar ist. Für die die es gar nicht lassen können, wir sind in Deutschland unterwegs man kann also für sein Internet auch preiswert selbst sorgen.

Sicherheit: Bereits gestern am Anreisetag hatten wir eine kurze Sicherheitseinweisung für den Notfall, heute gibt es dann noch einmal eine Sicherheitsübung nach den internationalen Vorschriften. Zusätzlich gibt es auf den Kabinen einen Notfallknopf für den persönlichen Notfall. Ich kann hier sagen, dass ich auf noch keinem Flussschiff eine solche intensive Sicherheitsübung gesehen habe. Nun besser zu viel als zu wenig, wie man so schön sagt!

Preise an Bord: Nicko Cruises bietet an Bord ein Getränkepaket für die ganze Reise an welches auch das Kabinenwasser beinhaltet. Das Kabinenwasser ist für 1 l Gerolsteiner 3,50 Euro, für meinen Geschmack deutlich zu teuer. Aber das ist ein grundsätzliches Problem auf Flussschiffen. Wenn ich ebenfalls einen Liter Wasser zum Essen bestelle kostet dass  4,50 Euro, also quasi 9 DM. Ich weiß ja, man soll nicht mehr umrechnen, aber ich tue es trotzdem immer wieder. Die gewöhnliche Tasse Kaffee gibt es für 2,70 Euro. Alle anderen Preise sind ähnlich. Wenn man dies alles berücksichtigt, lohnt sich das Getränkepaket für 160 Euro pro Person.

Ausflug heute in Trier: geführter Stadtrundgang ca. 3 Stunden für 35 Euro. Nicko Cruises verwendet für die Führungen ein Funk Audiosystem. Sie hören also alles und jederzeit, was der Guide sagt. Rufe wie lauter oder nochmal gehören damit der Vergangenheit an.

Sehenswert in Trier: Porta Nigra, Stadtmauermuseum Simeonsstift, die Kaiserthermen oder das Amphitheater.  Interessant aber auch die Basilika (Thronsaal der Kaisers Constantin) oder das kurfürstliche Palais. Im politischen Gegensatz dazu finden wir in Trier auch das Geburtshaus von Karl Marx. Das Museum ist täglich geöffnet von 10-18 Uhr. Ob Marx allerdings mit dem Eintrittsgeld einverstanden gewesen wäre? (4 Euro) Natürlich gibt es Trier, als der ältesten Stadt Deutschlands noch viel mehr zu sehen!

Hier gehts es bald zum 3 Teil.

Hier zum 1 Teil


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