Mr. Chartwell

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Mr. Chartwell

Rebecca Hunt

Luchterhand, 2012

18,99 €

978-3630873473

 

Die Bibliothekarin Ester guckt nicht schlecht, als ein schwarzer Hund vor ihrer Tür steht. Dabei hat sie einen Untermieter gesucht. Mr. Chartwell will aber nicht wieder weggehen und so muss sie mit ihm vorlieb nehmen.

Manchmal ist er stundenlang nicht da, aber wenn Mr. Chartwell in der Wohnung ist, stellt Esther sich komische Fragen, vor allem über die Arbeit von dem schwarzen Hund.

“Der schwarze Hund” ist nämlich zufällig auch die Depression von Churchill.  Wie Esther und Churchill zusammenfinden,  tja das ist eine ziemlich absurde Geschichte….

 

Die Protagonisten:

Esther ist eine Bibliothekarin. Ein wahrhaftiger Pluspunkt, der nur dadurch zerstört wird, dass sie nichts aus sich macht. Warum sind die meisten Bibliothekarinnen in Büchern solche grauen Mäuse? Es gibt auch andere.

Sie ist trotzdem recht interessant, weil sie mit einigen Problemen zu kämpfen hat. Allerdings erfährt der Leser nicht alles, was ihm auf der Seele brennt. Aber es wir mit ihr mitgefühlt. Als der Hund sich zum Beispiel in die Badewanne legt, musste ich mich schon etwas ekeln, weil die Beschreibungen von Esthers Gefühlen sehr offensichtlich waren. Ich wollte auch nie, dass es ihr schlecht geht.

Churchill ist ein anderes Thema. Zwar ist er mir natürlich ein Begriff, aber hier gibt es die emotionale Seite zu sehen mit all seinen Problemen. Trotzdem bleibt er für mich etwas blass, denn am Anfang gibt es ein kurzes Kapitel mit ihm und ich dachte: “Hö?” Lange Zeit stand ich wie ein Depp vor einer geschlossenen Tür, bis ich die doch simplen Zusammenhänge verstanden hatte.

 

Die Kulisse:

Das Buch hatte meine Aufmerksamkeit, als ich wusste, dass eine Bibliothekarin die Hauptrolle spielt. Ich wusste: es geht auch in die Bibliothek, denn nur da kann sie arbeiten. Und ich liebe Handlungen, die in einer Bibliothek spielen. Diese Sucht bleibt wohl übrig, wenn man selber mal in welchen gearbeitet hat.

Ansonsten ist es logisch, dass wir uns in England befinden, denn es geht um Winston Churchill und “seine” Depressionen. Allerdings merkt der Leser nicht wirklich, dass er sich in England befindet, denn es gibt kaum Beschreibungen.

 

Die Handlung:

Depression ist ein äußert schwieriges Thema, dass hier geschickt verpackt wird. Leider fehlen mir ein paar Facetten, wie zum Beispiel Umgang von Familienmitgliedern oder ähnlichem. Die Verschachtelung, dass Depression mehrere Menschen auch in einem Umfeld betreffen können, ist der Autorin gut gelungen, auch wenn diese Ebene ein bisschen zu kurz kommt.

 

Die Gestaltung:

Ich mag das Cover sehr, weil ich die geschwungenen Buchstaben sehr passend finde. Sie vermitteln etwas Absurdes, weil sie so gar nicht zum schwarzen Hund darunter passen.

 

Die Bewertung:

Ich vergebe 3 Bücherpunkte. Zwar hat mir der kurzweilig und scharfe Schreibstil der Autorin gefallen, aber Mr. Chartwell ging mir ziemlich auf die Nerven und die Geschichte war schnell durchsichtig.

Mr. Chartwell


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