Moyes, Jojo – Ein ganzes halbes Jahr

Von Ruesar

Allgemeine Informationen

Autor: Jojo Moyes
Verlag: Rowohlt
Seiten: 512

Inhalt

Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.

Meine Meinung

Schon oft hörte ich von allen möglichen Ecken und Enden die Wörter “Jojo Moyes” und meist in Verbindung mit “Ein ganzes halbes Jahr” kombiniert mit “Das MUSST du unbedingt lesen!”. Aber ich war immer etwas skeptisch, ob mir dieser Roman wirklich gefallen würde, da es nicht wirklich meinen Genre entspricht. Dennoch war ich neugierig geworden und habe mir den Roman schlussendlich von meiner Mama (Danke an dieser Stelle nochmal ;)) ausgeliehen.

Ich probierte, dass ich trotzdem relativ unvoreingenommen an das Buch heranging, um mir meine eigene Meinung zu bilden. Das Buch war anderst als ich angenommen habe, da ich eigentlich mit einer kitschigen Liebesgeschichte gerechnet hatte. Aber es ist bei weiten keine extrem romantische Geschichte, wo bei den Protagonisten alles wie im Bilderbuch läuft, sondern die Personen haben genauso ihre Macken, Probleme und es läuft sicher nicht alles rund.

Genau dadurch aber wirken die Hauptpersonen sehr realistisch und auch ihre Handlungen kann ich gut nachvollziehen. Desweiteren hat Jojo Moyes einen sehr tollen Schreibstil, welcher keine Langeweile aufkommen lässt und die Gefühle und Emotionen bestens zum Leser transportiert.

Für mich ist das Buch im Prinzip eine emotionale Achterbahn fahrt, da von lustigen bis todtraurigen Momenten alles vorhanden ist. Vorallem die Hauptprotagonistin schafft es mit ihrem Lebensmut und ihrer unbeholfenen, tollpatischigen Art immer wieder die, doch teilweise extrem traurige, Geschichte aufzulockern und ist immer wieder für einen Schmunzler gut. Natürlich muss auch gesagt werden, dass die Autorin in diesem Buch ein doch etwas heikleres Thema beschreibt, aber in meinen Augen hat sie das Bestens gemeistert und mir persönlich auch eine andere Sichtweise eröffnet.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich den “Hype” um dieses Buch vollkommen verstehen kann. Es ist ein Buch, welches den Leser durch sehr viele Gefühle begleitet und dabei so fesselnd geschrieben ist, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte.

Fazit

“Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes ist, entgegen meiner kritischen Erwartungen, kein kitschiger Liebesroman, sondern ein absolut glaubwürdiges Buch, welches mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt brachte. Ich konnte den Roman kaum mehr aus der Hand legen und vergebe daher 5 von 5 Sternen.