Montagsfrage: Leseverhalten?

Montagsfrage: Leseverhalten?

Hallo ihr Lieben! 🙂

Diese Woche wird es am Dienstag keine Rezension geben. Ich habe es leider nicht geschafft, meine Rezension von Dave Eggers' biografischem Tatsachenroman fertigzustellen. Non-Fiction zu besprechen ist für mich immer eine Hürde und diese entpuppte sich durch die notwendigen Recherchen als zeitaufwendiger als angenommen. Aber keine Sorge, nächste Woche ist die Rezension fertig, ich setze wirklich nur eine Woche aus. Ihr dürft euch mal wieder auf ein langes Essay freuen. 😉

Mit der heutigen Montagsfrage von Lauter&Leise kann ich euch hoffentlich ebenfalls erfreuen.

Heute stammt die Frage von Nerd mit Nadel, sie möchte gern wissen, wie wir unsere Lesesituation gestalten, ob wir beispielsweise einen bestimmten Leseplatz haben, Hintergrundmusik einschalten und ähnliches.

Ich habe grundsätzlich immer Musik laufen, denn ich ertrage Stille ganz schlecht. Bei mir ist meist das Radio eingeschaltet, denn im Alltag und speziell im Homeoffice mag ich die Mischung aus Musik und Gequatsche. Beim Lesen stört mich das leise Gedudel im Hintergrund überhaupt nicht. Es passiert mal, dass mich ein Song kurz von der Lektüre ablenkt, weil ich ihn sehr mag und deshalb genauer hinhöre, normalerweise kann ich aber ausblenden, was genau ich da höre - mir ist nur wichtig, DASS ich etwas höre.

Ansonsten habe ich tatsächlich keine besonderen Ansprüche. Ich lese im Sitzen, im Stehen, im Liegen, eigentlich ist es egal. Am liebsten lümmele ich in meiner Couchecke und drehe mich dort von links nach rechts und von rechts nach links. Ich denke, ich bewege mich relativ viel beim Lesen, weil ich meine Sitzposition recht häufig ändere. Was übrigens auch gesund ist. 😉

Interessant ist wahrscheinlich, dass ich außer in den öffentlichen Verkehrsmitteln (zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit) nie in der ersten Tageshälfte lese. Das liegt daran, dass ich Lesen als den Inbegriff einer entspannenden Freizeitbeschäftigung kategorisiere - und damit als unproduktiv. Würde ich einen ganzen Tag lang lesen, ich hätte das Gefühl, gar nichts geschafft zu haben. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen das anders beurteilen, doch für mich ist es so. Beim Lesen schalte ich ab, nicht an. Darum erlaube ich mir selbst an einem freien Tag im Urlaub erst ab dem Nachmittag, zu meinem aktuellen Buch zu greifen. Vorher muss ich irgendetwas leisten, sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen. Das müssen keine Pflichten sein, meine Tagesgestaltung vorher darf mir durchaus Freude bereiten, doch es muss etwas Produktives sein: Eine Rezension, der Haushalt, Termine, Kochen, Sport, irgendetwas, das mir das Gefühl gibt, etwas geschafft zu haben und mein Gewissen beruhigt. Meine To Do - Liste endet nie, es gibt immer etwas zu tun für mich (was übrigens einer der Gründe ist, warum ich den Lockdown recht gut aushalte) und würde ich alle Punkte darauf komplett ignorieren, um von morgens bis abends zu lesen, würde ich mich schlecht fühlen. Vielleicht sollte ich genau daran arbeiten, aber eigentlich geht es mir gut damit. Es ist ja nicht so, dass ich dadurch ständig unter Dauerstress stehe, vielmehr ist es eine Strategie, damit ich nicht versumpfe. Ich weiß genau, wie viel Spielraum ich mir geben darf und wie viel gefährlich ist. Wenn das bedeutet, erst ab dem Nachmittag zu lesen - was soll's, das sind immer noch eine Menge Stunden bis zur Schlafenszeit. 😉

Ich freue mich wie immer sehr auf eure Beiträge und Kommentare und wünsche euch allen einen produktiven Start in die neue Woche!
Alles Liebe,
Elli ❤️


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