Montagsdemos: Ein Aufruf an alle Linken, Attacies und Antifa’ler:


Wir von globalinformation(s) schätzen Eure Arbeit und Euren Einsatz und unterstützen seit Jahren den Kampf gegen Rassismus, Faschismus, Nazis und insbesondere gegen das alles zerstörende Wirtschaftssystem. Welches die eigentliche Ursache ist, aus dem alle anderen vorgenannten Symptome entspringen (wärst Du nicht arm, wär ich nicht reich/Brot für die Welt, Kuchen für mich).

Gebt diesen sogenannten Friedensdemos eine Chance! Geht selbst dort hin, hört Euch die Sprecher und Reden an, gebt Euch zu erkennen, zeigt Flagge und bekennt Euch weiterhin: Keinen Meter für Nazis!

Aber lasst Euch nicht schon wieder auseinander dividieren, wie das bereits bei Anonymous oder der Occupy-Bewegung passiert ist. Immer wieder kommen die gleichen Schlagworte: Antisemitismus oder Neurechte ins Spiel. Die US-Occupy-Bewegung wollte man geheimdienstlich mit Blacklists auseinandersnipern lassen, in Heiligendamm gab es nachweislich agents provocateurs und wahrscheinlich wird bald irgendwo wieder jemand den Dutschke machen… ihr wisst doch mittlerweile, wie das Spiel läuft! Lasst nicht zu, dass der Schwung gestoppt wird und haltet die Augen auf.

Ein Großteil, der bei den Demos angesprochenen Probleme sind altherbegrachte und ureigenste Themen der Linken, nur eben nicht linkstheoretisch und marxistisch-fachsimpelnd aufbereitet. Dort werden die Grundprobleme unserer Gesellschaft verständlicher für viele und mit etwas Esoterik-Humor und Verschwörungstheorie aufgepeppt. Na und, wisst Ihr noch wie uns bezahlte Ärzte in TV-Werbespots weismachen wollten, dass rauchen nicht schädlich sei? Oder als der ADAC jedes Jahr das beliebteste Auto preisgekrönt hat? Wer schon einmal an einer Umwelt- oder AKW-Demo teilgenommen hat, dem sind Kräuterhexen, Esoterik-Freaks oder Baumstreichler nicht gänzlich unbekannt.

Nicht hinter jeder Theorie steckt eine Verschwörung, aber nicht alle Verschwörungen sind bloße Theorien. Das sollten uns im Besonderen die NSA-Affäre, WikiLeaks, Mannings oder Snowden aber auch Gladio, regelmäßig wiederkehrende Kartelle, Think Tanks hinter verschlossenen Türen und okkult-aggressiver Lobbyismus in Brüssel, Berlin oder den USA mittlerweile vor Augen geführt haben. Klandestine Hinterzimmergespräche geschehen nie zum Wohle der gesamten Menschheit, sonst könnte man sie doch gleich öffentlich veranstalten und für alle verständlich machen… was wiederum DIE Grundlage für eine demokratische Entscheidungsfindung wäre (s. Stuttgart 21)!!!

Wir verfolgen Jebsen schon seit der „Kreuzburg“-Zeit. Der Mann kann reden, ohne Textvorlage und ohne Punkt und Komma. Das ist richtig, aber dafür auch mit Inhalt. Warum setzen sich die großen Medienkonglomerate mit ihm nicht vis-a-vis auseinander, interviewen ihn oder laden ihn in eine Fernsehsendung zur Diskussion ein. Die bringen doch auch sonst jeden noch so bedeutungslosen Dschungel- oder Lanz-Mist unter die Leute.

Jedes noch so bescheuerte Sternchen wird vor die Linse oder das Mikrofon geholt und jeder C-Promi darf seine Lebensgeschichte absenfen, aber keiner dieser Demo-Organisatoren wurde bisher zu Hintergrund und Intention befragt, geschweige denn interviewt. Da setzt sich die Presse hin, liest sich durch Facebook-likes und Website-Beiräge, hat noch kein persönliches Wort mit den Leuten gewechselt und stückelt bloglike aus dem Kontext gerissene Zitate zusammen… Danke, da benötigen wir keinerlei Beweise mehr für eine seriöse Presse…

In Deutschland darf erfreulicherweise alles gesagt werden, auch wenn es der größte Unsinn ist, wie ihn z. B. Sarrazin „volkvermitteln“ will. Warum dann nicht auch einen Ken Jebsen? Wir sind überzeugt, er würde alle in Grund und Boden labern, die gesamte Presseschar, die Politiker und Stefan Raab obendrein. Bei Sarrazin gab es glücklicherweise viele engagierte Menschen, die seine Ausführungen flink und umfangreich widerlegt haben, aber niemand hat sich unseres Wissens bisher INHALTLICH mit Jebsen’s Aussagen beschäftigt. Wir lesen immer nur, „hat Verbindungen zu…“ oder „hat israelkritische Thesen veröffentlicht”. Wenn sich jemand aus der deutschen Presselandschaft kritisch oder negativ über das Krisenmanagement von MANAGERN und POLITIKERN zu Fukushima äußert, ist er dann gleich JAPANFEINDLICH?!

Wir empfehlen unbedingt die beiden Video-Interviews mit Jebsen anzuschauen und sich eine eigene Meinung zu bilden über Themen wie Journalistenethos, Antisemitismusvorwürfe und angebliche Verschwörungstheorien:

http://www.youtube.com/watch?v=4Mk2jpROn3E

http://www.youtube.com/watch?v=v0kDJU0Yk6I

Wir waren damals zu naiv oder zu jung, das selbst mitzuerleben, aber haben Jutta Ditfurth und Die Grünen nach Ihrer Gründung nicht oft genug hören müssen, sie seien Freizeit-Esoteriker, “Spinner oder gar Feinde der Demokratie” (n-tv). Zum damaligen „Major consensus narrative“ waren sie das ganz bestimmt, heute würde man sagen, sie waren Propheten.

Es geht hier nicht darum, dass der Feind meines Feindes mein Freund ist oder um das Unterstützen einer sogenannten Querfront! Sondern darum, dass auch ganz „normale“ Menschen zu diesen Demos gehen, die erkannt haben, dass sich etwas verändern muss, dass die Politik sich immer wieder im Kreis dreht, dass Parteien oft mit sich selbst beschäftigt sind und dass solch eine Regelmäßigkeit von Demonstrationen, eine friedliche Gemeinschaft, vielleicht mehr erreichen kann, als alle (wichtigen) Einzelaktionen von NGO’s, Bündnissen oder Ostermärsche der letzten Jahre zusammen. Nämlich den Protest immer und immer wieder vor die Haustüre der politischen Dilettanten zu tragen.

Überlasst die „richtungslosen“ Menschen deshalb nicht den eigentlichen Rattenfängern, sondern zeigt ihnen, dass wir sehr wohl diese neue Bewegung unterstützen können, auch wenn man sein Herz am linken Fleck trägt. Denn was kann uns schlimmstenfalls passieren? Dass wir wieder gegen systemhörige und willfährige Mitläufer und gegen den braunen Mob streiten müssen? Aber das müssen wir ja jetzt auch schon, immer und immer wieder und überall!

globalinformation(s) – 23.04.2014