Monatsrückblick – Februar 2018

Der kurze Monat birgt durch seine Kürze auch immer das Problem, dass man weniger gucken kann. Zudem habe ich momentan jede Menge zu tun und so blieben Filme und Serien etwas auf der Strecke. Ein bisschen was habe ich aber natürlich trotzdem in den Player geschoben.

Zur Einstimmung auf den Super Bowl gab es den einzig wahren Football-Film:

LAST BOY SCOUT

Shane Black zementiert ja auch heutzutage immer mal wieder seinen Status als König der Buddy-Action-Komödie. Und dieser Film zeigt mal wieder hervorragend, warum er diesen Titel absolut verdient hat. Denn wo man heute lieber mit dem „Star und sein Sidekick“-Schema um die Ecke kommt, bei der keine Figur über die Rolle des Witzelieferanten hinaus geht, sind die Figuren hier gleichberechtigt in ihrer Schlagfertigkeit, haben einen Charakter und tragen zu gleichen Teilen zum Erfolg ihres „Auftrags“ bei.
Das funktioniert zudem so hervorragend, weil Bruce Willis und Damon Wayans eine fantastische Chemie aufweisen. Eigentlich hätte Wayans am besten nur mit Willis zusammen Filme gedreht, denn ansonsten hat er gar keine Chemie, soweit ich das beurteilen kann. Etwas nervig fällt die Tochter aus, aber auch ein Shane Black ist nun mal nicht fehlerfrei, und er hat mit „The Nice Guys“ dann Jahre später bewiesen, dass er auch so eine Figur durchaus hinkriegt, ohne dass sie nervt.
Man muss natürlich der Zeit entsprechend über Machogehabe und Fettwitze hinwegsehen, aber sowas interessiert mich ohnehin nicht die Bohne.
Also ein rundum gelungener Spaß mit coolen Sprüchen am Fließband und guter Action. Sowas konnte Tony Scott einfach. Im Endeffekt hat er dadurch auch mehr gute Filme gemacht, als sein überbewerteter Bruder.

Auf Netflix gab es im Februar das große Paramount-traut-sich-nicht-mehr-Filme-ins-Kino-zu-bringen-also-kaufen-wir-sie-einfach-von-dem-eierlosen-Pissverein-Schaulaufen. Direkt am Anfang des Monats gab es ganz überraschend:

THE CLOVERFIELD PARADOX

Na, da hat man sich ja meisterhaft alle Türen für tausend weitere Cloverfield-Filme offengehalten, bei denen man jetzt gar nichts mehr erklären muss.

ACHTUNG MINI-SPOILER vom Anfang des Films: Monster und Aliens aus allen Dimensionen und allen Zeiten können zu jeder Zeit und in jeder Dimension die Erde angreifen.

So hat man jetzt natürlich in Zukunft freie Bahn für alles mögliche Gelöt, ohne dass man in der Not wäre, zu viele Überschneidungen bringen zu müssen.
Der Rest des Films ist auch nicht einfallsreicher. Man mischt hier fröhlich alle Versatzstücke vom Space-Horror und lässt die Geschichte recht seicht vor sich hindümpeln. Die Darsteller machen auch nur das Nötigste und niemand sticht wirklich heraus. Hat mich nicht gelangweilt, aber viel mehr fällt mir dazu dann auch irgendwie nicht ein. Kann man mal gucken, wenn man das Cloverfield-Universum, oder wie auch immer man das nennen will, mag. Viel erwarten sollte man aber besser nicht.

In diesem Zusammenhang hatte ich eigentlich noch mit „Annihilation“ auf Netflix gerechnet, aber der kommt jetzt doch erst im März. Und viel mehr zu erwähnen gibt es dann auch nicht dieses Mal. Serien blieben eigentlich komplett auf der Strecke, bis auf ein oder zwei Folgen von … irgendwas. Kann mich selbst nicht mehr erinnern, also kann es so gut nicht gewesen sein. Kann eigentlich nur besser werden im März. Wobei ich auch da sicher nicht mehr Zeit haben werde. Aber mal schauen.

Insgesamt: 6

Rewatches: 1

Schrott: 2


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