Monatsmotto September “Grenzen”: Filmpremiere

Jeden Monat sammelt Sonja auf ihrem Wertvoll-Blog Monatsmottos. Jeweils am Freitag blogge ich zu dem Thema, das ich für den Monat gewählt habe. Im September 2015 heisst mein Monatsmotto “Grenzen”.

“Liebe perfekte Kinder, setzt euch zu mir aufs Sofa. Heute Abend schauen wir einen Film!”

Es ist Dienstagabend, 18 Uhr. Also nicht etwa Wochenende, kein Feiertag, nicht einmal ein Regentag. Ein ganz gewöhnlicher Dienstag. Und die perfekte Mutter lädt zum Filmschauen? Und stellt Knabbergebäck aufs Salontischchen statt ein seriöses Nachtessen auf den Tisch? Einfach so?

Nein, natürlich nicht einfach so! Es gibt ihn, den Aspekt des Besonderen. Es ist die Tatsache, dass die perfekten Kinder überhaupt einen Film schauen wollen!

Das wollten sie bisher noch nie. Skirennen, ja. Fussballmatch, ja. DVDs von der “Chliine Prinzässin”, ja, bis sie die Geschichten auf Schweizer- und Hochdeutsch auswendig kannten. Aber einen ganzen Film? Bei dem Weissgottwas passieren kann? So wie damals, als Mami unbedingt “Oh, wie schön ist Panama” schauen wollte und der Bär plötzlich von der Brücke fiel, worauf beide Kinder in Panik und Geschrei ausbrachen und den “Scheissfilm” auf keinen Fall zu Ende schauen wollten? Nein danke, so was brauchen sie echt nicht noch einmal!

Bis “Nanny McPhee” auftauchte, die zauberhafte Nanny.

Plötzlich stand sie in Mamis Zimmer vor dem Spiegel, neben den geöffneten Kisten mit Verkleidungssachen.

“Wer bist du?”, fragten die Kinder.

“Nanny McPhee”, antwortete sie.

“Warum?”

“Weil ich heute Abend zu einem Familiencoaching gehe und ein wenig zaubern will”, sagte sie, zog Hut und Rock aus und sah wieder aus wie Mami.

“Wer ist Nanny McPhee?”, fragten die Kinder weiter, und ich erzählte ihnen vom Film mit der zauberhaften Nanny und fügte an: “Vielleicht wäre das ein Film, den wir miteinander schauen könnten.”

Wenig später erzählten ihnen Freunde davon, dass sie den Film geschaut und für super befunden hätten, und so entstand die Idee: Leihen wir uns doch in der Bibliothek die DVD aus und schauen uns den Film an!

Also – mir kamen irgendwann schon Zweifel. “Panama” von Janosch geht nicht, und jetzt will ich mit meinen Kindern einen trubeligen Spielfilm voll absurdem britischem Humor schauen? Ich warnte sie vor: “Es ist ein englischer Film. Die Engländer übertreiben gern und mögen es, wenn’s gruselig wird.” So what? Schliesslich waren die perfekten Kinder schon in England gewesen, und hatten es toll gefunden!

Wir liehen den Film am Montag aus, und bevor mich der Mut verlassen würde, bat ich am Dienstagabend zum Filmschauen. Nur zum Reinschauen. Zum Schauen, ob er ihnen gefallen würde. Zum Beschliessen, dass er doch zu gruselig, zu hochdeutsch, zu wild, zu englisch, zu zauberhaft war.

Und?

JA! WIR HABEN DIE GRENZE ÜBERSCHRITTEN!!!! DIE PERFEKTEN KINDER HABEN DEN ERSTEN GANZEN FILM IHRES LEBENS GESCHAUT! UND ERST NOCH GERN UND MIT SPASS!

An einem ganz gewöhnlichen, zauberhaften Dienstag im September.

2015-09-18 16.32.18



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