Mokchen

Na, die Gleene gommt doch von irjend nem Mokchen, oder? Was meensten damit? Sieht doch jar nich schlächd aus? Nee, ich meente nur, so wie se reden dud. Ach so, wie se reden dud. Da gönnsde recht ham. Irjend so n Mokchen jot weh de. Noch so ein sehr schönes, fast verschwundenes Beispiel aus dem Deutschen Demokratischen Wortgut. Das Mokchen. Oder auch Mogchen, Mougchen oder Moogchn. Regional verschieden eben. Das Mokchen jedenfalls, ein kleines Nest, ein kleiner Ort, ein Dorf im Niemandsland, ein Ort jot weh de, also janz weit draußen eben, besonders in der Nähe von Halle/Saale. Denn dort war (und ist) das Mokchen beliebt und da weiß auch jeder sofort, was gemeint ist. Und manch Hallenser zog einst aus einem Mokchen in die große Stadt.


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