Moin! Ikea Hamburg Altona

Ikea Altona (5)

Vergangenen Mittwoch hatte ich mit einigen anderen Bloggern die Gelegenheit das neue Ikea Haus in Altona zu besuchen. Wir wurden freundlichst durchs Haus geführt und haben eine Menge Informationen bekommen.

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Ihr habt sicherlich schon von diesem Haus gehört, da es doch das erste seiner Art ist. Weltweit!
Was ist daran so besonders?
Nun, es ist das erste Ikeakaufhaus mit Vollsortiment (das komplette Katalogsortiment ist hier erhältlich), welches in einer Innenstadt/ Fußgängerzone angesiedelt ist und sich auch sonst anders als ikeatypisch präsentiert.

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Angefangen mit der äußeren Optik (es dominiert die Farbe weiß in der Außenfassade, mit gelben und blauen Elementen), über tatsächliches Tageslicht innerhalb der Ausstellungs- und Lagerflächen, bis hin zu einer neuen Aufteilung der gewohnten Präsentationskonzepte.
Egal ob man von unten durch den Haupteingang kommt oder von den oberen Parkdecks, gestartet wird immer im Erdgeschoss, von wo man dann im typischen Kaufhauscharakter via Treppen und Rolltreppen durch die Etagen schlendern kann. Im Erdgeschoss befindet sich zudem ein kleines Café.

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Da es ein wenig anstengend sein würde, all seine Einkäufe treppaus- und treppab in den bekannten gelben Tüten zu transportieren, gibt es im gesamten Haus Einkaufswagen, die selbstverständlich auch ihre eigenen Rolltreppen haben. Sehr simple, doch sehr faszinierend – Nur sollte man mit den Wagen das Haus nicht verlassen, da sie sich sonst nach ein paar Metern weigern weiterzufahren :)

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Ikea unternimmt hier in Altona zum ersten Mal den Versuch, SB Halle und Möbelaustellung zu kombinieren. Das heißt, die Artikel, die in den einzelnen Präsentationsflächen aufgebaut sind, kann man direkt dahinter in seinen Wagen einpacken. Ausgenommen sind übergreifende Produkte, wie z.B. Pflanzen, Bilder oder Lampen, die kann man zwischendrin finden.
Ich mag diese Kombination sehr, habe ich so doch alles direkt vor Augen und schnell in meinem Einkaufswagen. Ausserdem lockert es für mich das Einkaufen auf, es macht die Rundgänge kurzweiliger und interessanter.
Die Ikea Marketingmitarbeiter haben uns verraten, dass sie selber sehr gespannt sind, wie die Kunden diese Neuerung aufnehmen.

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Selbstverständlich gibt es auch viele kritische Meinungen zu diesem Haus.
Anwohner befürchten eine erhöhte Lärmbelästigung durch ein erhöhtes Autoaufkommen, auch von Mietsteigerungen und Verdrängung kleiner Einzelhändler, Kleinunternehmer, Künstler wird geredet.
Dazu muss man sagen das die Große Bergstraße in Hamburg Altona eine der ältesten Einkaufstraßen ist, der es wirtschaftlich aber schon längerer Zeit nicht gut geht.
Auf dem heutigen Ikeagelände stand früher ein riesiger Gebäudekomplex aus den 70igern, mit 30 verschiedenen Geschäften, Gastronomieeinrichtungen, Wohneinheiten und einem Parkdeck für über 500 Parkplätzen. Doch nach ein paar Jahren schon, bemerkte man, dass das einst hochgepriesene Konzept nicht aufging und die Kundschaft ausblieb, Geschäfte gaben nach und nach ihren Betrieb auf, 2003 zog der letzte Mieter aus. Was danach folgte waren Spekulationsgeschäfte, versuchte Sanierungen (das prima Asbest der 70iger), Umstrukturierungen und Leerstand und zeitweilige Vermietung an Künstler. Bis Ikea dieses Grundstück kaufte und seine Vorstellungen eines City Kaufhauses umsetzte. (Infoquelle: wikipedia – sehr interessanter Artikel)

Ich möchte das Unternehmen Ikea nicht als heiligen Retter beschreiben. Wissen wir doch alle, dass es ein riesiger Konzern ist, der das große Zusammengehörigkeitsgefühl und “wir-sind-alles-eine-Familie” eher als Marketing betreibt – siehe auch die aktuelle Abmahnung für die berühmte und gern gelesene Internetseite Ikea Hackers – da hätte man, getreu dem Familienprinzips, gern eher einen anderen Umgang gesehen.
Es geht hier um Umsatz und Wirtschaftlichkeit.
Ein gut florierendes Geschäftsmodell ist Ikea – keine Frage! 47 Filialen gibt es allein in Deutschland, Altona ist Nr.48 und wird ganz sicherlich nicht die letzte sein.

Über 70% der Hamburger haben sich 2010 bei einem Bürgerentscheid für Ikea ausgesprochen.
Ich denke sie haben es richtig getan. Trotz der kritischen Gedanken bin ich ein Befürworter dieses Hauses. Meiner Meinung nach wird es die Gegend neu beleben, es werden neue Menschen durch die Straßen und angrenzenden Geschäfte flanieren und nicht nur bei Ikea ihren Kaffee trinken – Menschen, die sich sonst nicht so sehr in dieser Gegend aufgehalten haben.
Und dazu zähle ich ganz klar auch mich! Wir wohnen auf der anderen Seite Hamburgs, noch sehr zentral, die Stadtmitte ist für uns selbst zu Fuß, verbunden mit einem Spaziergang an der Außenalster, gut zu erreichen – doch weiter als Stadtmitte treibt es uns ehrlich gesagt nur selten. Dann eher runter an die Elbe…
Obwohl unsere S-Bahn vor der Tür sogar direkt bis Altona fährt.

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Und da sind wir bei meinem nächsten Punkt, warum ich diese Ikeafiliale jetzt schon mag: die perfekte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die neuen Möglichkeiten seine Einkäufe auch ohne eigenes Auto nach Hause zu bringen. Wir, als überzeugt autofreie Familie in einer Großstadt, sind da ganz klare Zielgruppe. Ikea setzt mit seiner Cityfiliale ganz klar auf andere Möglichkeiten des Transportes.

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Es werden dem Kunden verschiedene Alternativen angeboten. Es gibt z.B. Lastenfahrräder oder Fahrradanhänger zu leihen (erste 3 Stunden kostenlos), Lastentaxen, bei denen man sogar mitfahren kann (wobei ich 29.-/5km vielleicht noch etwas hoch finde?), Car sharing ist möglich, ein Fahrradkurier auch für größere Möbel kann geordert werden, taggleiche Lieferungen und Möglichkeiten Kleinartikel nach Hause geliefert zu bekommen zu verschiedenen Preismodellen gibt es zudem.
Für Fahrradfahrer sind übrigens viele Stellplätze, öffentliche Luftpumpen (diesen Service habe ich noch nie in Hamburg gesehen, lasse mich aber gerne eines besseren belehren) und Schränke für Fahrradhelme und Taschen vorhanden. Finde ich prima!
Na ja, und seine Kleinartikel kann man natürlich auch ganz bequem zum Bahnhof tragen, um von da aus mit diversen Bussen und Bahnen/ Zügen nach Hause zu fahren, nachdem man seinen generellen Altonabummel abgeschlossen hat, versteht sich :)

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Vielen Dank für die Möglichkeiten, sich das Haus vorab ansehen zu können, die freundliche Begleitung und Organisation!
Die Marketingabteilung hat uns erklärt, dass auch dies neu ist – sich öffnen für die Öffentlichkeit. Zeigen wer hinter den Fenstern arbeitet, Nachbarn zum schnuppern einladen, Mitarbeiter und Familie vorab willkommen heißen und eben auch Blogger.

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Ich bin auf eure Meinungen gespannt! Morgen geht’s los – Ikea Altona öffnet zum ersten Mal seine Türen der Öffentlichkeit!

Viele und liebe Grüße!
myriam.


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