Mohn-Orangen Kuchen

Posted by Anina on Jan 19, 2014 in Geschichten und Reisen, Kuchen

Erster Anschnitt

Uff!

Weihnachten ist vorbei, und das schon fast einen Monat!

Und doch, so ein Fest, so wunderschön es ist und so sehr ich dran hänge, es bringt das häusliche Gefüge für eine gewisse Zeit lang ganz schön aus dem Lot…

Der Esstisch, zum Festtisch umfunktioniert, war bis vor kurzem mit Kerzenhaltern, meinen jahrelang gesammelten , alten Porzellantellern für die Kekse, Obstschalen und allerlei Zierrat besetzt.

Die Mahlzeiten nahmen wir aus diesem Grund auf dem Sofa sitzend, alles ankleckernd, bröselnd und insgeheim leise fluchend ein.

Vor ein paar Tagen rangen wir uns endlich durch und der Baum wurde unter höllischem Nadel-Geriesel abtransportiert (der Hauswart wird’s uns danken!), der güldene, glänzende, bunte, mit Kindheitserinnerungen  imprägnierte Weihnachtsschmuck fürsorglich in seine Schachteln zurückgelegt, die neuen Geschenke in der Wohnung verteilt, die leeren Keks-Schachteln gewaschen und die letzten Trüffeln (schmeckten schon etwas alt) in den Mund gesteckt!

Und als das alles vollbracht war (3 Stunden und 22 Minuten effizientestes Wegräumen, Aufkehren, Einschlichten, und das zu zweit), habe ich mir geschworen, der nächste grössere Aufwand wird erst zu Ostern gemacht!

Es gibt auch ein Leben ausserhalb der Kuchl! Ein bissi Pause wird gut sein!

Da ich nun aber doch eine Bestandsaufnahme meiner Backvorräte machen musste, fiel mir auf (alle Jahre ist’s dasselbe: ab Mitte November werden von mir  systematisch, bei jedem Einkauf, auch Zutaten für die Weihnachtsbäckerei eingekauft. Honig, Nüsse, Zucker, kandierte Früchte, Schokolade, alles wird gebunkert und dann, nach Weihnachten, merkt Klein- Anina, in Wahrheit nicht wirklich überrascht, dass die Augen wieder grösser waren als ihre Zeit fürs weihnachtliche Backen:

Ups, was seh ich da? Ich hab noch mindestens vier Pakete Mandeln, unzählige Päckchen Aranzini, viel zu viel Honig, x Briefchen mit Weihnachtsgewürzen, dreimal Roggenmehl, tausend Vanillezucker-Tütchen…

Kurzum, ein Genie der Planung bin ich wahrscheinlich nicht. Meine Strategie ist das kreative Chaos…

Auch scheine ich es zu lieben, von meinen Backzutaten in rauhen Mengen umgeben zu sein, ein bisschen wie Dagobert Duck mit seinen Moneten. Wär mir auch nicht unrecht!)

Mjam!

Ja, so es fiel mir also auf, dass noch recht viele Haselnüsse und Schokolade übrig geblieben waren.

Somit, ich wollte ja gar nicht, aber Sträuben half nichts, war ich gezwungen, doch wieder zu backen:

Mohn, Bio-Orangen, Haselnüsse, ein Winter-Kuchen ist hiermit daraus geworden, saftig und mit feiner Orangen-Note!

Zutaten

Zutaten:

  • 150 gr Mohn
  • je 100 gr geriebene Haselnüsse und Schokolade
  • 150 gr Zucker
  • 4 Eier
  • 200 gr weiche Butter
  • 2 Bio-Orangen
  • 3 El Mehl
  • 150 gr Staubzucker für die Glasur
  • 3 Esslöffel Orangen-oder Erdbeermarmelade
  • Cointreau

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Schokolade reiben

Zubereitung:

Eine runde Springform buttern und mehlen.

Weiche Butter mit der Hälfte des Zuckers hellschaumig schlagen. Ein Ei nach dem anderen einmixen, restlichen Zucker und die geriebene Schale beider Orangen beifügen.

Die Orangen auspressen, zwei El davon für die Glasur zurückbehalten.

Orangensaft in die Eimasse rühren.

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Die trockenen Zutaten (Schoko, Haselnüsse, Mohn, Mehl) mischen und unter die Ei-Masse heben.

Mohn-Schoko-Nuss-Mehl

Ca. 40 Minuten oder bis der Kuchen durch ist bei 160-180°C backen.

Für die Glasur die Marmelade erhitzen und glatt rühren. Den Kuchen noch warm (nicht heiss!) au der Form lösen, mit der Marmelade bestreichen.

Den Staubzucker mit 1 El Cointreau und 1 El Orangensaft glatt rühren und den Kuchen damit glasieren.

Orangenguss

Trocknen lassen, am besten über Nacht!

Ach, und heute war’s Sonntag und ein Spaziergang zur Hermesvilla, dem Jagdschloss, dass Kaiser Franz Joseph seiner Sisi erbauen liess, es aus seiner Privatschatulle finanzierte und schenkte, um sie doch an sich und Wien  zu binden (erfolgslosest!), stand auf dem Programm.

Nachmittagssonne

Bei lauem Wetter und mit vielen anderen Wienern ging’s also an die frische Luft!

Brunnen Hermesvilla

Platane

Hier ein paar Impressionen, womöglich der Beginn einer Photoserie über mein liebes Wien und seine schönsten Plätzchen und Ecken?! Ich habe grosse Lust darauf, eine neue Rubrik einzurichten!

Deambulatoire Hermesvilla

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Mutter und Kind

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Sisi

Der Zahn der Zeit

Detail Hermesvilla

buntes Glas-Fenster

Sisis Stallungen

Diana

Damwild

Eichenblätter

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