Mit Verspätung

Dem Gespenst von Jacques Derrida und der Philosophie. Frühfrühling Hinter Deinen Augen und hinter ihren Gläsern erkenn‘ ich da nicht mit apodiktischer Evidenz, dass ich am Wettkampf um die größten Brillen mit den dicksten Gläsern nicht teilnehmen muss, dass mir Arme gegeben sind zum verschmitzten Verschnaufen und, eh ich‘s vergesse, den treuen Bleistift als Bruder hab‘ ich ja auch? Und hinter den Gläsern grünt das Grün ja auch, wie es heißt, es ist so scheu, und hinter den Gläsern seh ich auch das um tiefes Schwarz gehüllte Blau. Und dann hat man die Wahl: mal die Zeichen mit abwaschbaren Farben als Beute des kommenden Regens, oder ritz sie mit scharfer Klinge ein, dann sieht man sie nicht und täusche dich nicht ob der Schärfe der Klinge, denn ist sie sehr scharf, blickt man irgendwann nicht mehr durch, so vollgekratzt sind die Scheiben, denn man erkennt ja nicht, was man zuvor noch schrieb. Doch das kümmert jetzt nicht: wenn sich die Gläser scheu aneinanderreiben, womöglich zerspringen, beginnt da der Frühling endlich? Blendete nicht das grelle Licht? Tränten nicht die übernächtigten Pupillen, schattenumsäumt? Trocknete sie da nicht die sich verwechselseitigende Wärme in uns? Und die stählernen Bügel verbögen sich dann zu Orakelzeichen, bewährungsgeprüft.

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