[MINI-REZENSION] "Wer einmal lügt"

Von Buechersuechtig
Cover
Der Autor
Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bislang in 41 Sprachen übersetzt und stehen international immer wieder wieder ganz oben auf den Bestsellerlisten. Harlan Coben gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seinen vier Kindern in New Jersey.
*Produktinformation*
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Page & Turner (11. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442204135 / ISBN-13: 978-3442204137
Originaltitel: Stay Close
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 4,2 cm

Leseprobe
Quelle:  Randomhouse  *lies mich*

  Die Geschichte... Megan Pierce hat alles, was man sich wüschen kann: Ein sorgloses Leben an der Seite ihres wundervollen Ehemanns, zwei zauberhafte Kinder und ein tolles Haus in einem Vorort. Doch niemand ahnt, dass Megan seit Jahren ein dunkles Geheimnis hütet: Denn in ihrem früheren Leben hat Megan als Stripperin in einem heruntergekommen Club gearbeitet, wo die junge Frau damals in einer unheilvollen Nacht voller Gewalt die Flucht ergriffen hat. Doch die Vergangenheit holt Megan ein, denn in Megans alter Arbeitsstätte wurde -ebenso wie vor siebzehn Jahren- eine Leiche gefunden und der leitende Detective rollt nun auch den alten Fall auf, der ihn nie losgelassen hat und bringt damit die zweifache Mutter in große Gefahr... Meine kurze Meinung: Kauf-/Lesegrund: Hab ich mir aus der Bücherei mitgenommen, da ich es noch einmal mit diesem Autor versuchen wollte.
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplatz: Kasselton, New Yersey und Atlantic City
Hauptpersonen: Megan Pierce ist Mitte 30 und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei halbwüchsigen Kindern in einem schönen Haus in Kasselton. Die hübsche Frau hat eine bewegte Vergangenheit, von der niemand weiß, was ihr zum Verhängnis wird. Detective Broome ist Mitte bis Ende 40 und arbeitet seit vielen Jahren bei der Mordkommission in Altantic City. Ihn beschäftigt noch immer ein alter ungelöster Mordfall und als ein neuer Mord an der gleichen Stelle geschieht, sieht er die Parallelen zum alten Fall. Megan und Broome sind blasse Charaktere, denen es an Facetten und Kanten fehlt.

Nebenfiguren: Die Story wartet mit vielen Nebenfiguren auf, die ebenso farblos wie die Hauptpersonen wirken.
Romanidee: Nicht ganz neue Idee (die Hauptperson wird von der Vergangenheit eingeholt), die bescheiden umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Neben den Haupterzählern Megan und Broome schildern auch andere Figuren (alle in der 3. Person) die Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel.

Handlung: Unrealistische Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und Erzählperspektiven, übertriebenen Wendungen, ein paar wenig überraschenden Irrwegen, etlichen klischeehaften Szenen  und einigen Längen. Ich habe immer darauf gewartet, dass die Story irgendwann das Ruder herumreißt und spannend wird, doch leider vergebens...
Schreibstil & Co:  flüssige Schreibweise, blutleere Dialoge
FAZIT: "Wer einmal lügt" ist eins der schlechteren Bücher von Harlan Coben, die ich bisher gelesen habe. Die Story ist an den Haaren herbeigezogen und erinnert an einen schlechten Fernsehkrimi, die Protagonisten können nicht überzeugen, obwohl sich dieser langweilige Thriller relativ schnell lesen lässt. Dafür kann ich leider nur mit Augenzudrücken 1 1/2 (von 5) Punkte vergeben.