[MINI-REZENSION] "Sonntags bei Sophie"


Cover


Quelle: Aufbau Verlag

Die Autorin
Clara Sternberg, 1960 geboren, wollte als Kind Ärztin, Schauspielerin, Tierärztin, Schriftstellerin oder Sängerin werden. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Texterin und Übersetzerin. Clara Sternberg lebt in Berlin. „Sonntags bei Sophie“ ist ihr erster Roman.
*Produktinformation eBook* / *Produktinformation Buch*
Format: Kindle Edition / Dateigröße: 1396 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 282 Seiten
Verlag: Aufbau Digital; Auflage: 1 (13. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746625386
ISBN-13: 978-3746625386
ASIN: B00ICXAA9I
Leseprobe
Quelle: aufbau-verlag.de  *lies mich*
 

Die Geschichte...
Rosa, Sophie und Melanie kennen sich schon viele Jahre, denn seit ihren gemeinsamen WG-Zeiten sind sie Freundinnen und gehen durch dick und dünn. Inzwischen sind die Freundinnen in der Mitte ihres Lebens angelangt und jede von ihnen hat andere Probleme. Tierärztin Rosa führt mit ihrem Mann Uwe keine richtige Ehe, sondern eher eine bequeme Zweckgemeinschaft. Übersetzerin Melanie ist die jüngste im Bunde und schwanger, doch der werdende Vater ist noch gebunden und hält Melanie immer wieder hin. Bei Buchhändlerin Sophie ist der Krebs, den sie "Godzilla" nennt, zurückgekehrt und zwar so aggressiv, dass Sophie nur noch einige Monate zu leben hat. Die verbleibende Zeit will Sophie nicht in Krankenhäusern und mit Therapien vergeuden, sondern das Leben noch genießen. Auch wenn Sophies Hiobsbotschaft Melanie und Rosa umhaut, versuchen sie, ihren Wunsch nach einem wöchentlichen Mädels-Tag zu respektieren und so treffen sich die "Mädels" jeden Sonntag bei Sophie und versuchen, viel Spaß zu haben, Sophies Erkrankung kurzfristig zu vergessen und auf ein Wunder zu hoffen. Und die todkranke Freundin hat sich ein Ziel gesetzt: Sie möchte vor ihren Ableben auf alle Fälle noch Melanies Baby, das derzeit nur "Motte" genannt wird, im Arm halten...
Meine Meinung in Kurzform: Kauf-/Lesegrund: Kerstin Gier hat das Buch vor einiger Zeit empfohlen und so hat der Roman mehrere Monate auf meiner Wunschliste zugebracht, bis ich mich zum Kauf durchringen konnte.
Reihe: Einzelbuch
Handlungsschauplatz: Als Handlungsschauplatz dient die deutsche Hauptstadt Berlin, die mit lebendigen Orts- und Schauplatzbeschreibungen aufwartet.

Handlungsdauer: Die Story beginnt an einem Silvesterabend und dauert ungefähr 4 Monate.


Hauptpersonen: In "Sonntags bei Sophie" dreht sich alles um die Freundinnen Rosa, Sophie und Melanie. Die 46-jährige Tierärztin Dr. med. vet. Rosa Ammer führt mit ihrem Kollegen "Dr. Tom" eine gutgehende Praxis und ist mit dem pragmatischen Uwe verheiratet. Rosa und Uwe sind seit 8 Jahren verheiratet, doch seit sich ihr Kinderwunsch nicht erfüllt hat, ist Sex für Uwe kein Thema mehr und die beiden Ehepartner leben nebeneinander her, doch Rosa erwartet eigentlich mehr vom Leben... Mit ihren 54 Jahren ist Sophie Mehring die Älteste im Bunde, die alles zusammenhält. Sophie arbeitet als Buchhändlerin, ist mit dem liebevollen Stefan verheiratet und ist rundum glücklich, bis sie erfährt, dass ihr Krebs (Spitzname "Godzilla") zurückgekehrt ist und sie nicht mehr lange leben wird... Die 42-jährige Melanie Daniels ist die Jüngste der Runde, arbeitet als Übersetzerin in einer großen Kanzlei und wird unerwartet schwanger. Doch der werdende Kindsvater Heiko ist noch immer mit der labilen Ines liiert und will ihr nicht den Boden unter den Füßen wegziehen, auch wenn er mit seinem Verhalten Melanie immer wieder weh tut...
Sophie, Melanie und Rosa sind ganz unterschiedliche und sympathische Protagonisten mit Facetten, Ecken und Kanten, die sich mit allerlei Problemen, Ängsten und Geheimnissen herumschlagen. Es ist fast so, als würde man die Frauen schon lange kennen und so schließt man die Hauptpersonen schnell ins Herz.
Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie diverse Familienmitglieder und Kollegen sind interessante Personen, die sich gut in die Handlung einfügen.
Romanidee: Reizvolle Grundidee (2 Frauen verbringen jeden Sonntag gemeinsam mit ihrer sterbenskranken Freundin), die hervorragend umgesetzt wurde.
Erzählperspektiven: Die Geschehnisse werden größtenteils aus der Sicht von Ich-Erzählerin Rosa und der restliche Part von Melanie geschildert, die uns an ihren Gefühlen und Gedanken teilhaben lassen, wodurch man mit den liebenswerten Frauen mitfühlt und mitleidet. Aufgelockert wird die Geschichte durch die gefühlsbetonte Briefe, E-Mails und SMS der Freundinnen.
Handlung: "Sonntags bei Sophie" birgt eine gefühlvolle Geschichte über Freundschaft, Liebe & Krankheit, die neben all der Trauer auch voller Hoffnung steckt und mich zum Weinen, Nachdenken und Lächeln gebracht hat - vor allem gegen Ende sind etliche Tränen geflossen. "Sonntags bei Sophie" steckt voller Überraschungen sowie Wirrungen und Stolpersteinen und kommt ganz ohne kitschige Szenen, Längen oder überflüssige Passagen aus.
Schreibstil & Co:  Der emotionsgeladene und mitreißende Schreibstil, eine angenehme Sprache und unterhaltsame Dialoge runden die 282 Seiten ab.
FAZIT: "Sonntags bei Sophie" erzählt eine berührende Geschichte über eine wundervolle Freundschaft, das Leben & den Tod, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat. Ich kann gar nicht glauben, dass dieser Roman ein Erstlingswerk sein soll, denn "Sonntags bei Sophie" lässt sich dank des abwechslungsreichen Plots mit zauberhaften (Schauplatz-)Beschreibungen, der liebenswerten Freundinnen und der ausdrucksstarken Schreibweise rasant lesen. Dafür vergebe ich gern eindrucksvolle 5 (von 5) Punkte und freue mich auf weitere Bücher von Clara Sternberg.     

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