[MINI-REZENSION] "Singe, fliege, Vöglein, stirb"

Cover

Quelle: Loewe

Die Autorin
Mit elf Jahren hat Janet Clark ihren ersten Roman geschrieben. Er hatte zwölf Seiten und eine Leserin. Obwohl diese sofort von ihren schriftstellerischen Fähigkeiten überzeugt war, brauchte es viele Jahre und Umwege über diverse Länder und Berufe, bis Janet Clark ihr erstes Manuskript an eine Agentur schickte. Seitdem finden ihre Bücher immer mehr Fans. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie in München.
*Produktinformation*
Broschiert: 336 Seiten
Verlag: Loewe; Auflage: 1 (10. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785577524 / ISBN-13: 978-3785577523
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 3,6 x 21,5 cm

Leseprobe Quelle: loewe.de *lies mich*
  
Die Geschichte...
Die 18-jährige Ina möchte später Tierärztin werden und jobbt deshalb auch im Tierheim, ansonsten wohnt die junge Frau noch bei ihren Eltern und ist mit ihrem Freund Aaron glücklich. Doch das ändert sich, als sie Aaron in einer verfänglichen Situation mit seiner Nachhilfeschülerin Casey ertappt und genau dieses Mädchen kurze Zeit später tot aufgefunden wird. Aaron gerät unter Tatverdacht, wird danach über Social Networks und auch persönlich attackiert. Als Ina ihren Freund verteidigt, wird auch sie angegriffen und weiß bald nicht mehr, wem sie trauen kann...
Meine Meinung in Kurzform: Kauf-/Lesegrund: Da ich gern Jugendthriller lese und mich das nette Cover angesprochen hat, habe ich zu "Singe, fliege, Vöglein, stirb" gegriffen.
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplatz: Die deutsche Kleinstadt Elland, die in der Nähe von Hamburg liegt.
Handlungsdauer: Die Geschichte, die sich in 2 Teile gliedert, beginnt mit dem Prolog am Tag Null (Mittwoch, 30. Oktober), startet 7 Tage vorher (am 23. Oktober) und endet am 30. Oktober.
Hauptpersonen: Ina Stegvogel ist 18 Jahre jung, hübsch, jobbt im städtischen Tierheim und will Tiermedizin studieren. Die junge temperamentvolle Frau lebt bei ihren Eltern und fährt eine Yamaha XT250, die sie heiß liebt. Seit ungefähr 4 Monaten sind Ina und der gutaussehende Naturwissenschaftsstudent Aaron Larenberg zusammen, früher war er mit Inas verhasster Kollegin Lennja liiert, was Ina allerdings nicht weiß. Auch wenn Ina und Aaron interessante Charaktere mit einigen Facetten & Ecken sind, konnte ich nicht alle ihrer Handlungen und Taten nachvollziehen. Außerdem bin ich mit Aaron überhaupt nicht warm geworden. 
Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Inas Eltern (ihr Vater betreibt einen Bio-Versandhandel), Aarons bester Freund Mark Ziegler (der Chemie- und Umwelttechnik-Student hilft auch im Café seiner Familie aus), Aarons 16-jährige Nachhilfeschülerin Casey Lorell (stammt aus einer reichen Familie, da ihrem Stiefvater ein Labor gehört und ist eine richtige Zicke), Lennja Müller (die feste Pflegerin des Tierheims ist 21 Jahre jung, hat strohblonde Haare, eisblaue Augen und kommt mit Ina nicht gut zurecht) und Janosch Czerski (dem Tierschutzaktivisten wird der Anschlag auf das Lorell-Labor -das Caseys Stiefvater gehört- angehängt und seitdem befindet er sich auf der Flucht) fügen sich ansprechend in die Handlung ein.

Romanidee: Hier wird das Thema Cyber-Mobbing in sozialen Netzwerken und die zerstörenden Folgen angesprochen, deren Umsetzung mich leider nicht überzeugt hat. Erzählperspektiven: Die Geschehnisse werden abwechselnd von Ina und Aaron erzählt (1. Person im Präsens), die uns Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt gestatten.
Handlung: Langatmige Geschichte mit zwei verschiedenen Erzählperspektiven und Handlungssträngen, einigen Geheimnissen & Wirrungen, viel Gewalt & Hass, aber auch mit unzähligen ausgeschmückten Schilderungen und kleinen Längen.
Schreibstil & Co:  "Singe, fliege, Vöglein, stirb" enthält eine ausführliche, etwas aufgesetzte Schreibweise und eine, der jugendlichen Zielgruppe angepassten Sprache, die leider nicht mein Fall ist. FAZIT: "Singe, fliege, Vöglein, stirb" wird nach "Schweig still, süßer Mund" wohl auch mein letzter Jugendthriller bleiben, da mir dieses Buch von Janet Clark nicht wirklich zugesagt hat. Die Charaktere bleiben unsympathisch, die Handlung zieht sich in die Länge und der Schreibstil konnte leider auch nichts mehr retten. Dafür kann ich nicht mehr als 2 (von 5) Punkte vergeben, da ich beim Lesen manchmal Aggressionen entwickelt habe und zeitweise das Buch sogar abbrechen wollte.


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