[MINI-REZENSION] "Dornröschenschlaf" (Band 1)

Cover[MINI-REZENSION] Die Autorin
Alison Gaylin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in den USA. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht und plant eine Serie mit der außergewöhnlichen Ermittlerin Brenna Spector. ProduktinformationLink zu Amazon
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (23. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548283780
ISBN-13: 978-3548283784
Originaltitel: And She Was
Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 3,6 cm
Leseprobe
Quelle: vorablesen  *lies mich*

Die Geschichte... Seit ihre Schwester Clea vor 28 Jahren entführt wurde, hat Brenna Spector die Fähigkeit, sich an jedes Detail ihrer Vergangenheit zu erinnern und niemals etwas zu vergeben. Diese seltene Gabe kommt Brenna bei ihrem Job zugute, denn sie hat sich als Privatdetektivin auf die Suche nach vermissten Menschen spezialisiert. Als Brenna und ihr eigenwilliger Assistent Trent von Nelson Wentz engagiert werden, seine verschollene Ehefrau zu finden, führt die Spur zu einem alten Fall. Die kleine Iris ist vor 11 Jahren spurlos verschwunden und dieser Fall weist erschreckende Parallelen mit dem Verschwinden ihrer Schwester auf...
Meine Meinung:
"Dornröschenschlaf" ist mir von Nicki ans Herz gelegt worden und da ich gern Bücher mit außergewöhnlichen Protagonisten lese, musste ich diesen Serienauftakt natürlich lesen. Als Schauplatz dient die Kleinstadt Tarry Ridge im Staat New York... Die 39-jährige Brenna Spector "leidet" unter dem hyperthymestischen Syndrom, was bedeutet, dass sie sich seit dem Verschwinden ihrer Schwester alles gespeichert hat, was sie seitdem gehört oder gesehen hat. Die Privatdetektivin ist geschieden und lebt mit ihrer Teenagertochter Maya zusammen, das Büro teilt sie sich mit ihrem kapriziösen Assistenten.
Während ihren Nachforschungen trifft sie auf Detective Nick Morasco, der schon im Fall der kleinen Iris Neff ermittelt hat und damals die Hinweise von Brenna nicht ernst genommen hat. Der große, schlaksige Polizist liebt seinen Beruf und hat eine Vorliebe für Tweed-Sakkos. Brenna Spector ist eine interessante Hauptperson mit einer außergewöhnlichen Begabung und vielen Facetten, neben der Nick Morasco allerdings ein wenig blass wirkt. Dafür musste ich wegen Trent oft lachen, Brennas schräger Assistent ist eine wirklich gelungene Nebenfigur. Ebenso reizvoll wie die Hauptperson finde ich die Idee, das hyperthymetische Syndrom, in einen Thriller einzubauen.
Anfangs hatte ich leichte Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden, aber nach den ersten 40, 50 Seiten gewinnt die Handlung zunehmend an Fahrt und nimmt einen auf eine spannende Spurensuche mit. Trotz kleiner Längen und ausgeschmückten Schilderungen, die den Lesefluss ein wenig bremsen, wartet "Dornröschenschlaf" mit vielen unerwarteten Wendungen und Irrwegen auf, auch wenn ich mir das Ende noch spektakulärer vorgestellt hatte und dieser Thriller mit relativ wenig Blut, Leichen & Co. aufwartet.
Die Geschehnisse werden größtenteils aus der Sicht von Brenna (in der 3. Person) erzählt, aber auch diverse Nebenfiguren wie z.B. Carol und Nelson Wentz schildern die rasanten Begebenheiten aus ihrer jeweiligen Warte. Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven und miteinander verwebenden Handlungssträngen gestaltet sich die Story durchwegs abwechslungsreich. Komplettiert wird der Thriller durch einen fesselnden Schreibstil und unterhaltsame Dialoge.
FAZIT: Auch wenn "Dornröschenschlaf" kleine Schwächen birgt, so hat mich dieser Thriller von Alison Gaylin dank der eindrucksvollen Idee, die in eine spannende Geschichte verpackt wurde, der mit einer speziellen Gabe ausgestatteten Hauptperson sowie einer ausdrucksstarken Schreibweise wirklich gut unterhalten. Ich würde gern noch mehr über Brenna lesen und vergebe für diesen leisen Thriller 4 (von 5) Punkte.
[MINI-REZENSION]