[MINI-REZENSION] "Die Achse meiner Welt"

Von Buechersuechtig
Cover

Quelle: Droemer Knaur

Die Autorin
Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Herfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. „Die Achse meiner Welt“ ist ihr Romandebüt.
*Produktinformation* Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. August 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426515393 / ISBN-13: 978-3426515396
Originaltitel: 
Fractured
Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,6 x 3 cm
Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte... Als Rachels bester Freund Jimmy 2008 bei einem Zusammenstoß mit einem Auto stirbt, ändert sich dadurch auch das Leben der 18-jährigen Rachel und ihrer Clique, die dem schrecklichen Ereignis beiwohnen. Rachel trennt sich danach von ihrem attraktiven Freund Matt und studiert auch nicht Journalismus, denn die äußerlichen und innerlichen Narben, die sie durch den Unfall davongetragen hat, sind zu tief...  Im Jahr 2013 treffen sich alle Freunde auf der Hochzeit ihrer Freundin Sarah in Bishopsford wieder. Kurze Zeit später wird Rachel überfallen und als sie im Krankenhaus aufwacht, sind die letzten 5 Jahre scheinbar ausgelöscht, denn Jimmy lebt, sie ist noch immer mit Matt zusammen und ihr Gesicht ist narbenlos. Was geschieht mit Rachel? Und ist ihr neues Leben wirklich besser?
Meine Meinung in Kurzform: Kauf-/Lesegrund: Wegen der vielen begeisterten Meinungen wollte ich dieses Buch unbedingt auch lesen.
Reihe: Nein, Einzelbuch
Handlungsschauplatz: London, England
Handlungsdauer: Die Geschichte beginnt im September 2008, spult kurz danach bis zum Dezember 2013 vor und dauert einige Wochen.
Hauptperson: Rachel Wiltshire ist 23 Jahre jung, lebt und arbeitet in London, doch glücklich ist sie nicht, denn von einem Unfall vor 5 Jahren hat sie seelische und körperliche Narben davon getragen. Und dann bringt ein weiterer Unfall im Jahr 2013 ihr bisheriges Leben komplett durcheinander... Rachel ist zwar eine interessante Protagonistin mit einigen Ecken und Kanten, aber so richtig konnte ich mich mit ihr, ihren unterschiedlichen Leben bzw. ihren Handlungen nicht identifizieren.

Nebenfiguren: Die mitwirkenden Nebencharaktere wie Rachels Clique, bestehend aus Jimmy Boyd (Rachels bester Freund seit Kindertagen, der 2008 gestorben ist und nach Rachels Unfall im Jahr 2013 plötzlich wieder lebt), Matt Randall (Rachels gutaussehender Freund stammt aus einer wohlhabenden Familie und ist 2013 mit Rachel verlobt, obwohl sie sich 5 Jahre zuvor getrennt haben), ihre beste Freundin Sarah (die 2013 David heiratet) und die wunderschöne Cathy (die ein Auge auf Matt geworfen hat) sind reizvolle Figuren, obwohl hier viele Nebencharaktere Verwendung finden.
Romanidee: Nicht ganz neue Grundidee (erinnert ein wenig an Sophie Kinsellas "Kennen wir uns nicht?") mit verschenktem Potential. Dennoch finde ich den Ansatz mit der Amnesie und den unterschiedlichen Leben reizvoll, die Umsetzung gefällt mir allerdings weniger. Rachels bisheriges Leben ist durch das tragische Ereignis mit Jimmy deprimierend und aussichtslos, während Rachels "neues" Leben bzw. die Suche nach der wahren Liebe für meinen Geschmack schon fast zu perfekt und klischeehaft gezeichnet wurde.
Erzählperspektiven: Ich-Erzählerin Rachel schildert die turbulenten Geschehnisse aus ihrem Blickwinkel und gewährt uns dabei einen Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt.
Handlung: "Die Achse meiner Welt" ist eine abwechslungsreiche Geschichte mit einigen Irrwegen & Wirrungen, die stellenweise vorhersehbar und leicht klischeehaft wirken. Man wird völlig unvorbereitet in die Geschichte einer Clique mit unzähligen Namen und Geschichten geworfen, weshalb ich einige Zeit gebraucht habe, um mich zu orientieren. Leider birgt das Erstlingswerk auch kleine Längen sowie ausgeschmückte Schilderungen, die den Lesefluss etwas bremsen, außerdem hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht.

Schreibstil & Co:  Abgerundet wird die Story durch den ausdrucksvollen Schreibstil und unterhaltsame Dialoge.
FAZIT: Leider hat mich "Die Achse meiner Welt" gefühlsmäßig nicht abgeholt, was ich eigentlich aufgrund des Klappentextes und der interessanten Idee erwartet hatte. Den Hype um das Romandebüt verstehe ich ehrlich gesagt, nicht wirklich. "Die Achse meiner Welt" ist zwar ein kurzweiliger Roman, der sich angenehm lesen lässt, mir aber nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Dafür kann ich beim besten Willen nicht mehr als 3 (von 5) Punkte vergeben.