[MINI-REZENSION] "40 Stunden"

Von Buechersuechtig

Cover

Quelle: Randomhouse

Die Autorin
Kathrin Lange wurde 1969 in Goslar am Harz geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und zwei Söhnen in einem kleinen Dorf bei Hildesheim in Niedersachsen. Seit 2005 schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche. *Produktinformation* Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442381290
ISBN-13: 978-3442381296
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3,6 cm
Leseprobe
Quelle: bic-media.com  *lies mich*

Die Geschichte...
Da der Sonderermittler Faris Iskander vor 10 Monaten bei einem Bombenanschlag in einem Museum schwer verletzt wurde und noch mit den Nachwirkungen zu kämpfen hat, wurde er vom Dienst suspendiert. Gerade findet in Berlin der ökumenische Kirchentag in Berlin statt, als Faris einen Anruf und ein besonders grausames Video auf seinem Handy erhält. Darauf ist ein Mann zu sehen, der ans Kreuz genagelt wird und da der anonyme Anrufer ein besonders Wort verwendet, glaubt Faris Iskander, dass es sich dabei um den Bombenleger aus dem Museum handelt. Als der suspendierte Polizist der SERV (Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen) den Anweisungen des Anrufers folgt, muss er mit ansehen, wie in einer U-Bahn eine Bombe explodiert und viele Opfer fordert. Und der mutmaßliche Bombenleger hält einen ganz besonderen Auftrag für Faris bereit: Wenn er den gekreuzigten Mann nicht innerhalb der nächsten 40 Stunden findet, werden in ganz Berlin noch mehr Bomben hochgehen. Faris Iskander und seine Kollegen der SERV versuchen mit allen Mitteln, den Attentäter zu finden...
Meine Meinung in Kurzform:
Kauf-/Lesegrund: War eine Empfehlung der lieben Isabel
Reihe: Einzelband, über eine Fortsetzung würde ich mich freuen.
Handlungsschauplatz: Berlin
Handlungsdauer: Die Story gliedert sich in den 1. Teil (Stunde 1 bis Stunde 14), 2. Teil (Stunde 15 bis 28) und 3. Teil (Stunde 29 bis 40).
Hauptperson:  Faris Iskander ist Single, arabischer Abstammung und lebt in Berlin. Der eigenbrötlerische Kriminaloberkommissar leidet unter seiner Suspendierung und möchte trotz seiner Traumatisierung am liebsten wieder sofort für die SERV arbeiten. Faris Iskander wird als sympathischer, facettenreicher Protagonist geschildert, in den man sich gut einfühlen kann.
Nebenfiguren: Faris Kollegen von der Sondereinheit für religiös motivierte Verbrechen und die Priesterin Ira Jenssen sind interessante Persönlichkeiten. Allerdings kommen für meinen Geschmack zu viele Nebencharaktere zum Einsatz.
Romanidee: Reizvolle Grundidee, bei der Glaube & Religion eine große Rolle spielt und die ansprechend umgesetzt wurde.

Erzählperspektiven: Neben Haupterzähler Faris schildern auch andere Figuren die rasanten Geschehnisse aus ihrem jeweiligen Blickwinkel.
Handlung: Spannende Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und sehr vielen Erzählperspektiven, ungeahnten -manchmal etwas zu dramatischen -Wendungen und vielen Irrwegen. Leider verliert sich die Story manchmal zu sehr in Nebensächlichkeiten und allzu ausgeschmückten Beschreibungen, was mir persönlich nicht so zusagt.
Schreibstil & Co:  fesselnde & emotionsgeladene Schreibweise, nichts für zartbesaitete Leser!
FAZIT: "40 Stunden" ist ein gut gemachter Thriller, der mir dank der rasanten Story und dem interessanten Protagonisten ein paar spannende Lesestunden beschert hat. Wegen der kleinen Mankos vergebe ich diesem Thriller von Kathrin Lange tolle 4 (von 5) Punkte und würde noch gern mehr über Faris Iskander lesen.