Mina Ahadi wird auf der Demonstration gegen die Zweite Bonner Afghanistan-Konferenz eine Rede halten!

Von Nicsbloghaus @_nbh

Die Zweite Afghanistan-Konferenz, die vom 3. bis 5. Dezember in Bonn stattfindet, ist ein wichtiges politisches Ereignis. 10 Jahre nach der ersten Konferenz wird noch einmal über die gesellschaftliche Zukunft von Millionen Menschen und besonders von Millionen Frauen in Afghanistan entschieden.
Nach den vorliegenden Informationen sieht es danach aus, dass auf dieser Konferenz die Weichen nicht in Richtung auf den Aufbau eines säkularen Staates gestellt werden, der sich an den Menschen- und Frauenrechten orientiert. Beabsichtigt ist vielmehr eine Zusammenarbeit mit den Islamisten bzw. ein Dialog mit den Taliban, also eine Politik, die vollständig gegen die Interessen der afghanischen Bevölkerung sowie der fortschrittlich-säkularen Organisationen verstößt und dem Aufbau einer freiheitlichen Lebensordnung zuwiderläuft.

Afghanistan verfügt über genügend Kapazitäten und ein ausreichendes Potenzial von fortschrittlichen Menschen und Organisationen, um die Zukunft des Landes auf der Basis der Trennung von Religion und Politik zu gestalten und eine bessere Gesellschaft aufzubauen.
Aber die Politik der westlichen Staaten und der deutschen Regierung ist bis heute auf die Zusammenarbeit mit reaktionären islamischen Organisationen fixiert und bastelt an einer Regierung, die konzeptionell und in ihrer Zusammensetzung der Vergangenheit angehört und gegen eine fortschrittlche Zukunft gerichtet ist.

Mehrere afghanische und iranische Organisationen haben anlässlich dieser Konferenz eine Demonstration organisiert, auf der die Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime, Mina Ahadi, eine Rede halten wird.

Mina Ahadi sagt : Der politische Islam und die islamische Regierung verstoßen gegen die Menschenrechte und sollten weltweit geächtet werden. Die Zweite Bonner Afghanistankonferen ist der zweite untaugliche Versuch der internationalen Gemeinschaft, eine islamische Regierung in Afghanistan zusammenzustellen, die kein Garant, sondern ein Hindernis ist für die Durchsetzung von Menschen- und Frauenrechten.

Der ZdE begrüsst den Protest der Linkspartei gegen diese Konferenz, verlangt aber von der Linkspartei, dass sie sich auch ausdrücklich gegen die Islamisten und deren Mord- und Steinigungsterror wendet und nicht weiterhin auf diesem Auge blind bleibt. Gegen den Natoeinsatz und den Krieg in Afghanistan zu sein darf nicht mit einer Verharmlosung der Islamisten verbunden bleiben. Auch in Bezug auf Afghanistan müssen wir als eine Dritte Kraft auftreten: Gegen den Krieg einerseits und gegen die Islamisten und die islamische Regierung andererseits. Für einen säkular-demokratischen Staat in Afghanistan.

Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE)
Kunstmuseum Bonn
Friedrich-Ebert-Allee 2
53113 Bonn
ab 10 bis 14 uhr

[Quelle]


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