Michael Jackson: Familie verliert Rechtsstreit gegen AEG Live

Michael Jackson: Familie verliert Rechtsstreit gegen AEG Live
Der monatelange Gerichtsprozess zwischen Michael Jackson's Familie und dem Konzertveranstalter AEG Live wurde gestern mit einem Juryurteil beendet. Jackson's Mutter Katherine und seine drei Kinder hatten den Veranstalter 2010 auf Schadensersatz in Rekordhöhe verklagt, weil sie ihn für mitschuldig am Tod des 50-jährige King of Pop hält.
Demnach sollte AEG Live jedem von Jackson's Kindern $85 Millionen und seiner Mutter $35 Millionen zahlen sowie für den entstandenen ökonomischen Schaden aufkommen. Insgesamt belief sich die Forderung auf $1,5 Milliarden. 
Die berufene Jury hat zwar im fünf Monate langen Prozess bestätigt, dass AEG Live Jackson's Leibarzt Conrad Murray für dessen "This is it"-Tour 2009 angeheuert hatte. Das hatte der Konzertveranstalter zuvor vehement dementiert. Jedoch wurde darauf verwiesen, dass der Konzertveranstalter nicht voraussehen konnte, dass Murray Michael Jackson eine tödliche Dosis des Narkotikum Propofol geben würde. 
Als Murray eingestellt wurde war er ein Allgemeinmediziner mit Zulassung und galt als kompetent für den Job. Deshalb würde AEG Live keine Mitschuld am Tod von Jackson haben. Jedoch betonte die Jury, dass sie die Taten Murray's für "ethisch verwerflich" hält.
Conrad Murray wurde 2011 wegen fahrlässiger Tötung zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt. Schon in ein paar Wochen soll er jedoch wegen guter Führung frühzeitig wieder frei kommen. Murray soll auf den Urteilsspruch im Prozess der Jackson-Familie nach eigener Aussage mit Tränen reagiert haben. Seiner Meinung nach sind durch den Prozess viele Fakten ans Licht gekommen, die angeblich vorher verheimlicht wurden.
Bild via commons.wikimedia.org (© Tuxyso)