Merkels Plappermäulchen

Erst war es Horst Köhler. Der damalige Bundespräsident verplapperte sich und verriet damit aus versehen, dass die Bundeswehr weltweit die Profitinteressen der Öl- und Exportindustrie verteidigt - und nicht etwa Irgendjemandes Freiheit außer der des Monopolkapitals.
Da musste der Mann weg und trat zurück - ganz freiwillig und zum größten Bedauern der Kanzlerin, versteht sich.
Und nun plapperte Wirtschaftsminister Brüderle, dem heimischen Schoppen rheinischen Weins neben der Politik, mal mit Beck, mal mit Merkel, Hauptsache dabei, stets herzlich zugetan, beim Bundesverband der deutsche Industrie munter drauf los und beruhigte die doch immer so spendablen Freunde. Er verriet ihnen, dass sie sich wegen der geliebten längeren Atomlaufzeiten keine Sorgen machen müssten, und der Quatsch mit dem dreimonatigen Moratorium nur ein besonders cleverer Trick seiner Herrin Angela Merkel war.
Dass dieses Ausplappern der Wahrheit gar kein Ausplappern sondern ein Missverständnis war, das versteht sich doch von selbst.
Aber vielleicht sucht diese Regierung in ihren Reihen auch nur verzweifelt einen Lügner, dem das Volk glaubt. Und der bekommt dann - wie in diesem Jahr Abschreiber Guttenberg - wieder den Orden wider den tierischen Ernst.
Und Merkel tritt zurück und wird in Mainz am Rhein die schönste Faschingsprinzession aller Zeiten und Brüderle ihr Prinz...

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