Meine Wochenbett-Ausstattung

In meiner Schwangerschaft habe ich wirklich gerne „Essentials“ Videos auf Youtube gesehen, aber Wochenbett-Essentials waren irgendwie eher selten zu finden. Zumeist geht es darum, was man für das Baby an Erstausstattung braucht, aber Selfcare kommt natürlich wie so oft eher zu kurz.

Ich habe daher beschlossen, meine Erkenntnisse aus bisher 3 Wochen Wochenbett mit Euch zu teilen, in der Hoffnung, dass sie die Zeit etwas einfacher machen.

Wie so oft beginnt meine Liste nicht mit Gegenständen, sondern mit Menschen.

Wochenbett-Manager

Da wäre zum einen Christoph als Wochenbett-Manager. Er kauft ein, kocht, wäscht Wäsche, entpupst das Baby und wickelt, denkt daran dass das Baby auch seine Vitamin-D-Tropfen bekommt, wäscht Wäsche… Erwähnte ich das einkaufen und kochen, das ja auch nie zu enden scheint? Rennt die Treppe hoch und runter um mir essen zu holen, hat beim Stillen anfangs auch viel geholfen um meine Position zu korrigieren oder die Hande des Babys in Schach zu halten. Es scheint mir fast frech, nur diese Dinge aufzulisten, denn er tut noch viel mehr, einfach dadurch dass er da ist und noch weitere 3 Wochen da sein wird. So können wir viele erste Male gemeinsam erleben, und ich muss nicht mit dem Baby allein einkaufen gehen, wir können alles ganz in Ruhe gemeinsam üben.

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Dich mit unserem Kind zu sehen, macht auch die anstrengenden Tage immer wieder schön.

Hebamme

Was wären wir ohne Dich, Miriam. In den ersten 10 Tagen, die wir zu Hause waren, kamst Du täglich zu uns (gut, die ersten zwei Tage wurdest Du durch Ilse vertreten, aber für Ilse gilt das gleiche.). Du hast jeden Tag meinen Fundusstand angeschaut, ganz sanft, nicht wie die rabiaten Ärzte in der Klinik, sondern einfach ganz sanft und vorsichtig. Hast Dir meine Kaiserschnittnarbe angesehen und Tipps gegeben, als sie an einigen Stellen etwas gerötet war. Hast uns darauf vorbereitet, dass die Nabelschnur bald abfällt und wie wir den kleinen Nabel pflegen. Mir gefühlte Tausend Mal beim Stillen geholfen, uns Wolle und Salbe für den wunden Babypo mitgebracht, mit uns das Tragetuch gebunden, das Baby gewogen, Christoph geholfen das Baby zu baden, nachdem eine Windel explodiert war. Hast meinen HB-Wert gemessen, damit ich nicht zum Arzt muss dafür.

Du hast uns immer wieder gesagt, dass wir das gut machen, mir Mut gemacht, wenn ich im Hormon-auf-und-ab mal wieder nicht wusste wohin mit mir. Und immer auch ein Auge auf Christoph dabei, und immer da für all die kleinen Fragen, die wir als neue Eltern so haben.

Wasser

Wochenbett im Juli und August, und ich mag Hitze sowieso nicht! In unserem Schlafzimmer im Dachgeschoss sind meist um die 27 Grad, und Stillen macht durstig. Also haben wir eine Anschaffung gemacht, die schon lange im Raum stand, die wir aber nie als richtig dringend empfunden haben – bis Christoph wirklich keine Lust mehr hatte, mit unserem Wasserfilter die Treppe hoch und runter zu laufen um mehr Wasser ins Schlafzimmer zu schaffen: einen riesengroßen Wasserfilter.
Ausserdem haben sich Strohhalm-Gläser als sehr nützlich erwiesen, weil man aus ihnen auch im Liegen (beim Stillen) gut trinken kann, ohne zu plempern.

Wasserfilter

Der Wasserfilter fasst übrigens insgesamt über 8 Liter und wir füllen ihn einfach mit einem großen Messbecher nach. Die Gläser habe ich bei Flying Tiger gekauft, es gibt aber natürlich in den meisten Krimskrams-Läden diese Art Gläser, oder eben auf Amazon.

Badezimmer

Im Wochenbett-Vorbereitungsgespräch empfahl mir meine Hebamme, mir eine Art „Spülmöglichkeit“ für den Intimbereich zu organiseren, sei es ein Eimer mit Wasser und ein Becher, Waschlappen o.ä. – ich hatte jedoch was noch besseres und kann es Euch wirklich sehr empfehlen, und zwar egal ob vaginale Entbindung oder Kaiserschnitt: Ein mobiles Bidet. Jup.

Meine Wochenbett-Ausstattung

Meines stammt aus einer Bemusterung für Cuplove/Tassenfinder, es handelt sich im Prinzip um eine Kunststoff-Flasche mit einem Ärmchen, mit dem man schnell und unkompliziert die Vulva abspülen kann, auch gerade wenn man nach einer vaginalen Geburt Geburtsverletzungen hat. In der Klinik hatte die Dusche einen entsprechenden extra Schlauch mit Arm, der bis zur Toilette reichte, aber ich fand das ganze recht unpraktisch, weil viel zu viel Wasser rauskam, und war froh, dass ich zu Hause eben dieses einfache Ding rumstehen hatte.

Ebenfalls in der Klinik gab es nicht die praktisch überall erhältlichen Pelzy-Vorlagen, sondern Strampelpeter. Und oh ja, die Dinger kosten doppelt so viel wie Pelzy, aber sie sind das Geld wert. Leider gibt es sie im stationären Handel zumindest hier in Hamburg nicht, und so hätte ich sie online bestellen müssen und war dann einfach zu spät dran. Wegen des Kaiserschnitts benötige ich praktisch nur noch einfache normale Binden und nicht mehr die „Surfbretter“, wie sie im Geburtsvorbereitungskurs genannt wurden.

Meine Wochenbett-Ausstattung Meine Wochenbett-Ausstattung

Der simple Unterschied zwischen den Pelzys und den Strampelpeter-Vorlagen ist, dass die Pelzys eine Plastikschicht haben („Wäscheschutz“), die Strampelpeter nicht. Ausserdem sind sie dünner und die Flocken sind fester verteilt, so dass man nicht ständig Watteklumpen hat, die sich unangnehm verteilen. Sie fühlen sich einfach luftiger an, man schwitzt weniger, und da im Prinzip die Vorlage sowieso bei fast jedem Toilettengang gewechselt wird, ist es relativ unwahrscheinlich dass etwas daneben geht.

Ich habe all meine Binden und Vorlagen in einer Box organisiert und ausserdem einen extra großen Badezimmer-Mülleimer (gibt’s bei IKEA oder alternativ bei Amazon, leider nicht mehr in türkis) für’s Wochenbett ins Badezimmer gestellt – das war mal mein Büro-Mülleimer. Auch habe ich blickdichte Müllbeutel gekauft, nur so für mein Gefühl. Wenn ich nochmal ein Wochenbett organisieren würde, dann würde ich definitiv vorher 2 Packungen Strampelpeter bestellen. Oder vielleicht 3.

Vorgekochtes Essen

Meine Wochenbett-Ausstattung

Der Klassiker aus den Wochenbett-Ratgebern. Zusätzlich zu dem vollen Tiefkühler, der Eichelschwein&Co im Jahresvorrat beherbergt, und der wöchentlich angelieferten Biokiste, habe ich trotzdem einige Wochen vor dem Geburtstermin beschlossen, selbst einige Fertiggerichte herzustellen. Ich bin sonst kein Fan von Aluschalen, aber in diesem Fall wollte ich etwas, das sich einfach und schnell im Ofen warmmachen lässt. Die Hälfte dieser Schalen ist mittlerweile übrigens vertilgt, weil es eben doch diverse Gelegenheiten gab, wo wir einfach schnell etwas zu Essen brauchten – und Essen bestellen ist eben auch nicht immer der Hit.

Ich habe mich für Gemüseauflauf mit Hack entschieden, das ist einfach etwas, das wir gerne essen und auch immer essen können. Dazu dann noch einen Salat, und fertig ist die warme Mahlzeit mit jeder Menge Gemüse und Fett.

Stillen

Hier wird es ein bisschen basic, und ich lasse das mit den selbstgemachten Bildern mal raus: Lansinoh Brustwarzensalbe, Handmilchpumpe, Multi-Mam Kompressen und die Thermopads von Avent. Die Salbe ist ein Klassiker, der immer empfohlen wird, und das meiner Meinung auch zu Recht. Leider macht sie fiese Fettflecken, im Zweifel also entweder an der Luft einziehen lassen oder mit Stilleinlagen verwenden. Die Multi-Mam Kompressen werden auch sehr häufig empfohlen, ich fand die Wirkung jetzt aber weniger wunderhaft als erwartet. Da ich aber zum Glück kaum Probleme mit den Brustwarzen habe, sind sie für mich vielleicht eher ein Luxusartikel – trotzdem war ich froh, sie zu Hause zu haben. Gleiches gilt für die Handpumpe, denn eigentlich macht es wenig Sinn, so früh bereits Milch abzupumpen. Da ich aber nicht wusste, ob ich unterwegs stillen kann, und wir ja nun Flixi aus der Tierklinik abholen und beerdigen mussten, habe ich sie dann doch früher als gedacht gebraucht und war froh, dass ich sie hatte.

Die Thermopads sind super, um den Milchfluss anzuregen (warm) oder zu kühlen – ich benutze sie nur für letzteres. Mein Milchspendereflex ist leider extrem ausgeprägt, und ich habe relativ viel Milch, so dass meine Brüste oft spannen und drücken. Da ist es super angenehm, etwas zu kühlen.

Das war’s erstmal!

Wir haben natürlich auch mittlerweile einige Dinge für’s Baby nachgekauft, bei denen wir jetzt den Nutzen erkennen konnten. Aber den Artikel nehm ich mir mal für nächste Woche vor – falls Ihr bis dahin weiter stöbern wollt, gibt’s hier unsere Anschaffungen für’s Baby. Kleiner Spoiler: Bis auf den Newborn-Aufsatz für den Tripp Trapp haben wir bisher alles schon gebraucht. Yay!

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