Meine Tipps für gute DIY Fotos


Do it Yourself, wie es im Blogger Jargon so gern genannt wird, ist ja ein riesiger Trend geworden und macht aber auch einfach großen Spaß. Vor allem, wenn man so bastel-affin ist, wie ich es bin und individuell Selbstgemachtes zu schätzen weiß .
Für einen tollen DIY Beitrag gehört aber nicht nur eine gute Idee und eine verständliche Anleitung, sondern auch gut gemachte Bilder dazu! Nachvollziehbare Schritt für Schritt Bilder und ein schönes "Aufmacherbild" um das Bastel-Ergebnis dementsprechend zu präsentieren.
Auf was ihr dabei achten solltet und ein, zwei Tipps wie ihr in Zukunft bessere Fotos schießen könnt, habe ich heute für euch versucht zusammen zu fassen:
Meine Tipps für gute DIY Fotos

Der Fotograf macht das Foto, nicht die Kamera!

 

Die Ausrüstung
Um die liebevoll gestalteten Ergebnisse für den Blog am besten in Szene zu setzen, bedarf es nicht unbedingt einer teuren Profi-Ausrüstung oder einer Vollformatkamera. Ich fotografiere seit ich blogge mit einer Nikon. Gestartet habe ich mit der D7000, die ich im letzten Jahr mit einem der Nachfolgemodelle, einer D7200 ergänzt habe. Ich nenne sie immer ganz zärtlich meine Babys (behandle sie auch so) und ernte nicht selten dafür ein spöttisches Grinsen meiner Verwandtschaft.
Für den typischen (Blogger) Bild-Look mit geringer Schärfentiefe ist es allerdings von Vorteil eine Kamera mit großem Sensor zu haben. Außerdem fotografiere ich immer mit demselben Objektiv: einer 50mm Festbrennweite. Die liebe ich einfach über alles! Zudem ist sie auch recht kostengünstig und vor allem für Anfänger ideal. Das Objektiv besitzt eine hohe Lichtstärke und hat eine Blende von 1,8 oder geringer, welche man für eine partielle Unschärfe im Bild braucht.

Meine Tipps für gute DIY Fotos

geringe Tiefenschärfe dank offener Blende 2,8 und 50mm Festbrennweite


Licht, jede Menge Licht!
Und zwar am besten Tageslicht. Es gibt zum Fotografieren kein besseres Licht. Für knackig scharfe Bilder am besten noch vor einem großen Fenster und nur im Ausnahmefall, also an dunklen und düsteren Wintertagen und nur wenn ich unbedingt fotografieren muss, greife ich auf eine Fotolampe zurück. Ansonsten schaue ich immer, dass ich die Shootings auf einen anderen Tag verlegen kann.
Fotografiert ihr direkt vor einem Fenster, entstehen auf der gegenüberliegenden Seite immer harte Schatten auf dem Modell, welches man fotografieren will, die man jedoch mit Hilfe eines Reflektors aufhellen kann.
 
Tipp: So einen Reflektor könnt ihr euch mit einfachen Mitteln auch selber bauen: Nehmt eine dünne Platte Sperrholz oder auch einen dickeren Karton (ich habe 50cm x 70cm verwendet) und beklebt diesen dann ganzflächig mit Alufolie. Ich nutze meist die matte Seite der Alufolie, aber ihr könnt natürlich auch nur eine der Seiten matt bekleben und die andere Seite mit der glänzenden. So kann man bei Fotoaufnahmen dann gleich ein wenig experimentieren.


Meine Tipps für gute DIY Fotos

selbstgebauter Reflektor mit Alufolie



Hinter- und Untergrund
Im Gegensatz zu einem Food-Shooting etwa, wo man gerne auf altes und verwittertes Holz zurückgreift und auffällige Textilien und weitere passende Requisiten verwendet, gilt es bei DIY Anleitungsbildern einen möglichst "stillen" Hinter- und Untergrund zu wählen, der sich komplett neutral verhält und nicht vom Motiv ablenkt.

Schritt für Schritt Bilder
Wer gerne einen Nachmachtipp oder ein DIY nachbasteln möchte, ist dankbar über viele abgelichtete Einzelschritte. Das ist, wenn man alleine fotografiert, nicht immer so einfach. Abhilfe schafft da ein kleines Stativ und ein Infrarot Fernauslöser, der sich übrigens auch wunderbar für Selbstporträts eignet, insofern ihr die macht. ;-)
Alles eine Frage des Blickwinkels
Ich finde, nichts wirkt stärker auf ein Bild ein, als die Perspektive aus der man das Bild schießt.
Mit der Zeit bekommt man ein ganz gutes Gefühl für Proportionen und Formen, für Licht und Schatten und wo genau die Schokoladenseite eines jeden Motivs ist. Es lohnt sich auf jeden Fall,  auch mal ein wenig zu experimentieren und auszuprobieren, ob die Aufnahme direkt von oben oder von vorne, die Tasse vor dem Buch, die Vase hinter der Kerze etc. nicht das interessantere Gesamtbild ergibt.
Keep it simple 
Das ist zwar Geschmacksache, aber auch meine ganz persönliche Erfahrung:
Die besten Bilder entstehen für mich oft, wenn ich Dinge einfach weglasse.
Ich empfinde es als angenehmer, wenn man die Szene nicht zu sehr überlädt. Auch wenn man das Bastel-Ergebnis im Anschluss möglichst schön präsentieren möchte.
Nicht selten nehme ich den Setaufbau nochmal komplett auseinander, um es noch einmal reduzierter aufzubauen. Überlegt euch ganz konkret auf welches Element ihr den Schwerpunkt setzen möchtet und welches die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen sollte. Um diesen Punkt herum baut ihr dann euer Bild auf. 
Aber auch als Solist kann ein Motiv glänzen, wie das Bild unten zeigt. So kommt die schöne Marmorierung, die man durch Nagellack erzielt, besonders schön zur Geltung.

Meine Tipps für gute DIY Fotos

Mit Nagellack marmorierte Tasse


Nachbearbeitung
Bildbearbeitung ist kein Hexenwerk sondern lediglich Übung!
Ich selbst habe jahrelang meine Bilder ausschließlich mit dem kostenlosen Programm Photoscape bearbeitet. Hin und wieder nutze ich es auch immer noch, insbesonders wenn es um das Erstellen von Collagen und dem Kombinieren von Bildern geht.
Da ich mittlerweile das ein oder andere Bild an Zeitschriften verkaufe und daher im RAW Format fotografiere, bearbeite ich meine Bilder deshalb nun mit Adobe Lightroom.
Ein großartiges Programm, wenn man sich erstmal die Zeit genommen und sich damit ein wenig auseindergesetzt hat. Sehr hilfreich fand ich dafür die vielen Lightroom Tutorials auf You Tube und auch Vera von Nicest Things hat HIER ein sehr gutes Tutorial zur Bildbearbeitung geschrieben.
Nutze RAW als Rohdiamanten
Wenn ihr die Möglichkeit habt im RAW Format zu fotografieren, nutzt sie un.be.dingt!
In der RAW Datei ist ein Vielfaches an Bildinformation gespeichert und erleichtert dir die anschließende Bildbearbeitung um ein Vielfaches. Außerdem lassen sich manche Bildfehler so relativ einfach korrigieren.
Meine Tipps für gute DIY Fotos
Einstellungssache
Grundsätzlich könnt ihr drei Einstellungen vornehmen, die euer Bild beeinflussen.
Allzu tief in die Materie möchte ich gar nicht gehen, das können andere bestimmt viel besser, nur soviel:
  •  Die Belichtungszeit ist die Zeit, in dem die Kamera ihre Blende offen lässt. Je länger die Belichtungszeit ist, desto länger fällt Licht auf den Sensor. Ein wichtiger Punkt bei der Bildgestaltung, denn sie entscheidet darüber, ob man unverwackelte Bilder aus der Hand erzeugen kann und wie stark Motive, die sich bewegen, verwischt dargestellt werden (zB. fließendes Wasser).
  • Je niedriger ihr die Blendenzahl an eurer Kamera einstellt (bei meiner Festbrennweite ist das 1,8), desto unschärfer wird der Hintergrund und umso mehr wird euer Motiv hervorgehoben. Auch der Abstand zum Objekt spielt dabei eine Rolle. Je näher ihr dran seid, je unschärfer wird der Hintergrund.
  • Die ISO Zahl solltet ihr ebenfalls relativ niedrig halten, damit kein unschönes Rauschen entsteht.

Solltet ihr es geschafft haben, bis hierher zu lesen, wart ihr ganz schön tapfer. ;-) Auch wenn es einige Regeln in der Fotografie gibt, die ich heute jedoch gar nicht angeschnitten habe, so geht es vordergründig immer um das Gefühl, Leidenschaft, Kreatives Denken und auch darum die Regeln zu brechen, um tolle Bilder zu bekommen. 
In diesem Sinne wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Fotografieren und dem Selbermachen!Rebecca 

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