[Meine Meinung] zum Kommentieren, zur Buchbloggerwelt und die Veränderung über die Jahre

Hey ihr Lieben,
mir liegt schon lange vieles auf dem Herzen, was meinen Blog und allgemein das Bloggen anbelangt. Heute habe ich mich dazu entschlossen mal Klartext zu reden und euch einen Einblick in meinen Kopf zu gewähren. Inspiriert hat mich auch dieser Post von Ana, in dem sie über ähnliche Themen schreibt.
Ein ganz großes Thema als Blogger ist natürlich das Kommentieren. Kommentare sind die Rückmeldung und auf irgendeine Weise auch die Belohnung für deine Arbeit. Hast du wenige Kommentare fragst du dich was du falsch machst. Bloggst du über zu uninteressante Themen? Ist dein Stil blöd? Haben die Leser einfach keine Zeit oder Lust zum Kommentieren?
Das sind so die Fragen, die ich mir stelle, wenn ich kaum Rückmeldung erhalte. Natürlich möchte ich keinen zum Kommentieren zwingen. Immer wenn ich in meinen Mails sehe, dass jemand kommentiert hat, freue ich mich wie ein Keks. Auf der anderen Seite bin ich traurig und frage mich, was los ist, wenn so gut wie keiner kommentiert. Interagiere ich zu wenig mit anderen Bloggern?
Dazu muss ich sagen, dass es meinen Blog schon relativ lange gibt. Seit September 2012 blogge ich hier über Bücher und manchmal auch andere Dinge. Und seitdem hat sich die Buchbloggercommunity verändert. Ich kann nichtmal genau sagen, ob ich diese Entwicklung positiv oder negativ finde. Es gibt mittlerweile so viele Blogs, die entstehen, aber auch einige, die ihre Pforten schließen. Zum Teil verschwimmen viele in eine undefinierbare Masse und es gibt Blogs, die rausstechen. Andere halt nicht. Sie schwimmen mit der Masse, besprechen das gleiche Buch und zeigen die gleichen Bücher, die sie ergattert haben. Versteht mich nicht falsch. Ich halte den Leute nichts vor und bin sowieso der Meinung, dass wir nunmal alle Buchblogger sind, die gleiche Interessen haben und es gerne viele Posts zu den gleichen Themen geben kann. Das heißt noch lange nicht, dass diese Posts gleich oder uninteressant sind, wenn ich das Thema schonmal bei jemanden gesehen habe. Warum gibt es immer mehr Menschen, die ganze Blogs über einen Kamm scheren und sich nicht mal die Mühe machen sich mit denen auseinander zu setzen? Besonders im letzten Jahr ist mir das aufgefallen.
Ich vermisse all die Blogs, die mit mir mehr oder weniger durch die Jahre gegangen sind. Auf Bloglovin habe ich eine Liste mit Lieblingsblogs, wo früher mehrere drin waren. Diese gab es auch seit mehreren Jahre. Mittlerweile ist da kein einziger mehr, weil die Blogger ihren Blog pausieren oder sogar ganz aufgehört haben. Ihr merkt vielleicht, ich schwelge noch ein bisschen in der Vergangenheit und kann mich nicht vollkommen davon lösen. So geht es vielleicht auch anderen Bloggern, die es schon lange gibt. Ihre Kreise gibt es noch immer und wie es scheint bewegen sich die meistens auch nur in denen. Ich komme mir vor, als ob ich etwas verpasst hätte. Man lässt den anderen Blogs nicht die Chance einzudringen. Das ist wie das Beispiel mit den Buchgenren, wo man immer nur in seinem Wohlfühlbereich bleibt und nicht über den Tellerrand hinaus blickt.
Was mir auch auffällt ist, dass es Blogger gibt, die nicht auf Kommentare antworten, selbst wenn Fragen gestellt werden. Da verliere ich die Lust dran zu kommentieren, auch wenn ich der Meinung bin, dass man nicht zu jedem Kommentar antworten muss.
So ich bin jetzt vieles losgeworden, was mir lange auf dem Herzen lag. Ich weiß, dass es viel Text ohne Bilder ist. Umso mehr freue ich mich über jeden, der es geschafft hat diesen zu lesen und mir vielleicht ein kleines Feedback hinterlässt, egal ob das ein Satz oder ein ganzer Absatz ist. Auch wenn ich mir selbst bisschen blöd vorkomme beim Kommentieren nur ganz wenig zu schreiben: Es zählt der Gedanke dahinter und alleine dadurch erfreust du den Verfasser (;
Wie ist eure Ansicht dazu? Übertreibe ich oder geht es euch in manchen Punkten genauso? 
[Meine Meinung] zum Kommentieren, zur Buchbloggerwelt und die Veränderung über die Jahre