Mein Kurztrip ins Krankenhaus


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Wer mir auf Instagram folgt, hat es ja mitbekommen: Ich habe die letzten paar Tage im Krankenhaus verbracht.


Wie alles begann

Seit letzter Woche war ich ziemlich erkältet und am Samstag bin ich dann mit Fieber aufgewacht – und da ich mich ja gerade in der Chemotherapie befinde, muss ich bei Fieber im Grunde sofort meine Sachen packen und ins Krankenhaus fahren, denn das kann für mich sonst gefährlich werden.

Ich habe Fieber und muss ins Krankenhaus

Also habe ich im Krankenhaus angerufen und der Mann auf seiner Arbeit, denn er hätte am Wochenende eigentlich Dienst gehabt. Während der Mann dann die Kinder fertig gemacht hat und mit dem Hund raus gegangen ist, habe ich meine Tasche gepackt und dann sind wir los zum Krankenhaus.

Dort angekommen hat der Arzt mir dann erstmal versucht, einen Zugang zu legen, was ihm nicht ganz so gut gelungen ist – nach zwei Anläufen fiel ihm dann aber ein, dass ich ja einen Port habe und man den auch benutzen könne.

Mein Kurztrip ins Krankenhaus

Mein Arm sah dann hinterher übrigens so aus:

Mein Kurztrip ins Krankenhaus

Tja nun. Aber weiter im Programm.

Als nächstes habe ich eine Infusion mit diversen Mitteln bekommen, um mich wieder ein bisschen aufzupäppeln (der Arzt hat das meinen „Vitamincocktail“ genannt). Hatte auf jeden Fall eine hübsche Farbe!

Mein Kurztrip ins KrankenhausMein „Vitamincocktail“. Ein richtiger Cocktail wäre mir lieber gewesen!

Dann gab es Mittagessen. Ich darf ja nicht wählerisch sein, denn vegan ist für das Krankenhaus schon schwer genug. Manchmal ist es ganz lecker, manchmal eher nicht. Heute eher nicht.

Krankenhausessen veganTotgekochte Nudeln mit totgekochtem Gemüse in geschmacksneutraler Brühe. Örgs.

Mein Zimmer

Ich lag auf einem Vierbettzimmer, aber glücklicherweise war das Zimmer zum einen recht groß und zum anderen hatte ich die ganze Zeit über sehr nette und angenehme Bettnachbarinnen, mit denen ich mich gut verstanden habe.

Mein Kurztrip ins KrankenhausMein Bett. Mein Kurztrip ins Krankenhaus

Der Ausblick auf den Dom war auch ganz nett, obwohl das ständige Gebimmel ein bisschen genervt hat.

Mein Kurztrip ins KrankenhausBlick aus dem Fenster auf den Weseler Dom.

Das Fieber ist im Krankenhaus ziemlich schnell runter gegangen, aber leider waren meine Blutwerte (mal wieder) ziemlich katastrophal, deshalb musste ich erstmal bleiben.

Ich habe ein Antibiotikum als Infusion bekommen, Eisen und jede Menge Flüssigkeit (plus den „Vitamincocktail“ alle zwei Tage).


Vegan im Krankenhaus

Im Krankenhaus lebt man ja im Prinzip von Essen zu Essen – ich zumindest. Deshalb hab ich mich immer gefreut, wenn es wieder was zu essen gab, auch wenn es nicht immer unheimlich lecker war.

Am wichtigsten war natürlich der Kaffee am Morgen, auf den ich immer lange warten musste – meistens war ich spätestens um 6 Uhr wach und Frühstück gab es erst gegen 8.

Mein Kurztrip ins Krankenhaus#erstmalkaffee Mein Kurztrip ins Krankenhaus

Schön fand ich, dass beim Frühstück fast immer Obst dabei war.

Das Mittagstief wurde dann vom Mittagessen unterbrochen, das mal gut, mal schlecht war, aber immer irgendwie essbar.

Krankenhausessen vegan Krankenhausessen veganDer Salat war erstaunlich lecker!

Zum Nachtisch gab es fast immer in Zuckerwasser ertränktes Dosenobst. Kann man essen, muss man aber nicht. Aber gut, was will man als Veganer machen – besser als nichts! Den typischen Krankenhauspudding kann ich halt nicht essen (und der schmeckt auch nicht wesentlich besser…).

Krankenhausessen vegan

Der einzige vegane Aufstrich, den es im Krankenhaus gibt, ist Marmelade – deshalb hatte ich die auch immer zum Abendbrot auf meinem Tablett. Weil ich das aber vorher wusste, hatte ich meine eigenen Aufstriche dabei.

Tatsächlich habe ich dieses Mal sogar an einem Abend einen veganen Champignon-Aufstrich dazu bekommen, der mir aber leider überhaupt nicht geschmeckt hat. Aber hey, es tut sich was!

Vielleicht wird es ja irgendwann auch die Option „vegan“ im Küchencomputer geben… bislang gibt es dort nämlich nur „vegetarisch“ und das vegan wird dann handschriftlich ergänzt und man bekommt ein „Sondermenü“.

Krankenhausessen vegan

Letztendlich musste ich vier Tage lang im Krankenhaus bleiben – von Samstag bis Dienstag.


Zeit für mich

Schön war, dass ich ein bisschen Zeit zum Lesen hatte, denn mein aktuelles Buch gefällt mir sehr gut: The Immortalists (Deutsch: Die Unsterblichen) von Chloe Benjamin. (Die englische Version gibt es für den Kindle gerade für 99 Cent, falls jemand Interesse hat.)

Mein Kurztrip ins KrankenhausZeit zum Lesen ist was Schönes <3

Außerdem konnte ich ein paar Folgen meiner aktuellen Serie This Is Us gucken. Mittlerweile bin ich schon bei der 2. Staffel und ich liebe, liebe, liebe diese Serie so sehr! Aber das hatte ich euch ja schon in den Lieblingsdingen erzählt.

Mein Kurztrip ins KrankenhausThis Is Us – meine neue Lieblingsserie <3

Aber so schön es auch ist, mal die Ruhe genießen und etwas für mich tun zu können, so schnell wird auch das langweilig, wenn man zu viel davon hat und man fängt an, den trubeligen Alltag zu vermissen.

Deshalb war es schön, dass der Mann mich am Sonntag mit den Kindern besucht hat, die sich natürlich sofort bei meiner Bettnachbarin eingeschleimt und Kekse erschnorrt haben 😀

Mein Kurztrip ins KrankenhausPrinzessinnenbesuch <3

Gestern musste ich dann noch seeeehr lange auf meine letzten Blutwerte und die diensthabende Ärztin warten. Gegen 17 Uhr kam sie dann endlich und brachte immerhin die gute Nachricht meiner Entlassung mit.

Endlich nach Hause!


Wie es jetzt weitergeht

Meine Blutwerte sind leider immer noch nicht gut, deshalb steht es mal wieder in den Sternen, ob die nächste Runde Chemo (die nächste Woche Dienstag wäre) wie geplant stattfinden kann. Die Ärztin wird sich heute mit dem Onkologen beraten und sich später noch bei mir melden. Es bleibt also spannend!


Wie immer freue ich mich über jedes gedrückte Däumchen und hoffe, dass Chemo #4 planmäßig laufen wird, damit ich bald damit durch bin!


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