Mein Berlin

Erstellt am 4. Oktober 2014 von Gonjoy

 An Berlin scheiden sich die Geister. Viele lieben die Stadt, einige ... weniger :). Und auch uns Einheimische verbindet eine Art Hassliebe mit Berlin (wobei die Liebe am Ende in der Regel siegt).

Wir Berliner sind außerdem nicht gerade bekannt für unsere überschwängliche Freundlichkeit, wer sich aber einmal auf unsere „Kodderschnauze“ und unsere nicht immer geleckte Stadt eingelassen hat, wird begeistert sein.

Ich denke, über die historische Vergangenheit brauche ich an dieser Stelle nicht viel sagen. Die Mauer ist längst gefallen und Ost und West haben, bis auf einige mentale Unterschiede, zusammengefunden. Zurück bleibt eine Stadt, die noch heute von seinem Image als „arm aber sexy“ mit riesigen Plattenbauten, heruntergekommenen Altbauwohnungen, zu Clubs umfunktionierten Fabrikhallen und niemals endenden Partynächten, profitiert. 

Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie z.B. Brandenburger Tor, Siegessäule, Potsdamer Platz, Fernsehturm und Co., will ich euch heute einen kleinen Einblick in „mein“ Berlin geben. 

Sonntagsbrunch am Boxhagener Platz/Friedrichshain


Man munkelte schon, dass Friedrichshain als Trendbezirk ausgedient hat. Besonders aber in den letzten Jahren habe ich den Eindruck, dass es hier immer voller wird und besonders an Freitagen und Wochenenden kein Platz in den vielen Bars und Restaurants zu finden ist. Mein persönliches Highlight ist der Sonntagsbrunch in der Nähe des Boxhagener Platzes. Die Preise in den Restaurants drehen sich im Schnitt um ca. 10 Euro pro Person für einen Frühstücksbrunch am Sonntag.

Das eigentliche Highlight ist jedoch der Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz, auf dem ihr euch nach der Völlerei die Beine vertreten solltet. Hier gibt es alles: Bioessen, Hausrat, Bücher, Kunst und sonstigen Trödel.

Altstadt Köpenick und Ratskeller

Wer den etwas weiteren Weg in Kauf nimmt, wird belohnt. Die Altstadt des Bezirkes Köpenick wirkt eigentlich wie ein eigenes Städtchen mit mittelalterlichen Häusern und das Beste: direkt am Wasser (im Frühjahr und Sommer Bootsverleih). Schlendert durch die kleinen Gassen oder schaut euch das hübsche Schloss auf der Schlossinsel an.  Es lohnt auf jeden Fall ein ausgiebiger Rundgang.

 

Gegen Abend findet ihr euch dann am Besten im Ratskeller des Rathauses ein. Neben wirklich deftigem Essen gibt es regelmäßig Konzerte.

„Gärten der Welt“ in Marzahn

Bei einigen von euch gehen jetzt sicher schon die Alarmglocken los, aber Marzahn hat wirklich zauberhafte Seiten. Dazu gehören eindeutig die Gärten der Welt. 2.7 Hektar grüne Wiesen, farbenfrohe Pflanzen und schöne Skulpturen laden zum Entspannen und Staunen ein. Übrigens: hier befindet sich der größte chinesische Garten in Europa.

Weitere Infos findet ihr hier:

Gärten der Welt

Türkisches Abendessen am Landwehrkanal in Kreuzberg


Es wäre doch gelacht, wenn ihr in der größten türkischen Stadt außerhalb der Türkei nicht wenigsten einmal die kulinarischen Highlights der Türken kennengelernt habt. Denn die türkische Küche hat so viel mehr zu bieten als den allseits beliebten Döner. Die besten Restaurants gibt es am Landwehrkanal. Meine Empfehlung ist das Defne. Sehr lecker! Solltet ihr es ausprobieren, denkt bitte an mich und bestellt euch ein frisches „Lavas“ (Fladenbrot) und das „Güvec“ (Gericht im Tontopf überbacken).

Berliner Unterwelten

 

Okay, dieser Tipp ist relativ bekannt und trotzdem sehr interessant. Berliner Unterwelten entführen euch in geheimnisumwitterte und lange Zeit vergessene Bunkeranlagen, Tunnel und andere unterirdische Gänge. Infos zu Führungen und Touren unter diesem Link:

Berliner Unterwelten

Tierpark


Andere Städte haben nur einen Zoologischen Garten. Berlin hat zwei: einen im Osten und einen im Westen. Ich persönlich liebe den Tierpark, weil er großflächiger und parkähnlicher ist. Außerdem sind die Gehege für die Tiere größer und für Familien mit Kids gibt es einen Streichelzoo.

Infos und Preise

Der 100er Bus

Solltet ihr das erste Mal nach Berlin reisen und euch einen ersten Eindruck verschaffen wollen, dann spart euch eine teure City-Tour und nehmt einfach den Bus mit der Nummer 100. Der Bus startet am Bahnhof Zoologischer Garten und endet am Alexanderplatz. Unterwegs passiert ihr alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Es gibt zwar keinen „Moderator“ – es sei denn der Busfahrer ist gut gelaunt – dafür könnt ihr zum Normaltarif der BVG jederzeit ein- und aussteigen.

 

Preise und Fahrauskunft der BVG

 

Eigentlich könnte ich ein ganzes Buch über Tipps rund um die Stadt meines Herzens schreiben, aber das soll es an dieser Stelle vorerst gewesen sein.

Ein wunderschönes Restwochenende aus Berlin wünscht euch Jenny!

P.S. Zum Abschluss noch ein witziger Kino-Spot über Berlin :)