Mein Baby wird 5 Jahre alt

Willkommen zurück bei Anna im Backwahn!

Wie fängt man an, wenn man eine ganze Weile draußen war? Zuerst einmal vielen Dank an alle, die trotz der Babypause (wir erinnern uns) hier immer wieder rein geschaut haben. Und nein, die Überschrift bezieht sich nicht auf unseren Sohn, der im Mai zur Welt kam, sondern auf mein Blogbaby hier. Denn Anna im Backwahn wurde fast zur selben Zeit fünf Jahre alt. Mein erster Gedanke dazu: “Wow!” Mein zweiter: “Das ist die längste Beziehung, die ich je hatte!” Und imBackwahn ist immer noch da, irgendwie. Und ich hab immer noch Lust drauf. Das war leider nicht immer so.

Anna-und-David-Web-Foto-Avec-Amis-Photography-38

Im ersten Halbjahr von 2014 hatte ich schon den ersten Durchhänger. Da gab ich in fünf Monaten vier Bloggerworkshops und vier Tortenkurse. Ach ja und nen Vollzeitjob hatte ich ja auch noch. So waren meine Akkus im Sommer doch recht leer und ich hab mich im Urlaub mit meinem Mann schön erholen können. Es gab wieder mehr Posts hier bis zu dem Punkt, an dem ich schwanger wurde, was so ziemlich genau ein Jahr her ist (Muddi-Satz Nr.1: Wie die Zeit rast!)

In den ersten Monaten war mir so schlecht, dass ich mich weitesgehend aus der Küche ferngehalten habe. Und meine Tage waren oft auch direkt nach dem Heimkommen von der Arbeit zu Ende, denn ich bin vor lauter Müdigkeit direkt ins Bett gekrochen. Im zweiten Drittel der Schwangerschaft hatte ich wieder mehr Energie und ich hab viel unternommen und sogar ein paar Weihnachtsposts auf die Beine gestellt. Da war ich doch sehr stolz auf mich, denn mein Kopf hat sich in erster Linie mit Babyklamotten und Zimmereinrichtungen beschäftigt. Und mit Essen. Was man halt so macht vor Weihnachten.

1. Anna im Backwahn für Innenaussen.com_Christmas Sweet Table_

Zum Ende des zweiten Trimesters haben Herr M. und ich uns noch eine Reise in den Osten gegönnt, haben Sarah besucht und ein paar Kuscheltage auf Rügen verbracht. Die Fahrt kann man in 9 Stunden von Stuttgart aus oder aber auch in 12-13 Stunden schaffen. Jetzt ratet mal, welche Option man mit einer Hochschwangeren an Board (“Ich muss pieseln!”) wählt.

Anna im Backwahn Sellin Seebrücke

Und dann kam die Zeit, in der ich nicht mehr so lange stehen konnte (= nix mit Kuchen backen und fotografieren) und in der das Tippen weh tat (verfluchte Wassereinlagerungen). Also verordnete ich mir auch hier wieder eine Zwangspause. Und das, obwohl ich wusste, dass es noch schwieriger sein wird, wenn das Baby erst mal da ist. Heimlich hab ich mich gewundert, ob andere Bloggerinnen einfach disziplinierter oder organisierter sind als ich.

Und tatsächlich war es so. Er kam, schrie und wollte nur essen und schlafen. Und obwohl ich ihn auch locker nur den ganzen Tag angucken könnte, juckt es mich so langsam wieder in den Fingern. Denn in all der Zeit war ich ja nur auf meinem eigenen Blog passiv. Ich habe weiter bei anderen gelesen, kommentiert, mich an Diskussionen in Fb-Gruppen beteiligt und auch fleißig auf Instagram meinen Alltag geteilt.

Was zu den Umständen in meinem Privatleben hinzu kam, war die Tatsache, dass ich ein bißchen die Lust am Bloggen verloren hatte. In der sogenannten Blogosphäre bin ich viel von den semi- bis hin zu hoch-professionellen Bloggern umgeben. Das sind die, die von Firmen engagiert werden, um für sie auf Reisen zu gehen oder auf Messen zu kochen. Zu denen gehöre ich nicht, fühle mich aber ab und zu klein daneben. Das nimmt einem die Motivation. Dazu kommt, dass es jeden Tag gefühlt 100 neue Blogs gibt, die von Tag 0 an professionellere Bilder und Artikel raushauen als ich sie jemals zustande bringen würde. Wenn ich da an die Schnappschüsse in meiner kleinen Dachgeschosswohnung vor 5 Jahren denke.

Damals, als ein einfacher Käsekuchen noch Begeisterungsstürme entfacht hat und ich beim Zeigen meiner neuen Tortenplatte nicht dazu schreiben musste #keineWerbung, weil ich sie mir selber im Tante Emma Laden ums Eck gekauft hatte. Heute gibt es sowohl unter den Motivtortenmenschen als auch unter den Foodbloggern wahre Künstler, so dass ich mir nicht sicher bin, ob jemand meine Artikel überhaupt noch interessieren. Ich hab kein Buch gemacht, ich bin nicht das Werbegesicht einer Firma, es gibt vielleicht nur ein oder zwei Artikel in der Presse über mich. Ganz offensichtlich bin ich nur ein kleines Licht in der Bloggerwelt.

Und wisst ihr was? Ich finde das gut so. Das nimmt den Druck raus. Das lässt mich das Ganze ab hier mit mehr Spaß angehen. Ich zeige euch nur noch Sachen, die mir gefallen (war früher auch schon so, aber da wollte ich zusätzlich immer noch ein Hammerding nach dem anderen raushauen). Das sind dann so einfache Sachen wie Apfelkuchen, auf Teller fotografiert. Ich habe nicht die Zeit, große Sets aufzubauen oder Kuchen zu backen, die mich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Priorität ist immer der Kleine da drüben in Papas Arm, alles andere muss sich nach ihm richten. Und bevor die nächste Frage kommt: Nein, hier wird’s nicht viel Mama-Content geben. Ab und zu vielleicht einen Artikel zum Thema Anschaffungen oder ähnliches. Aber mehr nicht, denn auf meinem Blog wird nicht über Pro/Contra der üblichen Mama- oder Eltern-Themen diskutiert, denn meine Erfahrung zeigt, dass diese Diskussionen eine Endlosschleife sind. Natürlich habe ich zu allem eine Meinung und bis zu diesem Punkt auch eine Erfahrung, aber ich bin klug genug, um diese für mich zu behalten. Oder um es mit meinem Mantra zu sagen: Jedes Kind ist anders, Ooohhhm.

Ach ja, was es auch nicht geben wird, sind Fotos von unserem Sohn – nirgends im Internet. Auch dazu gibt es eine Diskussion. Und eine Meinung. Und wir gehen eben diesen Weg.

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Wie geht es also weiter? Ein bißchen Kuchen, ein bißchen Reiseberichte, ein bißchen Events (im September ist schon wieder einiges los) und wie immer alles mit viel Anna gewürzt. Ich freu mich also über jeden, der in Zukunft wieder ab und zu reinschauen mag.


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