Mehr als 20 Jahre... staatlich geförderte Indoktrinierung

Für den Erfurter Klerus ist das Anlaß zu besonderer Freude, weil „erst die Deutsche Einheit (...) in Ostdeutschland (ermöglichte), was vorher als undenkbar galt: freie Religionsausübung und deshalb auch Religionsunterricht in der Schule".   Denn, so heißt es bedauernd (und durchaus heuchlerisch) weiter: „In der DDR hatte es in der Schule keinen Religionsunterricht geben dürfen. (...) Für Katechese und religiöse Unterweisung blieben nur die kirchlichen Räume."   Und natürlich darf da auch so eine Formulierung, wie „wer dorthin ging und ernst nahm, was er lernte, musste mit Diskriminierung und Nachteilen für den eigenen Lebensweg rechnen" nicht fehlen.   Nun, freie Religionsausübung und verordneter Religionsunterricht (konkreter gesagt: konfessionelle Glaubensunterweisung) in staatlichen Bildungseinrichtungen sind zwei ganz verschiedene Dinge.   Ja, in einer Hinsicht war die Religionsfreiheit in der DDR realer als in Bundesdeutschland: Religion war Privatsache, was ja nichts anderes bedeutet, daß es den Staat (auch dessen Schulbehörden) und den „Arbeitgeber" (in der DDR: die jeweilige Betriebs- bzw. Einrichtungsleitung) nichts angeht, ob und an was der konkrete Mensch glaubt. In keinem Schulzeugnis, in keinem Personalpapier war je vermerkt, ob dieser einer Religionsgemeinschaft angehört, wieviel Mitgliedsbeitrag (Kirchensteuer) er ggf. seiner Glaubensgemeinschaft entrichtet hat und mit welcher Note sein Glaubenswissen von einem Religionslehrer bewertet worden ist.   Und auch die jeweiligen Kirchen waren freier, denn sie führten ja „Katechese und religiöse Unterweisung" in ihren eigenen Räumen, mit eigenem Lehrpersonal und übrigens auch auf eigene Kosten durch. Also völlig unabhängig (und frei) von den örtlichen Schulen und der staatlichen Schulverwaltung.   Wobei man an dieser Stelle dies besonders hervorheben sollte: Das Bistum spricht in seiner Pressemitteilung ganz unverblümt aus, worum es sich beim Religionsunterricht tatsächlich handelt - um „religiöse Unterweisung"! Und nicht um religionenkundliches Wissen und allgemeine Wertevermittlung, wie blauäuige Politiker - nicht zuletzt der Thüringer LINKEN - immer wieder unkritisch plappern, wenn es um die endliche Realisierung des seit 1919 gültigen Verfassungsprinzips der Trennung von Staat und Kirche geht.   Für seine gebetsmühlenartige Behauptung, daß Teilnehmer an kirchlichen Glaubensunterweisungen „mit Diskriminierung und Nachteilen für den eigenen Lebensweg rechnen mußten", bleibt der Klerus auch hier wieder jeden Beweis schuldig.   Es sei daher gestattet, aus der eigenen Erinnerung zu plaudern (und wie deshalb bereits oben schon gesagt wurde: In keinem Schulzeugnis, in keinem Personalbogen, in keinem Bewerbungsschreiben gab es zu DDR-Zeiten irgendwelche Vermerke über Religionszugehörigkeit oder die Teilnahme an „Glaubensunterweisungen"): In meiner eigenen Schulklasse - bis hin zum Abitur - waren seinerzeit etwa 40 Prozent der Mitschüler nominelles Mitglied einer Kirche. Die Teilnehmer an der evangelischen Christenlehre (so dies überhaupt bekannt war) wurden weder von den Lehrern benachteiligt noch von uns religionsfreien Kindern und Jugendlichen gehänselt.   Wir hatten einen einzigen katholischen Mitschüler, der von uns sogar beneidet wurde. Denn er bekam anstands- und formlos auch zu jedem katholischen Feiertag schulfrei. Allerdings hatte dieser eine Schüler tatsächlich zu leiden. Seine Eltern wollten, daß er Priester wurde und schickten ihn deshalb nach der 8. Klasse auf eine katholische Bildungseinrichtung. Von dort kam er als gebrochener Mensch ohne jeglichen Abschluß zurück... Es waren also seine eigenen „Seelsorger", die seinen weiteren Lebensweg nachteilig beeinflußt hatten.   Achso, heutzutage gehören in Thüringen rund 75 Prozent der Menschen KEINER Religionsgemeinschaft an. Übrigens mehr als vor 1989! In den anderen ostdeutschen Bundesländern ist der Anteil religionsfreier Menschen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung sogar noch größer, auch hier mit steigender Tendenz. Dabei haben doch heute bekennende Christen keinerlei berufliche und/oder politische Nachteile zu befürchten. Ganz im Gegenteil!   Siegfried R. Krebs

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NOVEMBER 007 | HAUL | DM