Mega Man 11

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Mega Man 11

8Plattformer

Nach einer nicht enden wollenden Flut an Retro-Re-Releases des blauen Capcom-Charakters folgt nun der Hauptgang. Eine der ältesten und langlebigsten Spiele-Serien überhaupt erhält ein offizielles Sequel: Mega Man 11

Im Vorfeld hat sich ja schon ein Drama abgezeichnet. Mastermind Keiji Inafune, der über Jahrzehnte neue Einträge in der Serie überwacht hatte, ist nicht mehr bei Capcom, übernommen hat also ein völlig neues Team und nicht mehr wie zuletzt auf dem Nintendo DS die Entwickler von Inti Creates. Mega Man 11 hält sich demnach mit Innovationen sehr bedeckt und versucht nun als Neustart erstmal das bekannte Muster zu emulieren. Acht knallharte Levels gilt es zu meistern und die Robo-Endgegner am Ende auszuschalten.

Was schon in den 80ern funktioniert hat wird hier nicht in Frage gestellt und in gewisser Weise ist das gut so. Mit dem Gear-System, das dem Spieler erlaubt, die Zeit zu verlangsamen oder den Waffen-Output zu verstärken, reichert man die bekannte Formel mit einer kleinen Prise Taktik an und liefert so eine Neuerung, die das Konzept nicht über den Haufen wirft. Zwar leben wir in einer Zeit, in der gerade die Indie-Szene das Plattformer-Genre stetig mit immer besseren Konzepten bestückt, aber es muss nicht immer alles neu und besser sein. Teil der Reiz von Mega Man ist es, wie schon Dutzende Male zuvor den ikonischen Spannungsbogen zu durchlaufen und dabei an die Grenzen der persönlichen Joypad-Akrobatik zu stoßen.

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Frust kommt sicher dabei auf, aber immerhin bietet das Spiel einen Store, in dem mit eingesammelten Schrauben großzügige Upgrades eingekauft werden können, die den Spielablauf deutlich vereinfachen. Neun Extraleben sind zum Beispiel problemlos eingekauft und so kann man jede allzu große Frusthürde ganz gut umgehen.

Die Präsentation ist kompetent, wenn es auch hier und da an Details mangelt. Vor allem der absolut eintönige Soundtrack ist eine herbe Enttäuschung, da Mega Man in diesem Bereich stets Vorreiter war. Das Sounddesign ist die große Schwäche des Titels. Grafisch hingegen wird mit vielen verliebten Details gearbeitet, an denen man sich kaum satt sehen kann. Die etwas hakeligen Animationen des Protagonisten seien vor allem aufgrund des absolut authentischen Cartoon-Stils der Gegner verziehen.

Das neue Team hat mit Mega Man 11 ganz gute Arbeit geleistet. Die umfangreichen Levels entsprechen demselben Stil, der schon in vergangenen Episoden für zerbrochene Gamepads gesorgt hat. Mit Extra-Content hält man sich wohl bewusst sehr zurück, um viel Raum für zukünftige Einträge zu lassen, aber grundsätzlich hat der Titel das Herz am rechten Fleck und ist für Fans der Reihe auf jeden Fall zu empfehlen. Man darf gespannt sein, wie es mit der Reihe weitergeht.

Plattform: Switch (Version getestet), PS4, PC, Xbox One, Spieler: 1, Altersfreigabe (PEGI): 7, Release: 02.10.2018, Link zur Homepage

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Autor

Florian Kraner

Aufgabenbereich selbst definiert als: Pixel-Fachmann mit Expertenausweis. Findet ”Das Fürchterliche muß sein Gelächter haben!” zutreffend.


 

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