Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Das neue Jahr fühlt sich immer so sauber an, finde ich. Man zieht Bilanz, schließt mit dem alten jahr ab. Macht sich bewusst, was gut war, was man beibehalten möchte, was man verbessern möchte. Schmiedet Pläne für das neue Jahr. Schleppt noch keinen Ballast, keine Rückschläge und Enttäuschungen mit. Ich mag diese Zeit des Innehaltens und Überlegens.

Natürlich dachte ich heuer zum Jahreswechsel auch über den Blog nach. Ich blogge seit über vier Jahren, da hat sich eine gewisse Routine eingeschlichen. Gleichzeitig passiert immer wieder Neues und Ungeplantes. Was ich mit dem Blog erreichen will und wohin die Reise geht, weiß ich nach wie vor nicht – und gerade das macht das Bloggen spannend!

Als Ergebnis meiner Grübelei bekommt ihr heute meinen Rückblick auf mein Blogger-Jahr 2017, und zwar in der Form „drei mal drei“: Meine drei beliebtesten Rezepte, meine drei persönlichen Blog-Highlights, und meine drei Blog-Flops. Anschließend gibt es wie immer ein Rezept – für einen guten Start ins neue Bloggerjahr!

Den Anfang machen die drei Rezepte, die ihr 2017 am meisten geklickt habt. Platz drei geht an den Zuccotto. Von mir relativ unbemerkt hat sich diese leckere (und mächtige) italienische Kuppeltorte langsam, aber stetig zum Renner auf dem Blog entwickelt!

Platz zwei hat mich überrascht: Die Bilder der laktosefreien Kondensmilch sind wirklich übel, aber das tut der Beliebtheit des Beitrags keinen Abbruch. Wahrscheinlich suchen viele laktoseintolerante Naschkatzen nach einem Ersatz für gekaufte Kondensmilch und landen dann bei meinem Beitrag. Anders kann ich mir dieses Ergebnis nicht erklären!

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Der beliebteste Beitrag 2017 ist das Knusper-Dessert mit Mascarpone-Creme und Karamell. Ich freue mich sehr, dass meine Eigenkreation so gut ankommt!

Nun zu meinen drei persönlichen Highlights, den schönsten Erfahrungen mit dem Blog: Der dritte Platz geht an die Kooperation mit dem Hotel Marten. Mein Mann und ich durften dort im Juni drei wunderschöne Tage verbringen und mit der Chefin Beeren Muas kochen. Ein herrliches Hotel, traumhafte Umgebung, tolles Wetter – wir haben die kurze Auszeit vom Alltag sehr genossen!

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Den zweiten Platz bekommt mein „Team“: Ich habe 2017 endlich eingesehen, dass mein Blog Hilfe bei der Technik und beim Design braucht, und mir bei Profis Unterstützung geholt. Die Zusammenarbeit war super angenehm und sehr effizient, ich kann das nur empfehlen! Jetzt bin ich endlich zufrieden mit dem Aussehen und dem Verhalten meines Blogs. Mehr dazu erfahrt ihr in einem meiner nächsten Beiträge.

Die beste Blog-Erfahrung 2017 war die Kooperation mit CEWE Fotobuch. Diese Zusammenarbeit war einfach schön: Ich durfte ein Fotobuch mit meinen Rezepten erstellen und finde das Ergebnis richtig gelungen. Außerdem lief die Zusammenarbeit mit CEWE sehr locker, professionell und wertschätzend ab. Ich hatte fast schon das Gefühl, zum Team zu gehören. Alles in allem eine bereichernde Erfahrung!

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Meine drei Blog-Flops kann ich unter „Teilnahme bei Awards und Gewinnspielen“ zusammenfassen. Ich habe 2017 drei Mal bei solchen Bewerben mitgemacht und drei Mal nichts gewonnen. Damit habe ich kein Problem – mir ist völlig klar, dass Rezepte unterschiedlich bewertet werden und es jede Menge Rezepte gibt, die besser/kreativer/origineller sind als meine.

Probleme habe ich aber mit der Art, wie diese Bewerbe ablaufen. Bei einem Kuchenwettbewerb wurden offenbar die Kategorien recht weit gefasst – oder vielleicht habe ich die Teilnahmebedingungen nicht genau genug gelesen? Jedenfalls fanden sich unter anderem Cupcakes bei den Gewinnern in der Kategorie „Strudel“. Ich habe mich gewundert.

Bei einem bestimmten Award sind mir nach wie vor die Kriterien für die Auswahl der Gewinnerrezepte nicht klar. Ich hatte stark den Eindruck, dass persönliche Kontakte und Beziehungen sehr helfen. Oder die Tatsache, dass man bereits ein Kochbuch verfasst hat. Bei einem weiteren Award ging es nicht um die Qualität des Rezepts, sondern darum, seine Social Media Kontakte zum Voten für das eigene Rezept zu bringen. Mit der Qualität der Rezepte hat das für mich wenig zu tun.

Ich habe 2017 lange über diese Erfahrungen nachgedacht und mir überlegt, was ich daraus mitnehmen soll. Mein Fazit ist, dass ich mir meine Teilnahme bei Awards und Wettbewerben gut überlegen werde. Ich arbeite Vollzeit und blogge in meiner Freizeit. Für´s Backen und Bloggen bleibt oft wenig Zeit. Die Teilnahme bei Wettbewerben bringt mich unter Zeitdruck, stresst mich und kostet Energie. Das muss ich nicht haben – vor allem, wenn die Bewertungskriterien undurchsichtig sind und/oder es von vornherein klar ist, dass ich keine Chance habe.

Ich blogge nach wie vor hauptsächlich deshalb, weil mir das Backen und Entwickeln von Rezepten Spaß macht und mich der Austausch mit meinen LeserInnen freut und motiviert. Das wird mir immer klarer, je länger ich blogge, und bei diesem Ansatz werde ich auch bleiben. Für Awards und Wettbewerbe bin ich wohl nicht die Richtige!

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Jetzt bekommt ihr noch das angekündigte Rezept: Mazerierte Orangen sind ein super-einfaches, köstliches und erfrischendes Dessert. Man würde nicht glauben, wie grandios diese simple Kombination aus Orangen, Zitronen und Zucker schmeckt. Fruchtig, süß, gleichzeitig ganz leicht bitter durch die Zitronenschale – da passiert etwas Magisches auf dem Teller!

Ich mag das Dessert pur, aber wer möchte, kann gerne einen Schuss Cointreau zum ausgepressten Orangensaft geben.

Ich mache die mazerierten Orangen sehr gerne als leichtes Dessert nach einem schweren Menü oder als Beilage zu Wild oder Truthahn. Das Rezept stammt aus dem wunderbaren italienischen Kochbuch Die klassische italienische Küche* von Marcella Hazan. Die Originalausgabe ist mittlerweile nicht mehr erhältlich. Es gibt aber eine Neuauflage von 2015, Die klassische italienische Küche*.

Die mazerierten Orangen enthalten leider viel Fruktose. Ich vertrage sie aber sehr gut nach einer stärkehältigen Mahlzeit: Stärke wandelt sich beim Verdauen zu Glukose um, und Glukose hilft dabei, Fruchtzucker aufzuspalten.

Mazerierte Orangen und ein kleiner Rückblick auf 2017

Jetzt wünsche ich euch noch das allerbeste für 2018! Mögen eure Pläne in Erfüllung gehen und alle eure Kuchen und Torten gelingen!

Mazerierte Orangen

  • Portionen: ca. 6-8 Portionen
  • Drucken

Zutaten

6 süße, saftige Orangen
Schale von 1 unbehandelten Zitrone
Saft von ½ Zitrone
5 EL Zucker

Zubereitung
1. Vier Orangen mit einem scharfen Messer so schälen, dass die Haut der Orangenspalten und das Weiße entfernt sind. Die Orangen in knapp einen Zentimeter dicke Scheiben schneiden und in eine große, tiefe Platte legen.
2. Den Zucker über den Orangenscheiben verteilen.
3. Die unbehandelte Zitrone waschen. Die Schale abreiben und über den gezuckerten Orangenscheiben verteilen.
4. Zwei Orangen und die halbe Zitrone auspressen. Den Saft über die Orangenscheiben gießen. Die Platte mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens vier Stunden oder über Nacht kühlen. Die Orangenscheiben vor dem Servieren vorsichtig im Saft wenden, sodass sie zur Gänze damit überzogen sind.

Mazerierte Orangen

*Werbung / Affiliate Link. Wenn ihr über diesen Link bestellt, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch bleibt der Kaufpreis gleich. Danke für eure Unterstützung!


wallpaper-1019588
Europa ohne christliche Werte nicht denkbar - - - Denn siehe, Vater Staat braucht Mutter Kirche 😇
wallpaper-1019588
DJ PB – GOLDEN NUGGET SHIT – free oldschool HipHop Mixtape
wallpaper-1019588
Weihnachtskonzert mit Überraschungseffekten
wallpaper-1019588
Bundeswehr in Syrien: Rechtsanwalt erstattet Strafanzeige gegen Bundesregierung und Juristen in Deutschland
wallpaper-1019588
Opening-Video zur K: Seven Stories-Filmreihe wurde nun veröffentlicht
wallpaper-1019588
Sterben Anime-Disks bald aus?
wallpaper-1019588
MARBERT Fresh Cleansing Gel
wallpaper-1019588
Hotel Eden in Port Soller am Abend